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Atlassian veröffentlicht JIRA 7.3 & Service Desk 3.3

Das Release von Atlassian JIRA 7.3 & Service Desk 3.3 kommt mit einigen Neuerungen. Wir haben die wichtigsten Funktionen zusammengefasst.

Atlassian JIRA Service Desk 3.3 und JIRA 7.3 Release

Genau 133 Tage sind ver­gan­gen seit­dem Atlassian im letz­ten Jahr das zweite große Release für JIRA 7 an den Start brachte. Jetzt hat der Hersteller der Software neue Funktionen für die JIRA Familie ver­öf­fent­licht. Mit JIRA Core und JIRA Software in den Versionen 7.3 erhält auch der JIRA Service Desk einige Verbesserungen in der Version 3.3.

Wir haben uns diese ange­se­hen und stel­len Ihnen hier die wich­tigs­ten Neuerungen vor.

JIRA Core 7.3

Einige der Neuerungen sind durch Anfragen der Nutzer hin­zu­ge­kom­men. Das sollte bei die­sem Release die Akzeptanz stei­gern. Beispielsweise haben Administratoren nun die Wahl, wel­che Add-ons beim Starten des Systems akti­viert oder deak­ti­viert sind. Des Weiteren ist der Rich-Text-Editor, der bis­her als Atlassian Labs Funktion vor­han­den war, aus den Kinderschuhen raus und nun als Standardfunktion ver­füg­bar. Außerdem erhal­ten Projektadministratoren mehr Berechtigungen im System. Diese stel­len wir Ihnen im Folgenden vor.

Erweiterter Start einer JIRA Instanz

Der Start von JIRA besitzt nun zwei neue Startprozeduren:

  1. JIRA-Installation/-Upgrade
  2. Start ohne Add-ons

Mit Hilfe des Modus' für Installation/Upgrade muss das System nach einer Installation oder einem Upgrade vom Administrator bewusst gestar­tet wer­den. Dieser Schritt ist not­wen­dig, um die Integration mit dem Amazon Web Service (AWS) zu errei­chen. Weiterhin ist der Service für eine ein­fa­che Skalierung des Systems mit­tels Datacenter verwendbar.

Für den Start ohne Add-ons kön­nen fol­gende Befehle in die Startskripte der Software ein­ge­fügt werden:

  1. --disable-all-addons (or /disablealladdons for Windows users)
  2. --disable-addons=<addon keys> or (/disableaddons=<addon keys> for Windows users)

Somit ist es nun ein­fa­cher, Probleme im System zu erken­nen oder sogar feh­ler­hafte Systeme zu star­ten, wenn der Fehler durch ein Add-on aus­ge­löst wurde.

Neue Berechtigungen für Projektleiter

Der Projektleiter hatte bis­her recht wenige Möglichkeiten, selbst an der Projektkonfiguration Änderungen vorzunehmen.

Atlassian JIRA Serivice Desk workflowInzwischen kann der Projektleiter den Workflow sei­nes Projektes bear­bei­ten. Dafür darf der Workflow weder in einem ande­ren Projekt genutzt wer­den, noch als JIRA Standardworkflow fun­gie­ren. Außerdem sind nicht alle Funktionen ver­füg­bar, die der JIRA Administrator bei der Bearbeitung eines Workflows besitzt.

Damit der Projektleiter den Status nut­zen kann, muss er bereits im System exis­tie­ren. Daher ist es nicht mög­lich, selbst einen neuen Status anzu­le­gen. Ebenso bleibt das Löschen vor­han­de­ner Status dem Administrator vor­be­hal­ten. Zudem kön­nen Statusübergänge gelöscht oder neu erstellt wer­den. Jedoch gibt es auch dabei Einschränkungen. Davon aus­ge­nom­men sind die Bildschirmmaske am Übergang, Bedingungen, Folgefunktionen oder Eigenschaften.

Zur Identifizierung von Änderungen betrof­fe­ner Projekte bie­tet Atlassian ein Skript für Administratoren an, das die Überprüfung vereinfacht.

