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Atlassian erweitert sein (JIRA) Portfolio

JIRA Portfolio LogoAtlassian begab sich auf Einkaufstour und ergänzte die Riege der eige­nen Add-Ons für JIRA mit JIRA Portfolio. Lesen Sie im Folgenden über die Einsatzgebiete, Funktionen und Möglichkeiten.

Bisher erfolgte die Planung von Projekten in Excel, MS Project oder ande­ren Projektmanagementwerkzeugen und die Abarbeitung in JIRA. Der resul­tie­rende Medienbruch zwi­schen Planung und Realisierung konnte durch Plugins oder manu­elle Synchronisation über­wun­den wer­den – schön ist bei­des nicht. In diese Problematik springt JIRA Portfolio und bringt die Projektplanung direkt ins JIRA.

Plan, Backlog, People, Releases

Ein Plan besteht aus Backlog, People und Releases. Ein Plan kann pro­jekt­über­grei­fend sein, ist in sich geschlos­sen und die zen­trale Anlaufstelle für die Nutzer.

Man kann sich einen Plan ana­log zu einem Board in JIRA Agile vor­stel­len.

Backlog

Hier wer­den alle Aufgaben ver­wal­tet, die inner­halb des Plans umzu­set­zen sind. Es ist eine drei­stu­fige Hierarchie vor­ge­se­hen:

JIRA Portfolio Backlog

  • Initiative
  • Epic
  • Story

Zu jedem Backlog-Element kann ein Aufwand hin­ter­legt (in Stunden oder Tagen) und ein JIRA-Issue ver­knüpft wer­den.

People

Unter People wer­den Teams und Fähigkeiten ver­wal­tet. Ein Team besteht aus meh­re­ren Personen. Ist eine Person (noch) nicht in JIRA als Nutzer ver­füg­bar, kann ein Dummy ange­legt wer­den. Für jede Person kön­nen Abwesenheitszeiten, Arbeitszeiten im Team (z.B. 4 Stunden pro Tag) und Fähigkeiten ver­wal­tet wer­den. Die Fähigkeiten sind in Phasen unter­glie­dert und frei kon­fi­gu­rier­bar.

Da wie oben beschrie­ben ein Plan für sich selbst steht, ist die Konfiguration von Team, Phasen und Fähigkeiten in jedem neuen Plan zu wie­der­ho­len.

Releases

Hier ste­hen die ein­zel­nen Namen und/oder Nummern, denen Elemente aus dem Backlog zuge­ord­net wer­den kön­nen. Jedes Release kann dabei ein fes­tes oder varia­bles Enddatum besit­zen.

Planung

Sind die Backlogeinträge, Aufwände, Releases, Teams und Fähigkeiten gepflegt, berech­net Portfolio die opti­male Abarbeitungsreihenfolge der Aufgaben. Dabei wer­den ver­schie­dene Kriterien berück­sich­tigt:

  • Rang des Elements im Backlog
  • Vorgänger- und Nachfolgerregelung von Backlogeinträgen
  • Zeitigster Start der Elemente im Backlog
  • Fixe Enddaten bei Releases
  • Reihenfolge der Phasen
  • Verfügbarkeit der not­wen­di­gen Fähigkeiten

 Als Resultat ent­steht ein Ablaufplan mit der opti­ma­len Reihenfolge der Abarbeitung.

JIRA Portfolio Ablaufplan

Im bes­ten Fall ist der Balken am unter Rand durch­gän­gig grün. Damit wird signa­li­siert, dass alle Kriterien erfüllt wer­den konn­ten. Sollte ein fes­tes Release Datum geris­sen wer­den, so wird dies durch einen roten Balken signa­li­siert.

Fazit

Man merkt deut­lich, dass es sich nicht um ein ori­gi­nä­res Atlassian-Produkt han­delt. In der doch recht frü­hen Version sind schon viel zu viele Funktionen umge­setzt. Man denke hier nur an die ers­ten Versionen der Rapid/Agile Boards…

Nichtsdestotrotz feh­len noch wich­tige Elemente, an denen Atlassian zur Zeit mit Hochdruck arbei­tet. Ganz oben auf der Wunschliste ste­hen z.B.

  • die Synchronisation mit JIRA Agile,
  • Planung mit Story Points oder eine
  • Verkettung von Portfolio Releases mit JIRA Versionen

Tipps & Tricks

Komplexität: Wann sollte ich mit mehreren Plänen arbeiten?

Es gibt – wie bei den Boards von JIRA Agile – keine über­grei­fende Konfiguration in JIRA Portfolio. Alles wird inner­halb einen Plans ver­wal­tet und steht auch nur dort zur Verfügung. Es soll­ten daher nur Elemente inner­halb eines Plans ver­wal­tet wer­den, die auch in Abhängigkeit zuein­an­der ste­hen:

  • sind zwei Produkte abhän­gig von­ein­an­der -> ein Plan
  • Teams arbei­ten zusam­men -> ein Plan
  • zwei Abteilungen haben keine Schnittmengen -> getrennte Pläne

Je mehr Elemente inner­halb eines Plans ver­wal­tet wer­den, desto kom­ple­xer die Handhabung. Daher die Grundregel: So ein­fach wie mög­lich, so kom­plex wie nötig.

Wording: Ich habe keine Initiativen – bei mir sind das Projekte.

Portfolio nomenclatureSollten die ver­wen­de­ten Namen der ein­zel­nen Elemente ein Hindernis bei der Evaluierung dar­stel­len, so hat kann über die URL <base-url>/secure/PortfolioNomenclature.jspa eine Anpassung vor­ge­nom­men wer­den.

Es han­delt sich um ein so genann­tes dark fea­ture. Das bedeu­tet, dass es in den nächs­ten Versionen wie­der aus­ge­baut oder auch offi­zi­ell frei­ge­ge­ben wird.

 

Hinweis: Am 20.11. wird es zu JIRA Portfolio ein kos­ten­freies Webinar gemein­sam mit Martin Suntinger (Principal Product Manager bei Atlassian) geben!

Jetzt kos­ten­frei anmel­den

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