Jira als PSA-Tool & Projektmanagement-Plattform: Erfahrungen bei REMIRA

Skalierbare Effizienz mit ERP-Integration für umfangreiche Projektorganisation beim Software-Anbieter für den Handel

Was bedeutet PSA?

Wie passt Jira als PSA-Tool in moderne Projektorganisationen?

PSA ist die Abkürzung für Professional Service Automation. Es umfasst Software-Tools, die vor allem projektbasierte Dienstleistungsunternehmen dabei unterstützen, ihre Services planbar, abrechenbar und wirtschaftlich steuerbar zu machen. In Abgrenzung zu Software für Projektmanagement geht es bei PSA nicht nur um Aufgaben und Deadlines, sondern auch um die wirtschaftliche Steuerung.

Typische Funktionen eines PSA-Tools:

  • Zeitenerfassung & Leistungserfassung
  • Ressourcen- & Workload-Management
  • Projektcontrolling mit Forecasts
  • Budgetüberwachung
  • ERP-gekoppelte Projektsteuerung
  • Reporting & Margenbetrachtung

Immer häufiger wird Jira nicht nur für operative Steuerung im Projektmanagement, sondern als PSA Tool eingesetzt. Insbesondere in Professional Services, wo Anpassungen und Automatisierungen wichtig sind, ist Jira als PSA-Lösung eine sehr gute Wahl. 

PSA vs. klassisches Projektmanagement

Jira vs. andere PSA Tools

Vergleich PSA-Tools vs. ERP-Module vs. Jira

Wir geben hier eine kurze, neutrale Marktbetrachtung. Denn es gibt viele Angebote mit verschiedenen Ansätzen:

  1. Spezialisierte PSA Systeme (z. B. Kimble, Scoro, Mavenlink)
  2. ERP-nahe Projektmodule (z. B. SAP PS)
  3. Klassische Projektmanagement Tools (z. B. Monday)
  4. Plattformbasierte Lösungen wie eben Jira oder Angebote von Microsoft, Salesforce oder SAP 

Es kommt also bei der Wahl darauf an, welche Bedürfnisse das Unternehmen hat. Bei komplexen Projektorganisationen bietet sich Jira als PSA-Tool sehr gut an, da es bei Flexibilität und den Integrationen im Vorteil ist.

REMIRA-Use-Case: Jira als Lösung für Projektmanagement & PSA

Ausgangssituation: Projektmanagement ohne durchgängige ERP-Anbindung

Jira als PSA-Tool Erfahrungen

Mit seinem starken Unternehmenswachstum wollte REMIRA seine Systeme professionalisieren. Nachdem das Software-Unternehmen sein ERP-System eingeführt hatte, konnte es durch das PSA-System folgende Probleme lösen:

  • Aufwändige Zeiterfassung 
  • Händische Verbindung zwischen Projektarbeit und ERP
  • uneinheitliches Projektmanagement-Tooling in der Kundenzusammenarbeit 

Lösungsentscheidung: Jira als PSA-Lösung mit ERP-System verbinden

Jira im Projektmanagement

Das operative Projektmanagement sollte mit der kaufmännischen Steuerung verbunden werden. Das Projektteam hatte eine detaillierte Anforderungsliste sowohl für die Automatisierungs-Funktionen im ERP als auch für Features in den Bereichen Projektmanagement, Ressourcenmanagement, Projektcontrolling, Reporting sowie bei Zeit- und Leistungserfassung. 

Zeiterfassung direkt im Projekt – mit Übergabe ins ERP

Offene Architektur für Integrationen

Projektplanung mit Timelines, Ressourcen & Gantt

Multi-Projekt- & Portfolio-Planung

Hohe Anpassbarkeit für komplexe Projektstrukturen

Nachdem das Team verschiedene Ansätze sowie Tools geprüft hatte, kristallisierte sich Jira von Atlassian als passendes PSA-Tool heraus. Denn es wird den umfangreichen Anforderungen als einziges in der Tiefe gerecht, wie REMIRA es braucht: sowohl aus operativer als auch kaufmännischer Sicht.

Dennis Dreibrodt, COO, REMIRA GmbH
Jira hat unsere umfangreiche Anforderungsliste erfüllt und ist nun flächendeckend im operativen Projektgeschäft im Einsatz.
Dennis Dreibrodt, COO, REMIRA GmbH

Verwendete Anwendungen

  • Communardo ist Partner von Tempo
  • BigPicture by Appfire als Erweiterung von Jira bietet eine leistungsstarke Lösung zur optimalen Verwaltung von Projekten und Ressourcen.

