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Migration von Quickr-Inhalten in den IBM Connections Content Manager (CCM)

Nachdem Lotus Quickr das "End of Marketing" erreicht hat, haben wir uns ange­schaut, wie man vor­han­dene Inhalte aus Quickr in den IBM Connections Content Manager (#CCM) über­füh­ren kann.

Vorbereitung:

Für die Migration von Quickr-Inhalten stellt die IBM ein spe­zi­el­les Tool zur Verfügung, wel­ches unter dem Namen 8.5.0.0‑QK-IFLO75928-MIGRATION.zip her­un­ter­ge­la­den wer­den kann. Die Funktionen diese Tools las­sen sich fol­gen­der­ma­ßen zusammenfassen:

  • Abbildung von Nutzern aus Quickr auf IBM Connections Nutzer
  • Abbildung von Quickr Places auf Connections Communities
  • Migration ein­zel­ner Places auch in vor­han­dene Communities
  • Migration meh­re­rer Places im Batchbetrieb
  • Anlegen von Communities im Namen des Migrationsnutzers
  • Migration von Dokumenten aus Quickr-Bibliotheken in neue CCM-Bibliotheken
  • Übernahme von Ordnern, wich­ti­gen Metadaten (z.B. Autor, Titel, Datum),  Sicherheitseinstellungen und der History der Dateien

Nicht migriert werden:

  • Blogs, Wikis, Meeting Places, Custom Drafts, lau­fende Workflows sowie Domino Teamrooms
  • Spezielle Metadaten, wie z.B. docu­ment type/propertysheet type

Durchführung:

Um die Funktionsweise des Migrationstools bes­ser zu ver­ste­hen, haben wir uns eine Teststellung aus Quickr for Portal und IBM Connections 4.5 CR1 auf­ge­baut. Die betei­lig­ten System wur­den alle mit der­sel­ben Nutzerbasis ausgestattet.

Danach wur­den auf den Testsystemen die spe­zi­el­len Systemvoraussetzungen für das Migrationstool her­ge­stellt, inklu­sive diver­ser WAS-Updates, WCM Updates, Portal Updates. 

Danach musste im TDI Development Tool eine Assembly-Line für den Tivoli Directory Server (TDS) erstellt wer­den, über die ein PersonDN-to-UniqueID Mapping-File erstellt wer­den konnte. Diese Datei dient als Input für das Migrationstool zur Abbildung der Nutzer und kann noch manu­ell nach­be­ar­bei­tet wer­den, um z.B. manu­elle Quickr-User zuzuordnen.

Danach wurde die Konfigurationsdatei für das Tool mit Datenbank und Verbindungsdaten aus­ge­stat­tet und das Migrationstool konnte gestar­tet werden.

Nach eini­gen erfolg­lo­sen Testläufen und nach diver­sen Anpassungen an der Konfiguration und am User Mapping konn­ten dann einige Dokumente erfolg­reich migriert werden.

Beobachtungen bei der Migration:

  • Migrationsfehler bei loka­len Quickr-Usern
  • Migrationsfehler bei Gruppenberechtigungen (z.B. All Authenticated Quickr Users)
  • Migrationsfehler in dem Fall, dass Nutzer in Quickr einen abwei­chen­den DN haben
  • Mögliche Migrationsprobleme bei Unterordnern aus Quickr

Fazit:

Die Systemvoraussetzungen des Tools las­sen nur ganz bestimmte Plattformversionen für die Migration zu, was in der Vorbereitungsphase unter Umständen zu einer gro­ßen Menge an benö­tig­ten Updates füh­ren kann. Die Systemvoraussetzungen müs­sen genau ein­ge­hal­ten werden.

Aufgrund diver­ser Fehlermeldungen ent­steht der Eindruck, dass das Tool eher unter Idealbedingungen getes­tet wurde und in spe­zi­el­len Kundensystemen schnell zu Migrationsproblemen füh­ren kann.

Da die Migration mit eini­gen Testläufen ver­bun­den ist, sollte die Migration immer erst auf einem Testsystem durch­ge­führt werden. 

Jeder Verzeichnistyp macht eine eigens ent­wi­ckelte Assembly-Line im TDI erfor­der­lich, was durch die Komplexität des TDI Development Tools nicht gerade tri­vial ist.

Anmerkung: Für die  Quickr for Domino-Installationen gibt es ein ande­res Tool, wel­ches auch ein ande­res Vorgehen bei der Migration erfordert.

Links:

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