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Jira nun erstmals mit Android- und iOS-App

In diesem Blogbeitrag werden die neuesten Features von Jira Core & Software 8.2 und 8.3 sowie Jira Service Desk 4.2 und 4.3 zusammengefasst.

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Mit der aktuellsten Version von Jira können Mitarbeiter nun endlich ordentlich am Smartphone mit Jira arbeiten. Freuen Sie sich außerdem auf einige Performance-Verbesserungen und kleinere Design-Änderungen.

Jira (Core, Software, Service Desk)

Mobile Apps

Nachdem es für Jira Cloud schon seit über einem Jahr eine native Smartphone-App gibt, hat Atlassian nun auch für Jira Server nachgezogen. Die Mobile App für Android und iOS ist seit dieser Woche aus dem Beta-Stadium raus und für jeden im Google Play Store und Apple App Store verfügbar.

Zwar gab es schon in der Vergangenheit Drittanbieterlösungen – diese bedurften aber der Lizenzierung einer extra App aus dem Atlassian Marketplace. Die neue, offizielle App von Atlassian ist jedoch komplett kostenlos und auch standardmäßig integriert.

Im Folgenden einige der Funktionen, die Sie in der mobilen App nutzen können:

  • Vorgänge erstellen, bearbeiten, auf Boards verschieben
  • Vorgänge kommentieren, Kollegen erwähnen
  • Vorgänge auf Boards verfolgen sowie in verschiedene Status überführen
  • Mit Hilfe von Filtern schnell die passenden Inhalte, Vorgänge und Projekte suchen
  • Up-to-Date zu bleiben: Benachrichtungen als Push-Notifications erhalten

Um die Jira Server Mobile App zu verwenden, muss Ihr Unternehmen mindestens Jira 8.3 verwenden. Die Smartphones benötigen eine halbwegs aktuelle Version (Android 5.0 / iOS 12 oder neuer). Außerdem gibt es einige Voraussetzungen an die Infrastruktur (z. B. SSL-Verschlüsselung und Zugriffsmöglichkeit des Endgerätes zum Jira-Server). Zunächst wird Jira Service Desk in der Mobile App noch nicht unterstützt.

Kontaktieren Sie uns gern, wenn Sie an einer Live-Demo der Funktionen interessiert sind.

Neue Farben

Seit ca. einem Jahr werden Confluence und Jira immer mehr modernisiert. Das betrifft nicht nur funktionale Aspekte sondern auch das Design. In Jira 8.2 ändert sich nun das Aussehen der Status.

Am Auffälligsten ist die Änderung der drei für einen Status zur Verfügung stehenden Farben. Die Farbe für den Status von Vorgängen, die auf Bearbeitung warten, wurde von dunkelblau in beinahe dunkelgrau geändert. Gelb – die Farbe für in Bearbeitung befindliche Vorgänge – wurde in ein auffälliges blau geändert. Bei den grünen Status, welche Vorgänge verwenden wenn sie abgeschlossen sind, wurde der Farbton nur um Nuancen in ein etwas anderes Grün verändert.

Außerdem haben die Status in den Alternativvarianten nun einen Hintergrund statt einen hellen Rahmen. Aber sehen Sie selbst:

Gegenüberstellung der alten und neuen Statusfarben

Stabilität bei App-Updates

Das Updaten von Marketplace-Apps konnte in der Vergangenheit dazu führen, dass sich große Jira-Instanzen aufgehängt haben. Mit der neuen Version von Jira können Apps nun jederzeit geupdated werden, ohne dass Admins Bedenken bezüglich der Performance haben müssen.

Liste von benutzerdefinierten Änderungen nach Updates

Diese Verbesserung ist vor allem für technische Jira-Administratoren relevant:

Um benutzerdefinierte Server-Einstellungen nach Updates zu behalten, müssen Sie die Änderungen der alten Jira-Dateien nochmals auf die neuen übertragen. Mit der Version 8.3 zeigt Ihnen Jira nun, nach jedem Upgrade, eine Liste mit allen geänderten Dateien an, sodass Sie schnell und einfach die von Ihnen gewünschten Anpassungen vornehmen können. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, dass Sie mittels eines Vorausplanung die exakten Dateien sehen können. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass Sie vor einem Upgrade die benötigte Zeit für die Anpassungen besser einschätzen können. Außerdem können Sie so sicherstellen, dass keine der zu modifizierenden Änderungen vergessen werden.

Suchfilter für die Benutzerdefinierten Felder

Seit Jira 7.12 gibt es in der Konfiguration der Benutzerdefinierten Felder eine Suchbar. Nun lässt sich dort nicht mehr nur nach dem Namen, sondern auch nach Projekt, Vorgangstyp und Bildschirmmaske filtern.

