Communardo Software GmbH, Kleiststraße 10 a, D-01129 Dresden
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Treffen der .Net Usergroup bei Communardo

Am 09.09.09 fand bei Communardo das erste Treffen der .Net Usergroup Dresden nach der Sommerpause mit über 20 Teilnehmern statt. Folgende Themen standen auf der Agenda:

  • Vortrag Silverlight 2.0 im Unternehmenseinsatz – Integration eines Prozess-Editors à la Visio in SharePoint von Kai-Uwe Gärtner
  • Vortrag Cloud Computing mit Windows Azure von Robert Mühsig
  • Erfahrungsaustausch Best (Worst) Practises in Projektmanagement / Softwareentwicklung

Derzeit sieht man viele Silverlight-Anwendungen, die vor allem auf die Demonstration der „Killer-Features“ von Silverlight (z.B. Deep Zoom) zielen. Wie sieht es nun aber mit einer „ernsthaften“, produktiven Anwendung aus? Kai-Uwe Gärtner stellte einen bei Communardo auf der Basis von AJAX und Silverlight entwickelten Prozess-Editor vor, der das Anzeigen und Bearbeiten einfacher Prozessdiagramme direkt im Browser ermöglicht und damit lokale Visio-Installationen überflüssig macht. In der Präsentation war zu erfahren, wie die Vorteile von Silverlight (Vektorgrafiken, Skalierbarkeit, Drag & Drop) mit denen von SharePoint (Versionierung, Berechtigungen, Veröffentlichung) kombiniert werden können. Außerdem wurde natürlich auf die technischen Details der Umsetzung und die Stolpersteine bei der Verwendung von Silverlight eingegangen.

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Robert Mühsig brachte uns in seinem Vortrag zu Windows Azure nahe, was Cloud Computing bringt und wie es funktioniert. Hauptthema war die Windows Azure Platform – hier wurden Fragen wie Storage, Rollen und Skalierbarkeit behandelt. Aber auch solche Punkte wie „Skalierbar denken & entwickeln“ wurden hinterfragt. Bei den Azure Services griff Robert vor allem SQL Azure sowie die .Net Services heraus. Allerdings wurde hier konstatiert, dass sich der Access Control Service und der Workflow Service derzeit noch in einem eher experimentellen Stadium befinden – einzig der Service Bus, welcher es unter anderem ermöglicht, verteilte Anwendungen zu schreiben, die über Firewall Grenzen hinweg miteinander kommunizieren können, scheint schon etwas ausgereifter zu sein.  Den Abschluss bildete ein Blick auf das (eher komplexe) Preismodell.

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Nach einem stärkenden Imbiss lieferte Oliver Guhr mit einer ausdrücklich nicht zur Nachahmung aufrufenden Präsentation zu „Worst Practises in der Softwareentwicklung“ den Einstieg in den Erfahrungsaustausch zu diesem Thema. Die „Tipps & Tricks“ zur Frage „Was muss man tun, um ein Projekt ganz sicher gegen den Baum zu fahren?“ ernteten viel Heiterkeit – aber manch einem blieb gelegentlich das Lachen auch im Halse stecken: kam einem der „Negativratschlag“ doch allzu bekannt vor… Die anschließende engagierte Diskussion zeigte, dass dieses Thema den Nerv vieler der anwesenden Entwickler traf und solche Begriffe wie Softwareentwicklungsprozess, Anforderungsmanagement, Code Quality, Testing, Refactoring oder „Programmiererehre“ keine Fremdworte in der Dresdner .Net-Entwicklergemeinde sind.

Als nach über 3 Stunden die letzten Teilnehmer aufbrachen, ging ein sehr interessanter und informativer Abend zu Ende. Die Slides zu den Präsentationen sind wie immer sicherlich bald auf den Seiten der .Net Usergroup Dresden zum Download verfügbar.

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