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Neues aus der SharePoint-Welt von der Basta! Spring (2. Tag)

Auf zum 2. Tag der Basta! Hauptkonferenz – und damit dem ers­ten der bei­den SharePoint Days. Heute gibt es keine mor­gend­li­che Keynote, son­dern es geht gleich in die Sessions – für mich ist das als ers­tes Sehenswertes aus SharePoint 2010 mit Tom Wendel. Erstaunlich für mich, dass nur ca. ein Drittel der anwe­sen­den Entwickler Sharepoint 2010 über­haupt schon gese­hen hat. Dementsprechend "basic" fällt die Vorstellung der Neuerungen aus – wes­halb ich hier auch auf eine detail­lierte Auflistung ver­zichte. Trotzdem ein paar "Bruchstücke", die mir nen­nens­wert erscheinen:

  • Obwohl Firefox 3.5 als First-Level-Browser für SharePoint 2010 unter­stützt wird, funk­tio­nie­ren einige Features, die ActiveX ver­wen­den (z. B. die Datenblattansicht für Listen oder die Office-Integration), nicht mit Firefox.
  • Custom Actions (z.B. um einer Liste zusätz­li­che Menüeinträge incl. dahin­ter­lie­gen­der Funktionialität  hin­zu­zu­fü­gen) müs­sen nicht mehr zwin­gend pro­gram­miert wer­den, son­dern kön­nen (mit begrenz­tem Funktionsumfang) auch mit­tels SharePoint Designer erstellt werden.
  • In Listen kön­nen sowohl auf Spalten- als auch auf Listenebene Validierungsregeln hin­ter­legt wer­den ("Spalte Geburtsdatum darf nicht in der Zukunft lie­gen", "wenn bei Spalte X "Ja" aus­ge­wählt ist, darf Spalte Y nicht leer sein"). Der Umfang der für die Regeln ver­füg­ba­ren Funktionen ist her­aus­zu­fin­den – wahr­schein­lich ähn­lich Excel…
  • Business Connectivity Services sind (anders als der BDC in MOSS 2007) Bestandteil der SharePoint Foundation.

Als nächs­tes schere ich mit ASP.NET 4.0 – Was ist neu? mit Holger Schwichtenberg (zumin­dest im stren­gen Sinne) aus der SharePoint-Schiene aus. Hier wird Schlag auf Schlag eine Vielzahl klei­ner und grö­ße­rer Verbesserungen prä­sen­tiert – nach­fol­gend eine Auswahl:

  • Die web.config ist (im Standard) deut­lich kleiner/übersichtlicher geworden.
  • Auto-Start für Webanwendungen kon­fi­gu­rier­bar (bei Start des Application Pools) -> Zeit für ers­tes Laden wird ver­kürzt. Es ist auch mög­lich, einen eige­nen Autostart-Provider zu schreiben.
  • Extensible Output Caching: Damit ist jetzt steu­er­bar, was mit dem @OutputCache pas­siert (muss nicht mehr zwin­gend im RAM gehal­ten wer­den, son­dern z.B. im Dateisystem oder auch gemäß einem selbst erstell­ten OutputCache-Provider…)
  • Query Extender Control: für das ver­ein­fachte dekla­ra­tive Filtern im Backend. Für wei­tere Infos gibt es hier einen Blogpost dazu.
  • ClientIdMode-Property: Damit kann die ClientId eines Controls end­lich gezielt beein­flusst wer­den (ClientIdMode=static bewirkt, dass die ClientId gleich der Id auf dem Server ist – auch wenn die Seite im SharePoint läuft… :-))
  • Verbesserung beim Rendering von Menu Controls: anstelle von Tabellen wer­den jetzt <ul> und <li> Elemente verwendet
  • ASP.NET AJAX 4.0 ist nicht Bestandteil von ASP.NET 4.0, son­dern es ist die ASP.NET AJAX Library (ver­füg­bar via Codeplex, aber voll sup­por­ted durch Microsoft) erfor­der­lich. Diese enthält 
    • die MS AJAX Library
    • das AJAX Control Toolkit
  • in Visual Studio 2010 wurde nicht nur die Intellisense-Unterstützung für JavaScript ver­bes­sert, son­dern es gibt jetzt auch Code Snippets für JavaScript und HTML.