Suchen Sie nach einem benutzerdefinierten Feld – wissen aber dessen genauen Namen nicht, ist es mit Jira 8.3 möglich dieses schnell zu finden. Dabei können Sie benutzerdefinierte Felder in der Administration nach Projekt, Typ und Screen filtern.

 

Screenshot der Benutzerdefinierte-Felder-Ãœbersicht mit Filterbuttons neben dem Suchfeld

 

Content Delivery Network (CDN) für Data Center

Sofern Ihr Team aus weltweit verteilten Mitarbeitern besteht, gibt es die Gefahr, dass Bearbeitungszeiten länger werden. Ein CDN trägt dazu bei, diese zu reduzieren. Atlassian nutzt nun statische Assets wie JavaScript, CSS oder Schriftarten von Servern, die sich näher am Kunden befinden. Als Beispiel nennt Atlassian den Fall, dass ein Data Center Server in Deutschland steht. Nutzer aus Brasilien erhalten mittels des CDN die benötigten Daten von einem Edge Server, der sich ebenfalls beim Kunden, hier in Brasilien, befindet. Dabei werden Vorgänge, Anhänge und andere persönliche Informationen trotzdem vom Server in Deutschland bedient.

Weitere nennenswerte Verbesserungen

  • Mit Jira 8.2 wird Java 11 sowie Microsoft SQL Server 2017 unterstützt.
  • Bisher besaß Jira ein voreingestelltes Limit von 1.000 Vorgängen, die in eine .cvs Datei exportiert werden konnten. Auch wenn die Zahl weiterhin nicht verändert wird, nimmt ein Export nun allerdings deutlich weniger Speicherbelegung ein. Atlassian beziffert dabei die Reduzierung des benötigten Speichers um 97 Prozent. Folglich können mehrere Exporte gleichzeitig durchgeführt werden. Eine manuelle Änderung über 1.000 Vorgänge sollte laut Atlassian weiterhin nur mit Vorsicht genutzt werden, da dies die Performance Jiras beeinträchtigen könnte.
  • AdoptOpenJDK JRE 8, anstatt Oracle JDK, ist nun im Jira inbegriffen. Nichtsdestotrotz wird  Oracle JDK weiterhin unterstützt.
  • Erhöhung der Performance der Projektsuche durch die neueste Version von Marionette 1.4.1
  • Verbesserung des Nutzererlebnisses bezüglich Re-Indexings
  • Data Center: Anzahl an Threads im Pool ist nun begrenzt, damit der Einfluss von hohem Traffic besser kontrolliert werden kann
  • Data Center: Sofern ein Knoten das dazugehörige Cluster-Lock verliert kann es automatisch wiederhergestellt werden, ohne dass der Admin aktiv werden muss

Service Desk

mit Automationen Benutzerdefinierte Felder bearbeiten

In Jira Service Desk lassen sich automatisiert bei bestimmten Aktionen abhängig von Bedingungen weitere Aktionen asuführen. So kann man zum Beispiel Vorgänge mit hoher Priorität direkt einem Second-Level-Support zuweisen oder eine Benachrichtigung versenden.

Für diese Automationen gibt es nun auch die Möglichkeit, den Wert Benutzerdefinierter Felder zu bearbeiten.

Wissensdatenbank

Atlassian fügt einige Verbesserungen der Wissensdatenbank-Suche im Portal hinzu, sodass Kunden noch schneller und besser auf dokumentierte Fragen Antworten finden. So wurde Seitennummerierung und Suchhilfe eingeführt. Damit wird die Zahl an Ergebnissen von drei angezeigten Seiten auf praktisch unendlich gesteigert. Mit Hilfe der Suchhilfe erscheint ein Fenster, in dem genau erklärt wird, wie man eine weiterführende Suche mit CQL durchführt.

 

Screenshot von Wissensdatenbanksuchergebnissen im Kundenportal von Jira Service Desk

 

Des Weiteren wurde der Service Desk Wissensdatenbank-Bericht um weitere Informationen über Kunden erweitert, die ihre Probleme über den Self-Service lösen. Zu diesen zählt nun auch:

  • die Zahl an gelösten Anfragen durch Artikel von Agenten
  • die Zahl an gelösten Anfragen ohne Zurhilfenahme von Artikel

Suche

Mit Service Desk 4.3 ist es möglich dem Hilfe Center „Similiarity Search“ hinzuzufügen. Dabei werden dem Kunden nicht nur genaue Ergebnisse angezeigt, sondern auch ähnliche Resultate, die trotzdem von Bedeutung sein könnten.

 

Was halten Sie von dem neuen Update? Welche Version hat Ihr Jira momentan? Schreiben Sie Ihre Fragen gerne unten in die Kommentare.

Und kontaktieren Sie uns direkt, wenn Sie möchten, dass wir Ihnen das Update Ihrer Umgebung abnehmen.

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