Systemarchitektur: Klare Rollenverteilung zwischen Jira & ERP

  1. ERP-System

    Oracle NetSuite bleibt das führende kaufmännische System

  2. Jira

    ist die operative Projektmanagement- und PSA-Plattform

  3. Projektmitarbeitende

    sind ausschließlich in Jira aktiv

  4. Automatisierte Übermittlung

    von Zeiten, Kostenstellen und Projektdaten von Jira ins ERP

Umsetzung: Ausbau von Jira zu PSA-Tool

Jira Kundenstory PSA Tool

Als Atlassian-Lösungspartner begleitete Communardo das Projekt von der Konzeption bis zum Rollout. Vor Projektstart erstellte Communardo ein umfangreiches Proof of Concept auf Basis der Anforderungsliste. Im laufenden Projekt lag dann der Fokus darauf, Jira mit den Erweiterungen als vollumfassendes Projektmanagement-Software zu konfigurieren und durch einen externen Partner mit dem ERP Oracle NetSuite zu verbinden.

Leistungen von Communardo im Überblick:

  • Strategische Beratung zur Jira PSA Integration
  • Workshops zur Anforderungsaufnahme
  • Laufende Projektbegleitung 
  • Konfiguration von Jira inkl. der Erweiterungen Tempo & BigPicture
  • Admin-Schulungen für nachhaltigen Betrieb
Tobias Dreßen von REMIRA schildert seine Erfahrung mit Commuanardo
Sowohl die technische Umsetzung als auch die enge Zusammenarbeit waren ausgezeichnet bei unserer Jira-Einführung. Communardo hat unsere Anforderungen wirklich verstanden, kritisch hinterfragt und in eine Lösung übersetzt, die exakt zu unserer Organisation passt. Gerade bei einem so zentralen Thema wie Projektmanagement und ERP-Integration war dieses Vertrauen entscheidend.
Tobias Dreßen, Project Manager | Consultant Service Operations, REMIRA GmbH

Jira als PSA-Lösung – die Mehrwerte

Next Steps: Ausbau zur Steuerungsplattform

Umsetzung von Automations und Portfoliomanagement

Nachdem REMIRA Jira eingeführt hat, sind nun die PSA-Funktionalitäten sowie grundlegende Projektmanagement-Funktionen in der Anwendung. Vor dem Launch schulte REMIRA die Projektmitarbeitenden in-house. Damit sind die Ansprechpersonen für Nachfragen schnell greifbar. Für tiefergehende Funktionen ist REMIRA bereit:

  • Automationen zur Effizienzsteigerung
  • Integration von Confluence für Projektdokumentation
  • Einführung von höherem Projekt- und Portfoliomanagement
  • Fokus auf Datenqualität als Grundlage für Steuerung

Damit ist deutlich, dass Jira bei REMIRA nicht nur ein Projektmanagement-Tool mit ERP- Anbindung ist, sondern sich zu einer zentralen Steuerungsplattform für Professional Services entwickelt. 

Für REMIRA ist bereits wenige Wochen nach Rollout klar, dass Jira als PSA-System, die optimale Wahl war. Als überzeugende Alternative zu klassischen PSA-Tools ist somit das Projektmanagement-Handling professionalisiert und weitere Integrationen sind möglich. 

Über unseren Kunden

PSA Datenanalyse & Reporting erledigt Remira mit Jira
  • REMIRA ist ein führender Anbieter von Softwarelösungen für Supply Chain Management, Bestandsoptimierung und Omnichannel-Strategien. 
  • Seit 1994 unterstützt REMIRA Unternehmen dabei, ihre Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette effizienter zu gestalten, Kosten zu senken und die Kundenzufriedenheit zu steigern. 
  • Das Portfolio umfasst Lösungen für Prognosen, Disposition, Bestandsmanagement und integrierte Planung.
  • REMIRA beschäftigt über 500 Mitarbeitende an über zehn Standorten in Europa. 

Bildnachweis: Das Copyright des Foto 1 liegt bei REMIRA. Wir bedanken uns bei der REMIRA für die freundliche Genehmigung.

FAQ zu Jira als PSA-Tool

Durchaus – gerade, wenn komplexe Anforderungen an eine PSA-Lösung gestellt werden, ist Jira sehr gut geeignet.
Während Jira meist für seine Stärke als Projektmanagement Software bekannt ist, ist es für viele Organisationen durch seine Anpassungsfähigkeit für andere Lösungen die Software der Wahl. Gerade in komplexen Projektorganisationen kann durch Konfigurationen und Erweiterungen Jira als leistungsfähige Enterprise PSA Lösung aufgesetzt werden. 

Jira ist kein klassisches PSA Tool out of the Box, dafür aber eine anpassbare Plattform, die sich besonders eignet, wenn:

  • Projekte der zentrale Umsatztreiber und damit Multi-Projekt- und Projektportfoliomanagement wichtig sind
  • Ressourcen- und Workload-Management transparent gesteuert werden sollen
  • Zeitenerfassung direkt im Projekt erfolgen muss
  • eine ERP-gekoppelte Projektsteuerung gewünscht ist
  • Individualisierung für Service-Projekt-Workflows statt Standardprozesse gefragt sind

Klassische PSA-Tools sind meist fertige Komplettlösungen, wobei Atlassian mit Jira einen Plattformansatz verfolgt. Der Unterschied liegt also in der Systemlogik. 

Klassische PSA Tools sind größtenteils standardisierte Komplettlösungen mit vordefinierten Prozessen, wie für Zeiterfassung, Ressourcenplanung, Projektcontrolling oder Abrechnung. Sie bieten schnelle Implementierung, aber begrenzte Anpassbarkeit.

