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Neue Features in JIRA 6.3.3

logoJIRAPNGMein Kollege David hat letz­ten Monat bereits JIRA 6.3 vor­ge­stellt, mit dem Haupt-Feature Data Center. Atlassian erwei­tert nun JIRA mit Version 6.3.3 um wei­tere, span­nende Funktionen: Automatisierte Status-Übergänge im Workflow, Massenerstellung von Vorgängen für Nutzer und eini­ges mehr. Die neue Funktionen möchte ich mit die­sem Blogbeitrag kurz vorstellen.

Automatisierte Status-Übergänge

JIRA ent­hält nun soge­nannte Workflow-Triggers, mit denen auto­ma­tisch Status-Übergänge aus­ge­führt wer­den kön­nen, wenn in ange­schlos­se­nen Applikationen bestimmte Aktionen pas­sie­ren. Das ist beson­ders für die Software-Entwicklung inter­es­sant: Zum Beispiel wird typi­scher­weise für die Umsetzung einer Anforderung ein neuer Branch in der Code-Versionsverwaltung (Git, SVN, o.ä.) erstellt und am Ende wie­der in den Master-Branch gemer­ged. Dabei musste der Nutzer bis­her immer daran den­ken, par­al­lel auch den zuge­hö­ri­gen JIRA-Vorgang im Workflow wei­ter­zu­schie­ben, also auf "In Progress" bzw. "Done" zu stel­len. Mit Workflow-Triggern kann das für Stash, FishEye und Crucible, sowie Bitbucket und GitHub auto­ma­ti­siert werden.

Workflow-Trigger in JIRA 6.3.3

Unter ande­rem fol­gende Aktionen wer­den unterstützt:

  • einen Branch erstellt
  • Code com­mi­tet
  • einen Pull Request erstellt, gemer­ged, abge­lehnt oder wiedereröffnet

Mit Workflow-Triggern kann sicher­ge­stellt wer­den, dass der Arbeitsstand im Git/SVN und der Status des ent­spre­chen­den JIRA-Vorgangs nicht aus­ein­an­der­läuft. Außerdem kön­nen die Entwickler sich dadurch bes­ser auf ihre eigent­li­che Arbeit kon­zen­trie­ren: Software entwickeln.

Atlassian stellt für die­ses nütz­li­che Feature eine aus­führ­li­che Dokumentation bereit, und ein Anwendungsfall ver­deut­licht den Einsatz etwas genauer.

Massenerstellung von Vorgängen

Wer schon ein­mal ein Projekt in ein ande­res JIRA-Projekt ver­schie­ben bzw. impor­tie­ren wollte, kennt das Problem: JIRA hat zwar einige Import-Funktionen, aber die sind a) nur für Administratoren ver­füg­bar und b) funk­tio­nie­ren nur für einen kom­plet­ten JIRA- bzw. Projekt-Import. Bereits vor­han­dene Vorgänge wer­den dadurch überschrieben.

Mit dem neuen JIRA 6.3.3 kann nun jeder Nutzer mit den nöti­gen Projekt-Berechtigungen mas­sen­weise Vorgänge erstel­len und auch bear­bei­ten. Dazu müs­sen die Daten in einer CSV-Datei vor­lie­gen, was von vie­len Anwendungen und Datenbanken unter­stützt wird. Der Nutzer lädt die CSV-Datei in JIRA hoch, stellt das Mapping von CSV-Werten zu JIRA-Werten ein und star­tet schließ­lich den Import-Vorgang. Die Import-Funktion ist dabei recht mäch­tig: Es wer­den Kommentare, Attachments, meh­rere Werte für ein Feld, Sub-Tasks und vie­les mehr unter­stützt. Alle Features kön­nen in der Dokumentation von Atlassian nach­ge­le­sen werden.

CSV-Import in JIRA 6.3.3

Aber Achtung: Durch einen Fehler sei­tens Atlassian steht der Import erst mit JIRA 6.3.5 auto­ma­tisch zur Verfügung. Für vor­he­rige JIRA-Versionen (6.2 – 6.3.4) muss manu­ell das gebun­delte Add-on "JIRA Importers Plugin (JIM)" auf Version 6.2.3 aktua­li­siert werden.

Weitere Verbesserungen in JIRA 6.3.3

Weitere, klei­nere Verbesserungen betrifft zum Beispiel die Performance von Suchanfragen. Diese hat sich deut­lich ver­bes­sert. Außerdem wer­den jetzt immer alle kon­fi­gu­rier­ten Benutzerdefinierten Felder ange­zeigt, auch wenn sie für einige Projekte bzw. Vorgangstypen ungül­tig sind.

Für JIRA Data Center wur­den einige Health-Checks ein­ge­baut, mit der schnell und ein­fach der Status des eige­nen JIRA-Clusters über­prüft wer­den kann.

JIRA 6.3 unter­stützt bereits Java 8 und ab JIRA 6.3.3 wird nun bei Standalone-Installationen nicht mehr die JRE von Java 7, son­dern die JRE von Java 8 benutzt.

Alle Details von JIRA 6.3.3 kön­nen natür­lich auch in den Release-Notes von Atlassian nach­ge­le­sen werden.

27. August 2014

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