Communardo Software GmbH, Kleiststraße 10 a, D-01129 Dresden

Atlassian veröffentlicht JIRA 7.3 & Service Desk 3.3

Das Release von Atlassian JIRA 7.3 & Service Desk 3.3 kommt mit einigen Neuerungen. Wir haben die wichtigsten Funktionen zusammengefasst.

Atlassian JIRA Service Desk 3.3 und JIRA 7.3 Release

Genau 133 Tage sind ver­gan­gen seit­dem Atlassian im letz­ten Jahr das zweite große Release für JIRA 7 an den Start brachte. Jetzt hat der Hersteller der Software neue Funktionen für die JIRA Familie ver­öf­fent­licht. Mit JIRA Core und JIRA Software in den Versionen 7.3 erhält auch der JIRA Service Desk einige Verbesserungen in der Version 3.3.

Wir haben uns diese ange­se­hen und stel­len Ihnen hier die wich­tigs­ten Neuerungen vor.

JIRA Core 7.3

Einige der Neuerungen sind durch Anfragen der Nutzer hin­zu­ge­kom­men. Das sollte bei die­sem Release die Akzeptanz stei­gern. Beispielsweise haben Administratoren nun die Wahl, wel­che Add-ons beim Starten des Systems akti­viert oder deak­ti­viert sind. Des Weiteren ist der Rich-Text-Editor, der bis­her als Atlassian Labs Funktion vor­han­den war, aus den Kinderschuhen raus und nun als Standardfunktion ver­füg­bar. Außerdem erhal­ten Projektadministratoren mehr Berechtigungen im System. Diese stel­len wir Ihnen im Folgenden vor.

Erweiterter Start einer JIRA Instanz

Der Start von JIRA besitzt nun zwei neue Startprozeduren:

  1. JIRA-Installation/-Upgrade
  2. Start ohne Add-ons

Mit Hilfe des Modus' für Installation/Upgrade muss das System nach einer Installation oder einem Upgrade vom Administrator bewusst gestar­tet wer­den. Dieser Schritt ist not­wen­dig, um die Integration mit dem Amazon Web Service (AWS) zu errei­chen. Weiterhin ist der Service für eine ein­fa­che Skalierung des Systems mit­tels Datacenter verwendbar.

Für den Start ohne Add-ons kön­nen fol­gende Befehle in die Startskripte der Software ein­ge­fügt werden:

  1. --disable-all-addons (or /disablealladdons for Windows users)
  2. --disable-addons=<addon keys> or (/disableaddons=<addon keys> for Windows users)

Somit ist es nun ein­fa­cher, Probleme im System zu erken­nen oder sogar feh­ler­hafte Systeme zu star­ten, wenn der Fehler durch ein Add-on aus­ge­löst wurde.

Neue Berechtigungen für Projektleiter

Der Projektleiter hatte bis­her recht wenige Möglichkeiten, selbst an der Projektkonfiguration Änderungen vorzunehmen.

Atlassian JIRA Serivice Desk workflowInzwischen kann der Projektleiter den Workflow sei­nes Projektes bear­bei­ten. Dafür darf der Workflow weder in einem ande­ren Projekt genutzt wer­den, noch als JIRA Standardworkflow fun­gie­ren. Außerdem sind nicht alle Funktionen ver­füg­bar, die der JIRA Administrator bei der Bearbeitung eines Workflows besitzt.

Damit der Projektleiter den Status nut­zen kann, muss er bereits im System exis­tie­ren. Daher ist es nicht mög­lich, selbst einen neuen Status anzu­le­gen. Ebenso bleibt das Löschen vor­han­de­ner Status dem Administrator vor­be­hal­ten. Zudem kön­nen Statusübergänge gelöscht oder neu erstellt wer­den. Jedoch gibt es auch dabei Einschränkungen. Davon aus­ge­nom­men sind die Bildschirmmaske am Übergang, Bedingungen, Folgefunktionen oder Eigenschaften.

Zur Identifizierung von Änderungen betrof­fe­ner Projekte bie­tet Atlassian ein Skript für Administratoren an, das die Überprüfung vereinfacht.