Nun geht es wie­der zurück zu SharePoint: SharePoint 2010 – end­lich rich­tig pro­gram­mie­ren mit Jörg Krause. Den Einstieg mach eine coole Folie zur Evolution eines SharePoint-Entwicklers. Die ein­zel­nen Entwicklungsstadien sind (sinn­ge­mäß):

  1. Ablehnung ("Das geht doch über­haupt nicht!")
  2. Ärger ("Wieso gerade ich?")
  3. Geschäftstüchtigkeit ("Das ist mein Job, also werde ich ihn machen!")
  4. Depression ("Es geht nicht, es ist nicht hin­zu­krie­gen – es geht ein­fach nicht!")
  5. Akzeptanz ("Es geht, wenn es auch nicht ein­fach ist.")

Es ist den anwe­sen­den Entwicklern im Raum anzu­mer­ken, dass sie wis­sen, wor­über hier gespro­chen wird… Der Vortrag selbst behan­delt viele Fragen, mit denen ein SharePoint-Entwickler sich im Laufe sei­nes Entwicklerdaseins aus­ein­an­der­set­zen muss – hier sol­len noch die Tools auf­ge­lis­tet wer­den, die für die Entwicklung für SharePoint 2010 unver­zicht­bar sind:

  • Visual Studio 2010
  • SharePoint Designer 2010
  • Fiddler
  • IE Developer Bar (Anm.: ich würde Firebug fast noch vorziehen)
  • Reflector
  • SDK Tools: pscon­fig (Power Shell), stsadm, SPMetal

Das Ende der Mittagspause wird durch eine ein­ge­scho­bene Keynote zu Windows Phones mit Frank Prengel ersetzt. Beeindruckend für mich ist die neue Erkenntnis von Microsoft : "… a phone is just not a PC"!

Und wei­ter geht es mit SharePoint: SharePoint Object Model – From SPFarm to SPListItem mit Jörg Krause. Auch hier wie­der etli­ches schon Bekanntes, erfreu­lich die Arbeitserleichterungen mit SharePoint 2010 bzw. Visual Studio 2010:

  • neue Templates in Visual Studio
  • neue EventReceiver für Listen, Workflows und Webs
  • F5 Debugging Experience

Last not least noch ein paar wich­tige (und vor allem hilf­rei­che! ;-)) Hilfsklassen, die jeder Entwickler benut­zen sollte, anstatt "das Rad neu zu erfinden"

  • SPUtility
  • SPUrlUtility
  • DateOptions
  • SPHttpUtility
  • (SPDiffUtility)

Nach dem Abendbrot kommt noch ein rich­ti­ges Bonbon in Form einer wei­te­ren Keynote: Why Software sucks – and what you can do about it mit David S. Platt.

Eigentlich ist es ganz sim­pel, was der Nutzer will: "I just want it to work!". Warum tun wir's nicht einfach?!

Laut David gilt es genau ein, unum­stöß­li­ches, Prinzip zu beach­ten: KNOW THY USER, FOR HE IS NOT THEE. Dies belegt er uns ein­drucks­voll (und unter vie­len Heiterkeitsausbrüchen) an diver­sen Beispielen. Und es ist ja wirk­lich wahr: der Durchschnittsnutzer von Software (spe­zi­ell im Internet!) ist nun mal kein männ­li­cher, zumeist stu­dier­ter, Programmierer, wel­cher ein Auto ohne Automatikschaltung fährt.

Nachdem er uns einige abschre­ckende und auch gelun­gene Beispiele aus dem Leben gezeigt hat (hier sei nur so viel ver­ra­ten: Google schnei­det bes­ser ab als Microsoft – aber es gibt auch noch Schlimmeres…), gibt David uns noch ein paar Tipps mit, um dem Problem beizukommen:

  1. Add a vir­gin to the design team ("Blindness impro­ves your vision").
  2. Break con­ven­tion when needed.
  3. Don't let edge­ca­ses com­pli­cate the mainstream.
  4. Instrument – carefully.
  5. Allways ask: Is this indi­vi­dual design decision brin­gung us  clo­ser to "just working" or farther?

So: Make it just work!

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Neuer Blogpost zur #BastaCon im #Communardo #TechBlog: http://tinyurl.com/yjqyqpb
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