Communardo Software GmbH, Kleiststraße 10 a, D-01129 Dresden
+49 (0) 351/850 33-0

Vorstellung des SpringSource dm Server

Vor einer Woche war es soweit. Die Tore der diesmal von Frank Anke (Saxonia Systems) gesponsorten 6. Java User Group in Sachsen öffneten sich und Eberhard Wolff von SpringSource konnte der bisher größten Teilnehmerschar der JUG Saxony (www.jugsaxony.org) das neue Produkt SpringSource dm Server vorstellen.

Vorstellung dm Server
Vorstellung dm Server

dm Server
In der Veranstaltung betonte Eberhard Wolff die Vorteile des dm Servers, die vor allem durch den Einsatz von OSGI in der Möglichkeit liegen, Applikationsmodule zur Laufzeit des Servers zu starten, zu stoppen und auszuwechseln. Durch den modularen Aufbau von Applikationen im dm Server ist es möglich, Teile der Applikation auszutauschen, nicht wie bisher üblich die gesamte Webapplikation selbst. Der dm Server selbst enthält dabei für den Einsatz in Enterprise Applikationen bereits Lösungen für Probleme, die im Einsatz von OSGI autreten können. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von Log4J in mehreren Modulen oder der Einsatz von Hibernate als Datasource.

Durch die Integration des Tomcat WebServers dürfte auch die Migration bestehender Applikationen ein Kinderspiel werden. Stufenweise ist es möglich, im ersten Schritt die in der Webapplikation vorhandenen Bibliotheken als OSGI Bundles zu nutzen und aus dem Deployment der WebApplikation zu entfernen. Durch diesen Schritt hat man bereits die Möglichkeit, Bibliotheken auszutauschen, ohne den Server neu starten zu müssen. SpringSource bietet zu diesem Zweck bereits ein Bundle Repository an, das OSGI-fähige OpenSource Bibliotheken aus dem Umfeld von Java und Spring enthält. Im zweiten Schritt lohnt es sich für solche Webapplikationen durch ein Refactoring geeignete Module herauszulösen und als OSGI Bundles zu deployen. Die Modularität der Applikationen und damit deren Wartbarkeit dürfte sich so wesentlich verbessern.

Ausblick
Neben der funktionalen Vorstellung des Servers, der die Brücke zwischen der Technologie OSGI und dem WebFramework Spring schließt, überzeugten auch die Themen, die in die Entwicklung des dmServers 2.0 eingeflossen sind. Hier sind vor allem die Integration des Applikationsgedanken über Plan Files in den OSGI  Container oder das Clonen von Bibliotheken zu nennen, mit dem der gleichzeitige Betrieb von Bibliotheken mit unterschiedlichen Abhängigkeiten möglich wird. Eberhard Wolff regte auch am Beispiel des Werkzeuges Bundlor, dass für das Management der Abhängigkeiten und die Erzeugung von OSGI Manifesten genutzt werden kann, den Austausch und Feedback über den Blog von SpringSource an.

Fazit
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Konzept des dm Servers überzeugend vorgestellt wurde. Alle, die bisher den Tomcat Webserver einsetzen, können mit geringen Migrationsaufwänden auf den dm Server wechseln und schrittweise die Vorteile ausnutzen. Auch in neuen Projekten sollte der Einsatz des dm Servers erwogen werden, da die Möglichkeiten zur Modularisierung von Applikationen erheblich verbessert werden.

In diesem Sinne: Viel Spass beim Ausprobieren. Jeder ist natürich herzlich willkommen, seine Erfahrungen hier als Kommentar zu posten.

Übrigens: Der Spring Source dm Server steht ab sofort in der Version 2.0 M1 zum Download zur Verfügung.

Kommentar hinterlassen


Pin It on Pinterest