Rich-Text-Editor

Im Standard ist der bereits aus JIRA 7.2 bekannte Editor nun akti­viert. Dadurch dür­fen die Nutzer nun immer selbst ent­schei­den, ob sie den Text Editor oder den visu­el­len Editor ver­wen­den. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, die­sen Editor für alle Nutzer zu deaktivieren.

JIRA Software 7.3

Zusätzlich zu den bereits erwähn­ten Neuerungen gibt es für JIRA Software wei­tere inter­es­sante Funktionen.

Data Center sin­gle sign-on

Bereits im ver­gan­ge­nen Oktober hatte Atlassian ein Add-on prä­sen­tiert, mit dem das JIRA Software Data Center das SAML Single Sign-on nut­zen konnte. Mit der neuen Version besteht nun auch die Möglichkeit, eine Verbindung zu Identity Providern (IdP) her­zu­stel­len. Somit wird der Nutzer dabei ent­las­tet, sich immer wie­der seine Passwörter mer­ken und diese in jede Applikation erneut ein­ge­ben zu müssen.

Data Center zero down­time upgrades

Bei den Data Center Versionen gibt es jetzt die "zero down­time". Im Falle eines Upgrades kön­nen damit unter­schied­li­che Versionen auf den ein­zel­nen Knoten im Verbund arbei­ten. Dadurch erfolgt die Aktualisierung der Knoten einer nach dem Anderen, wäh­rend das System wei­ter­hin erreich­bar bleibt. Einzige Einschränkung bil­den hier die Systeme im Amazon Web Service (AWS). Für diese ist die Funktion nicht verfügbar.

Atlassian geht in die­ser Version also aus­schließ­lich auf die Data Center Versionen ein. Neue Funktionen für JIRA Software wer­den in die­ser Version nicht bereitgestellt.

JIRA Service Desk 3.3

Der JIRA Service Desk erhält hin­ge­gen wei­tere nütz­li­che Funktionen wie anpass­bare E-Mails, Gruppierung von Kunden oder eine Sprachauswahl für die Nutzer des Portals. Dies sind Funktionen, die aus Kundenwünschen ent­stan­den sind.

Gruppierung von Kunden

Kunden kön­nen nun ihren Unternehmen zuge­ord­net wer­den. Somit sind fol­gende Aufgaben möglich:

  • Anfragen in allen Projekten erstel­len, die für das Unternehmen frei­ge­schal­tet sind
  • Übersicht aller vom Unternehmen ein­ge­stell­ten Anfragen über den Bereich "Meine Anfrage"
  • Benachrichtigungen von allen Anfragen des Unternehmens erhalten
  • Anfragen mit ihrem Unternehmen teilen

Als Mitglied des Service Desk Teams kann man die Kunden Ihren Unternehmen zuordnen.

Außerdem gibt es Änderungen und Umbenennungen in der Administration sowie neue JQL-Abfragen, um Warteschlangen, SLAs und Berichte zu erstellen:

JIRA Service Desk 3.3. Release Notes Atlassian Documentation Query JQL Administration SLA Bericht

Individuelle Anpassung von E-Mail Benachrichtigungen

In der Administration gibt es einen neuen Menüpunkt für die Bearbeitung der Kundenbenachrichtigungen. Hier kön­nen die Benachrichtigungen im Projekt ange­passt wer­den. Dazu zäh­len fol­gende Möglichkeiten:

customer notifications JIRA Atlassian Project setting

  • Erstellung eige­ner Automatismen und Versandstrategien für indi­vi­du­elle Benachrichtigungen
  • Änderung der Betreffzeile und des Inhalts einer Mail
  • Hinzufügen eines eige­nen Designs über Markdown Formatierung
  • Verwaltung von Sprachen und Übersetzungen

 

 

Zum Schluss noch eine Änderung für alle mehr­spra­chi­gen Systeme: In Kürze wird es ein Update geben, mit dem JIRA auch die chi­ne­si­sche Sprache unterstützt.

23. Januar 2017

Pin It on Pinterest