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UI/UX-Grundlagen für Entwickler

… und andere Nicht-Designer lautete der etwas provokant formulierte Titel des heutigen Treffens der .NET Usergroup Dresden. Vortragender war Roland Weigelt, weder im UI- noch im Usergroup-Umfeld ein unbekanntes Gesicht.

Eigentlich könnte es doch ganz einfach sein:

Wenn da nicht ein kleines Problem wäre:

Anwender sind Menschen

…keine mobilen Bildverarbeitungssysteme!  😮

Aber immer schön der Reihe nach:

Im ersten Teil wurden grundlegende Konzepte für das UI-Design vorgestellt und dabei Prinzipien festgehalten, die Entwickler über Design wissen sollten:

  • Design erfüllt einen Zweck
  • Design weckt Emotionen
  • Es gibt kein „ohne Design“
  • Design ist nicht „die eine Idee“

Anschließend lernten wir die wichtigsten Gestaltgesetze kennen und daraus abgeleitet einige Richtlinien für das UI-Design. Mitgenommen habe ich mir, dass ein „brauchbares“ Design entstehen kann, wenn die Anforderungen an Ordnung (Ausrichtung, Abstände, Dominanz, Hierarchie), Balance und Konsistenz erfüllt sind uns dass Whitespace dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt.

Eigentlich alles ganz plausibel, oder? Doch da war es wieder – unser kleines Problem: der Mensch. Weil der eben keine Maschine ist, sondern ein Individuum mit all seinen Stärken und Schwächen, ist User Experience Design als ganzheitlicher Ansatz notwendig. Dieses brachte Roland uns im dritten Teil seines Vortrages nahe. Interessant fand ich, welche wichtige Rolle Psychologie dabei spielt.

Abschließend „5 Schritte zum Erfolg“:

  1. Welche Aufgabe soll der Anwender erledigen können? -> „Don’t make me think!“
  2. Wo soll der Anwender zuerst hinschauen? -> Beachten: Dominanz, Hierarchie – Whitespace!
  3. Was soll der Anwender (möglichst) wahrnehmen?
  4. Wovor könnte der Anwender Angst haben? -> Misserfolg, Ratlosigkeit, Datenverlust, „unfairer“ GUI
  5. Was macht Einsteiger schnell zu erfahrenen Anwendern? -> Tipps: mentales Modell steuern, für Konsistenz sorgen, zum Ausprobieren ermutigen

Natürlich gab es, in der Natur der Sache liegend, jede Menge Beispiele. Vielen Dank an Roland für die Bewusstseinserweiterung und Denkanstöße! Die Folien zum Vortrag können hier heruntergeladen werden.

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