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Lohnen sich Updates von Confluence?

Seit eini­ger Zeit ver­öf­fent­licht Atlassian mit schö­ner Regelmäßigkeit aller 3–4 Monate eine neue Hauptversion von Confluence, wir stell­ten hier im Blog diese Versionen vor und bewer­ten sie (4.1, 4.0, 3.5, …). Dazwischen gibt es in klei­ne­ren Abständen neue Fehlerbehebungsversionen, zuletzt Confluence 4.0.5. Einen sehr guten Überblick über die Versionen bie­ten die Releasenotes in der Atlassian Dokumentation.

Insbesondere wenn ein Confluence-System umfang­reich kun­den­spe­zi­fisch ange­passt wurde, viele Plugins ver­wen­det wer­den oder die Nutzer inten­siv für eine bestimmte Version geschult wur­den, stellt sich häu­fig die Frage, ob sich die Mühen und Aufwände eines Updates von Confluence  auf eine neuere Version loh­nen.

In die­sem Artikel führe ich Gründe für ein Update an und zeige Wege auf, wie sich die Nachteile des Updates mög­lichst klein hal­ten las­sen – ins­be­son­dere spielt dabei die Wahl der rich­ti­gen Confluence Version auf die aktua­li­siert wird eine wich­tige Rolle.

Gründe für ein Update

Neue Funktionalitäten
Das offen­sicht­lichste und stärkste Argument für ein Update sind sicher­lich die neuen oder gene­ral­über­hol­ten Funktionalitäten, die Confluence in jeder neuen Hauptversion mit­bringt. Sie spre­chen für ein Update, da sie neuen Nutzern den Einstieg ins Wiki erleich­tern (wie z.B. der neue Editor in Confluence 4.0), die Usability  für Expertennutzer ver­bes­sern (ein Beispiel hier ist das Suchen und Ersetzen in der Version 4.1) oder die Administration des Systems ver­ein­fa­chen (bei­spiels­weise wurde in Confluence 3.5 die Nutzerverwaltung umge­baut).

Behebung von Fehlern in der Anwendung
In den Fehlerbehebungsversionen, aber zum Teil auch in den Hauptversionen behebt Atlassian immer wie­der Fehler, die sich ein­ge­schli­chen haben. Ein sehr gutes Beispiel ist hier der neue Editor: in Confluence 4.0 ein­ge­führt wurde er mit Version 4.0.3 – 4.0.5 und sogar in Confluence 4.1 opti­miert. Wenn in der genutz­ten Confluence Version ein Fehler steckt, der die Nutzung des Systems immer wie­der behin­dert, und der in einer neue­ren Version beho­ben wurde, ist ein Update eine gute Wahl.

Neben den funk­tio­na­len Fehlern behebt Atlassian oft auch Probleme, die die Datensicherheit des Confluence-Systems gefähr­den. Für beson­ders kri­ti­sche Probleme stellt Atlassian Patches zur Verfügung – aller­dings meist nur für die aktu­el­le­ren Versionen. Daher ist es bei Confluence-Systemen, die im Internet betrie­ben wer­den, uner­läss­lich regel­mä­ßig Updates durch­zu­füh­ren.

Weiterhin ver­bes­sert Atassian auch die Performance der Anwendung selbst kon­ti­nu­ier­lich.

Unterstützung aktu­el­ler Browser
Jede Confluence-Version unter­stützt bestimmte, im Moment der Veröffentlichung aktu­elle Browser. Wenn Browser durch die Nutzer oder auto­ma­ti­siert aktua­li­siert wer­den, kann es pas­sie­ren, das Confluence mit dem "zu" moder­nen Browser nicht mehr rich­tig ver­wen­det wer­den kann. Dann ist ein Update von Confluence erfor­der­lich. Die nach­fol­gende Abbildung fasst Confluence Versionen und die unter­stütz­ten Browser zusam­men.

Allerdings kann die Browser-Strategie einer Firma  auch ein Update von Confluence ver­hin­dern – in Konzernen, in denen der Internet Explorer 7 noch als Standardbrowser gesetzt ist, ist ein Update auf Confluence 4 nicht mög­lich.

Support von Atlassian
Der Support von Atlassian für die ver­schie­de­nen Confluence Versionen läuft aus. Sicherlich wird Atlassian trotz­dem Supportanfragen beant­wor­ten, aber mit dem Rückbau der Infrastruktur es wird immer schwie­ri­ger gute Antworten zu erhal­ten. Die älteste Confluence-Version, für die aktu­ell Support ange­bo­ten wird ist 3.2 – er läuft im Mai 2012 aus. Eine gute Übersicht über die "Support End of Life Policy" fin­det sich in der Atlassian Dokumentation.

Support der Pluginhersteller
Plugins kön­nen sehr häu­fig nur die aktu­el­len Versionen von Confluence unter­stüt­zen – um also aktu­ells­ten Pluginversionen, in den neue Funktionen zur Verfügung gestellt und Fehler beho­ben wer­den) nut­zen zu kön­nen, sollte Confluence einen aktu­el­len Stand haben.

Jedoch kön­nen Plugins auch das Update eines Confluence System blo­ckie­ren – manch­mal aktua­li­sie­ren Pluginhersteller ihre Plugins nicht für die neus­ten Versionen von Confluence. In letz­ter Zeit ist das ins­be­son­dere mit der Veröffentlichung von Confluence 4.0 pas­siert. Aufgrund der umfang­rei­chen Änderungen in Confluence ist es für die Pluginhersteller sehr auf­wen­dig diese Version zu unter­stüt­zen. Das User Profile Plugin und das Subspace Plugin von Communardo ste­hen aber für Confluence 4.0 und sehr bald auch für Confluence 4.1 zur Verfügung.

Auswahl der Version für ein Update von Confluence

Meiner Meinung nach ist es für viele Firmen zu auf­wen­dig auf jede Hauptversion von Confluence zu aktua­li­sie­ren. Wenn aber zu viele Hauptversionen zwi­schen der genutz­ten Version und der Version für das Update lie­gen, stei­gen die Aufwende und die Komplexität eines Updates stark an. Aus der Erfahrung her­aus scheint ein Update auf jede zweite oder dritte Confluence Version eine gute Option zu sein (z.B. ein Update von Confluence 3.0 auf 3.2 oder 3.3, und dann auch Confluence 3.5) Die Entscheidung wie der Updaterythmus des eige­nen Systems aus­sieht hängt von vie­len Faktoren ab (z.B. Roadmap von Atlassian, Anpassungen des eige­nen Confluence und instal­lierte Plugins, Kritikalität der Anwendung, Kapazität für das Update und wei­tere).

Für Systeme, deren Verfügbarkeit kri­tisch ist für das Unternehmen, ist es wei­ter­hin sinn­voll, nicht auf eine Version x.y.“0“ (z.B. 4.1) zu aktua­li­sie­ren, son­dern auf eine Version x.y.1 oder x.y.2 (im Beispiel 4.1.2) zu war­ten, in denen die Fehler (durch die neuen Funktionalitäten) beho­ben wur­den.

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