Jira ist eine Plattform mit der:

  • Prozesse frei konfigurierbar sind
  • Workflows sich individuell gestalten lassen
  • Eine Integration Jira-ERP flexibel möglich ist
  • Agile und klassische Arbeitsmethoden kombiniert werden können

Während klassische PSA Tools meistens auf Abrechnung fokussiert sind, verbindet Jira als PSA Tool operatives Projektmanagement mit wirtschaftlicher Steuerung. Jira bietet als PSA-Tool mehr Anpassungsfähigkeit, mehr Integrationsoptionen – aber auch höhere Anforderungen an Konzeption und Governance. Dies wurde in dem PSA-Projekt bei Remira auf Basis von Jira vorab intensiv bedacht und die Consultants von Communardo haben im Projektverlauf dahingehend mit beraten. 

Die Integration von Jira und einem ERP erfolgt typischerweise über APIs oder Middleware-Lösungen. Meistens werden solche Daten synchronisiert:

  • Projektstrukturen
  • Zeit- und Leistungserfassung
  • Kostenstellen
  • Statusinformationen
  • Abrechnungsrelevante Daten

Bei der ERP-Integration bei REMIRA bleibt das ERP (Oracle NetSuite) führendes kaufmännisches System, während Jira als operative Projekt- und PSA-Plattform fungiert. Dieser Offset bietet wichtige Faktoren für den Erfolg

Eine gut geplante Jira ERP Integration für Dienstleistungsunternehmen wie REMIRA reduziert manuelle Übergaben und erhöht die Transparenz im Projektcontrolling.

Über APIs oder Middleware werden Zeiten, Projektstrukturen und Kostenstellen automatisiert in ein ERP-System übertragen. Für manche Systeme für Enterprise Ressource Planning sind auch Erweiterungen erhältlich. Bei dem Kundenprojekt von REMIRA hat ein spezialisierter Parnter Oracle NetSuite mit Jira verküpft. 

Erfolgversprechend ist es, wenn die Einführung von Jira als PSA Tool nicht als reines IT-Projekt gesehen wird, sondern die strategischen Entscheidungen mitgedacht werden. Denn ein PSA-Tool beeinflusst Projektorganisation, Ressourcensteuerung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Reporting-Strukturen. Ist die Projektsteuerung schon weit entwickelt, fallen Entscheidungen leicht. Ansonsten sollte das Projekt um die Weiterentwicklung der gesamten Projektsteuerung erweitert werden. 

Erfolgsfaktoren aus dem Projekt mit REMIRA waren:

  • Klare Anforderungsliste der Fachabteilungen bei REMIRA auf Basis von Zieldefinitionen
  • Proof of Concept von Communardo für offene Tool-Auswahl
  • Klare Prozesse waren Ausgang der Konfigurationen 
  • Frühzeitige ERP-Architekturdefinition (Rollenklärung)
  • Schulungskonzept für interne Multiplikatoren

Ein zentraler Mehrwert von Jira als PSA Tool liegt im Zusammenspiel von operativer Transparenz und wirtschaftlicher Steuerung. In Kombination mit einer ERP-Anbindung entsteht eine ERP-gekoppelte Projektsteuerung, bei der Projektleiter und Controlling mit konsistenten Daten arbeiten.

Mit entsprechender Konfiguration ermöglicht Jira:

  • Projektcontrolling auf Ticket-Ebene
  • Transparente Auslastungs- und Workload-Analysen
  • Budget- und Forecast-Tracking
  • Frühzeitige Erkennung von Abweichungen
  • Automatisierte Zeitenerfassung im Projektkontext

Führungskräfte und C-Level haben damit höhere Margentransparenz, fundierte Forecasts und belastbare Entscheidungsgrundlagen. 

Die Dauer einer Jira PSA Implementierung kann nicht standardmäßig bemessen werden, denn sie hängt stark von folgenden Faktoren ab:

  • Integrationsumfang
  • organisatorische Reife
  • Anzahl der Stakeholder
  • Komplexität der ERP-Integration

Als Orientierungsgröße können wir diese Zeitrahmen angeben:

  • Kleinere Setups ohne komplexe ERP-Integration: 3–4 Monate
  • Mittelgroße Organisationen mit ERP-Kopplung: 6–9 Monate
  • Enterprise-Umgebungen mit Multi-Projekt- und Portfolio-Fokus: 9–12 Monate

Bei REMIRA hat das PSA-Projekt vom technischen Projektstart bis zum Go live 6 Monate gedauert. Vorab wurden alle Anforderungen geklärt und die Tools kritisch geprüft. Wie es auch REMIRA handhabt, empfehlen wir, iterativ die PSA-Plattform weiterzuentwickeln. Nach den wichtigen Basis-Funktionalitäten führt REMIRA nach dem Go live und einer Eingewöhnungsphase für die Mitarbeitenden Automationen ein und wird danach Portfoliomanagement implementieren. 

Unser zufriedener Kunde

  • Remira GmbH

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