Communardo Software GmbH, Kleiststraße 10 a, D-01129 Dresden
+49 (0) 351/8 33 82-0

Rückblick auf den Workshop "Wissensmanagement im Mittelstand: Strategien, Erfolgsfaktoren und Werkzeuge" am 2.11.2010

Am 2. November fand beim Dresdner Kompetenzzentrum für elektronischen Geschäftsverkehr com.pas am Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft (BSW) in Dresden ein Workshop zum Thema Wissensmanagement statt. Die Präsentation zum einführenden Vortag steht auf Slideshare bereit:


Neben einer Einführung in das Thema Wissensmanagement wurden auch die Fallbeispiele unserer Kunden VBH (siehe auch Beitrag zur VBH Wissensdatenbank auf dem CCD09), K.D.Feddersen und T-Systems Multimedia (siehe auch Beitrag zum „Der spannende Weg zum Intranet 2.0: Firmen-Wiki als Teamweb mit Atlassian Confluence„) vorgestellt. Bereits während der Vorträge kam eine lebhafte Diskussion auf. Insbesondere auch zu den vorgestellten Fallbeispielen.

Stefan Ehrlich von T-Systems Multimedia Solutions stellte in seinem Vortrag das wiki-basierte Intranet „Teamweb“ vor, welches in enger Zusammenarbeit mit Communardo entstanden ist. Das Teamweb wird in diesem Jahr das klassische CMS-basierte Intranet vollständig ablösen. Vor allem aber ist das Teamweb ein Arbeitsmedium, z.B. für die Vorbereitung und Protokollierung von Mitarbeitermeetings, die Sammlung und Bearbeitung von Verbesserungsvorschlägen oder auch die Erstellung und Verbreitung von Management-Berichten über Blogbeiträge. Die Umstellung vom klassischen, von Teamassistenzen redaktionierten Berichtsdokumenten hin zum Berichtswesen 2.0 über Blogbeiträge, die über Tags („Wochenbericht“) aggregiert werden stellt eine Prozessoptimierung dar, die bei T-Systems MMS zu deutlicher Zeitersparnis geführt hat. Stefan Ehrlich berichtete zudem, dass viele Mitarbeiter die Anzeige ihrer Fotos begrüßen und stolz auf Ihre Beiträge sind. So sind in den letzten zwei Jahren aktiver Nutzung über 15.000 Artikel im Teamweb entstanden. Dies ist vor allem auf die breite Anwendung für alle wichtigen Themen im Unternehmen zurückzuführen, von der Strategieentwicklung über Projekte bis hin zu internen Communities und Interest Groups.

In folgenden Vortrag stellte Björn Erik Mai das „Staxwiki“ von Staxera vor, einem Hersteller von Hochtemperatur-Brennstoffzellen aus Dresden. Als Unternehmen mit einem hohen Anteil an Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung betreibt Staxera ein internes Wiki unter dem Motto  „Der Wissensvorsprung ist unser Erfolgsrezept“. Nach einem ersten Pilotversuch erfolgte eine konzeptionell begleitete Einführung im Top-down Vorgehen, welche vom BMWI-Vorhaben „DiWis – Wissenswerkstätten“ begleitet wurde. Hr. Mai berichtete, dass es besonders wichtig war, die ersten engagierten Nutzer zu fördern, denn „Vorbildfunktion schafft Wiederholungstäter“. Das Staxwiki ist als Arbeitstool für die Mitarbeiter im Einsatz. Erstellt und verteilt werden auf diese Weise z.B. Produktbeschreibungen, Vorlagen, Protokolle u.v.a.m. Dies hat insbesondere nach dem Weggang eines australischen Mitarbeiters in seine Heimat sehr geholfen, zumindest Teile seines Wissens für das Unternehmen zu erhalten. Besonders interessant ist die bei Staxera konsequent umgesetzte Kategorisierung aller Wikiseiten durch Einordnung in einen Würfel mit den Dimensionen Inhaltskategorie, Betriebsbereich, Berechtigung. Die Einführung wurde anfangs von der Geschäftsleitung vorangetrieben. Nach erster Skepsis haben auch die Führungskräfte recht schnell das Potential erkannt und mitgezogen. Heute ist das Staxwiki „bei uns nicht mehr wegzudenken“ und ein strategisches Element im Unternehmen, betontet Herr Mai in seinem Fazit.

Im anschließenden Vortrag stellte Herr Lesch von der Systema GmbH vor, wie das Unternehmen ein nahezu lückenloses Informations- und Wissensmanagement auf Basis von Lotus Notes aufgebaut hat. Dieses umfasst vor allem Applikationen rund um die Themen Kundendaten, Projekt- und Dokumentenmanagement.

Im Abschlussvortrag stellte Klemens Keindl (Core Business Development GmbH, Berlin) das o.g. Projekt DiWis und die Wissenswerkstätten vor und berichtete von einem Projekt zur Einführung einer unternehmensweiten Suchmaschine bei einem teilnehmenden Unternehmen.

Related Posts

Guter Vortrag, interessante Fallbeispiele. Viele Grüße aus Österreich, Alexander Stocker

Kommentar hinterlassen


Pin It on Pinterest