Rich-Text-Editor

Im Standard ist der bereits aus JIRA 7.2 bekannte Editor nun akti­viert. Dadurch dür­fen die Nutzer nun immer selbst ent­schei­den, ob sie den Text Editor oder den visu­el­len Editor ver­wen­den. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, die­sen Editor für alle Nutzer zu deaktivieren.

JIRA Software 7.3

Zusätzlich zu den bereits erwähn­ten Neuerungen gibt es für JIRA Software wei­tere inter­es­sante Funktionen.

Data Center single sign-on

Bereits im ver­gan­ge­nen Oktober hatte Atlassian ein Add-on prä­sen­tiert, mit dem das JIRA Software Data Center das SAML Single Sign-on nut­zen konnte. Mit der neuen Version besteht nun auch die Möglichkeit, eine Verbindung zu Identity Providern (IdP) her­zu­stel­len. Somit wird der Nutzer dabei ent­las­tet, sich immer wie­der seine Passwörter mer­ken und diese in jede Applikation erneut ein­ge­ben zu müssen.

Data Center zero downtime upgrades

Bei den Data Center Versionen gibt es jetzt die "zero down­time". Im Falle eines Upgrades kön­nen damit unter­schied­li­che Versionen auf den ein­zel­nen Knoten im Verbund arbei­ten. Dadurch erfolgt die Aktualisierung der Knoten einer nach dem Anderen, wäh­rend das System wei­ter­hin erreich­bar bleibt. Einzige Einschränkung bil­den hier die Systeme im Amazon Web Service (AWS). Für diese ist die Funktion nicht verfügbar.

Atlassian geht in die­ser Version also aus­schließ­lich auf die Data Center Versionen ein. Neue Funktionen für JIRA Software wer­den in die­ser Version nicht bereitgestellt.

JIRA Service Desk 3.3

Der JIRA Service Desk erhält hin­ge­gen wei­tere nütz­li­che Funktionen wie anpass­bare E‑Mails, Gruppierung von Kunden oder eine Sprachauswahl für die Nutzer des Portals. Dies sind Funktionen, die aus Kundenwünschen ent­stan­den sind.

Gruppierung von Kunden

Kunden kön­nen nun ihren Unternehmen zuge­ord­net wer­den. Somit sind fol­gende Aufgaben möglich:

  • Anfragen in allen Projekten erstel­len, die für das Unternehmen frei­ge­schal­tet sind
  • Übersicht aller vom Unternehmen ein­ge­stell­ten Anfragen über den Bereich "Meine Anfrage"
  • Benachrichtigungen von allen Anfragen des Unternehmens erhalten
  • Anfragen mit ihrem Unternehmen teilen

Als Mitglied des Service Desk Teams kann man die Kunden Ihren Unternehmen zuordnen.

Außerdem gibt es Änderungen und Umbenennungen in der Administration sowie neue JQL-Abfragen, um Warteschlangen, SLAs und Berichte zu erstellen:

JIRA Service Desk 3.3. Release Notes Atlassian Documentation Query JQL Administration SLA Bericht

Individuelle Anpassung von E‑Mail Benachrichtigungen

In der Administration gibt es einen neuen Menüpunkt für die Bearbeitung der Kundenbenachrichtigungen. Hier kön­nen die Benachrichtigungen im Projekt ange­passt wer­den. Dazu zäh­len fol­gende Möglichkeiten:

customer notifications JIRA Atlassian Project setting

  • Erstellung eige­ner Automatismen und Versandstrategien für indi­vi­du­elle Benachrichtigungen
  • Änderung der Betreffzeile und des Inhalts einer Mail
  • Hinzufügen eines eige­nen Designs über Markdown Formatierung
  • Verwaltung von Sprachen und Übersetzungen

 

 

Zum Schluss noch eine Änderung für alle mehr­spra­chi­gen Systeme: In Kürze wird es ein Update geben, mit dem JIRA auch die chi­ne­si­sche Sprache unterstützt.

23. Januar 2017

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