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7. World Usability Day in Dresden - Ton, Test, Teach and Touch

Logo des World Usability DaysDer 7. World Usability Day stand ges­tern in Dresden ganz im Zeichen von Ton, Test, Teach and Touch.

Dr. Ercan Altinsoy ver­setzte uns gleich zu Beginn in posi­tive Schwingungen mit sei­nem Vortrag zu mul­ti­sen­so­ri­schem Produktdesign. Akustische Aha-Effekte konn­ten anschlie­ßend im "Multimedialen Messlabor" dann auch gleich selbst erhört wer­den.

Dass Usability-Tests Software erfolg­rei­cher machen und dabei nicht teuer oder lang­wie­rig sein müs­sen, stell­ten Anja Endmann von itCampus Leipzig und Daniel Chudoba von Digitalwert in Dresden unter Beweis. Einen Blick hin­ter die Kulissen des Eye-Trackings konnte man anschlie­ßend im Blickbewegungslabor der TU Dresden erha­schen.

"Touch me" hieß es im Multitouch- und Gestenlabor des Lehrstuhls für Mediengestaltung. Per Overhead-Projektor wur­den dort his­to­ri­sche Gemälde in den Hohlraum einer Pyramide pro­ji­ziert um Raum begreif­ba­rer zu machen. Am Kinect-bestückten Spieltisch war Handauflegen sehr erwünscht. Durch Eindrücken der bespann­ten Oberfläche lie­ßen sich weiße Kreise spie­le­risch leicht an einem Ort sam­meln und durch Hochziehen wie­der in alle Richtungen ver­tei­len. Praktische Anwendung fin­det diese drei­di­men­sio­nale Touch-Technik zum Beispiel in der Medizin. "Beeindrückend" ein­fach kann man so durch die ver­schie­de­nen Schichten des mensch­li­chen Körpers navi­gie­ren.

"Finden statt Suchen" ermög­licht ein wei­te­res Projekt der wis­sen­schaf­ti­chen Mitarbeiter. Dabei wer­den rie­sige Datenmenge durch die Filterung via Tags auf ein über­schau­ba­res Maß redu­ziert. Seine künst­le­ri­schen Fähigkeiten stellte Marius Brade, Mitgestalter des Runden Tisches für Technische Visualistik, anschau­lich auf sei­nem Tablet unter Beweis. Die Idee: Ein Bild sagt mehr als tau­send Worte. Wenn's mal schnell gehen soll nimmt man in Zukunft ein­fach sein Tablet, schreibt und zeich­net gewon­nene Erkenntnisse wie auf ein Blatt Papier, umrahmt zusam­men­ge­hö­rige Dinge und spei­chert skiz­zierte neue Kontakte ein­fach im Adressbuch. Der col­la­bo­ra­tive Aspekt ist dabei auch durch die schi­cke Handschrifterkennung der Punkt auf dem i und für viele Firmen schon jetzt ein Must-Have. Tablets in Whiteboard-Größe oder Whiteboards mit Touch-Funktion sind dann nur noch eine Frage der Zeit. Dadurch würde auch der "leben­den Wand" von Basian Hahn tat­säch­lich Leben ein­ge­haucht wer­den. Er sprach vie­len Anwesenden mit sei­nem Erfahrungsbericht aus dem Herzen, dass Usability-Experten zwar in Unternehmen ange­kom­men sind, beim Softwareentwicklungsprozess jedoch lange auf der Ersatzbank sit­zen und erst in den letz­ten Minuten mit­spie­len dür­fen.

Dass Usability für jeder­mann jeder­zeit von gro­ßer Bedeutung ist, umrahm­ten Josefine Brödner mit ihrem klei­nen Exkurs in die Entstehungsgeschichte des Usability-Begriffes und der Din Norm 9241, Dr. Christian Wölfel mit sei­nem Plädoyer für die Nutzung von Personas als Usability-Werkzeug (ein Thema, wel­ches bei unse­rem letz­ten YUXX-Treffen in der grü­nen Ecke für viel Gesprächsstoff sorgte und hohen Anklang fand) und Stefan Schmidt, der sie­ben Prinzipien auf­zeigte wodurch Design zu "Universal Design" und somit für ALLE zugäng­lich wird.

Leider ist das Weiterbildungs­an­ge­bot zum Usability Engineer noch sehr rar in Deutschland. Eine berufs­be­glei­tende Weiterbildung bie­tet die Hochschule Deggendorf an und wurde von Dr. Martina Reitmaier vor­ge­stellt. Außerdem gibt es noch ein Angebot des FIT Fraunhofer und der artop GmbH in Berlin.

Mit sei­ner ange­nehm elo­quen­ten Art führte Sander Münster vom Medienzentrum der TU durch das Programm des 7. World Usability Days in Dresden. Die per­fekte Organisation sowohl im Vorfeld als auch am gest­ri­gen Tag  ver­dan­ken wir Josefine Brödner. Bei lecke­ren Kuchen, Keksen und beleg­ten Brötchen konn­ten man am Ende eines erfolg­rei­chen Tages noch der Podiumsdiskussion über "Usability, User Experience, Barrierefreiheit – Forschung, Praxis, Perspektiven" lau­schen, abschlie­ßende Erkenntnisse sam­meln und wert­volle Kontakte knüp­fen.

Herzlichen Dank!

Hier gehts zum User Experience Network Saxony – YUXX bei XING

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