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Web Developer Conference München – Nachlese

Auf der Web Developer Conference in München drehte sich alles die Themen Angular und Progressive Web Apps (PWAs). Der Beitrag berichtet über Neuigkeiten mit dem Fokus auf PWAs.

Letzten Monat hatte ich das Vergnügen, einen Ausflug nach München zur Web Developer Conference machen zu können. Hier konnte ich aus meiner SharePoint-Filterblase mal einen Blick über den Tellerrand werfen.

Quelle: https://www.web-developer-conference.de/

In zwei Tracks drehten sich die Vorträge vor allem um die Themen Angular und Progressive Web Apps, wobei letzteres Thema meinen Fokus hatte. Der folgende Beitrag berichtet kurz von den Eindrücken.

Progressive Web Apps nehmen Fahrt auf

Progressive Web Apps (PWAs) sind mit nativen Apps auf Mobilgeräten vergleichbar, sind allerdings plattformübergreifend einsetzbar. Im Idealfall läuft also eine PWA auf iOS, Android und Windows, ohne dass plattformspezifische Anpassungen erforderlich wären. Das ist jedenfalls die (langsam in Reichweite rückende) Perspektive.

Eine beispielhafte Übersicht existierender PWAs findet sich hier: PWA rocks – prominente Exemplare sind Telegram oder der Spiele-Klon Progressive Web Flap.

Das Konzept der PWAs umfasst nicht nur die App-Funktionalität an sich, sondern auch Store-Elemente. In einer Manifest-Datei können Name, Beschreibung, Sprache etc. hinterlegt werden, also Informationen, die im Store sichtbar wären. Mittelfristig könnten damit Hersteller-Stores überflüssig werden.

Kerntechnologie der Progressive Web Apps sind Service Worker, die als eine Art lokaler Server agieren. Wenn innerhalb der App navigiert wird oder Daten abgerufen werden, dann kann der Service Worker diese Anfragen abfangen und bedienen. Damit lassen sich Offline-Fähigkeiten realisieren und Ladezeiten verringern.

Microsoft pusht das Thema ebenfalls und bietet umfangreiche Ressourcen zum Bau von PWAs für Windows 10.

Browser-Unterstützung beachten

Aktuell müssen – trotz angepeilter Plattformunabhängigkeit – die Plattformen noch beachtet werden. Die Verfügbarkeit verschiedener Basistechnologien lässt sich hier einsehen und für den eigenen Browser testen: Is Service Worker Ready?

Dabei fällt ganz klar auf: der Internet Explorer 11 ist raus. Das kann in kommenden Projekten ein weiteres Argument dagegen sein, den IE als Browser zu unterstützen. In allen anderen Browsern sieht die Basis gut aus.

Interessant war ein Vortrag zur Monetarisierung von PWAs. Hier wurde die Payment-Schnittstelle der Browser demonstriert, die in Edge, Chrome und Safari schon eingesetzt werden kann. Mit Hilfe einer solchen Schnittstelle ist es auch außerhalb von Stores möglich, Umsätze mit der App zu generieren.

Fazit

Es war interessant, einen Einblick in den aktuellen Stand der Webentwicklung mit Angular und Progressive Web Apps zu bekommen. Gerade letztere sollten man auf dem Schirm haben, wenn die Entwicklung einer App geplant wird. Darüber hinaus blieben große Überraschungen aus. Das allerdings ist vielleicht gar nicht so schlecht, da die Technologien so ein wenig Zeit zum Reifen haben. Und die fehlt häufig.

Achja und IE ist tot. Nehmt Edge.

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