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Jira Cloud Next-Gen Software Projekte – 5 Unterschiede, die Sie kennen sollten

Schon seit gewisser Zeit verfügbar und doch immer noch nicht allen bekannt: Die Jira Projekte der nächsten Generation in der Atlassian Cloud. Doch was macht diese Projekte so besonders und was bieten sie Neues?

Zuallererst: Was sind denn diese Next-Gen Projekte überhaupt?

Projekte der nächsten Generation, oder auch Next-Generation Projects genannt, sind die neuste Art von Software Projekten in der Atlassian Cloud.

Diese sind darauf ausgelegt, kleineren Teams einen schnellen Start in die Projektarbeit zu ermöglichen und bietet die Möglichkeit, Anpassungen am Projekt auf einfache und schnelle Weise vorzunehmen, ganz ohne die Unterstützung des Jira-Admins.

Das Projekt wurde dabei von Grund auf neu erdacht und unterscheidet sich deswegen zum Teil stark im Erscheinungsbild und Nutzungserlebnis zu den altbekannten Jira Software Projekten in der Cloud.

 


 

Die 5 wichtigsten Unterschiede:

 

1. Boards

Grundsätzlich gibt es nicht mehr das Kanban- oder das Scrum-Board. In der nächsten Generation gibt es nur noch das Board. So ist es auch nicht möglich, mehrere verschiedene Boards in einem Next-Gen Projekt zu hinterlegen. Das einzige Projekt-Board ist stattdessen enger mit dem Projekt selbst verknüpft und kann in den Projekteinstellungen mit verschiedenen Features aufgebohrt oder eben genau um diese reduziert werden.

Wird so zum Beispiel die Funktion „Sprints“ aktiviert, wird das Board zum Scrum Board. Dies ist nur ein Klick in den Projekteinstellungen. Genau so einfach kann aber auch ein Kanban Board mit einem Backlog ausgestattet werden oder Berichte aktiviert oder deaktiviert werden. Wird eine Funktion aktiviert, taucht diese in der linken Menüleiste des Projektes auf und ist verfügbar.

Die Konfiguration des Boards wurde auch deutlich einfacher gestaltet. Spalten sind fest mit gleichnamigen Workflow-Status verknüpft und können direkt im Board erstellt, bearbeitet und entfernt werden. Ebenso Schwimmbahnen und Quick Filter. Dabei fällt auf, dass die Einstellungen an sich, im Vergleich zu klassischen Board, teils stark verändert wurden. Beispielsweise fallen die bekannten JQL-Quickfilter weg, dafür gibt es eine Volltextsuche direkt unter dem Boardnamen und vorgefertigte Out-of-the-box Filter. In ein Board ohne Sprintfunktion kann auch direkt aus der passenden Spalte heraus ein neuer Vorgang erstellt werden. Dieser hat dann direkt den Status der Spalte, aus der er erstellt wird, und muss nicht durch den Workflow geführt werden.

Die Möglichkeit das Kartenlayout anzupassen fällt hingegen ganz weg. Ebenso verhält es sich mit der Grundlage klassischer Jira-Boards, den Filtern. So fällt die Funktion, durch den hinterlegten JQL-Filter grundsätzlich nur bestimme Vorgänge auf dem Board anzeigen zu lassen, ganz weg. Alle Vorgangstypen und Workflow-Status, die im Projekt eingerichtet sind, werden auch auf dem Board dargestellt, sofern Vorgänge dazu existieren.

Neu sind die sogenannten Regeln. Sie bieten die Möglichkeit kleinere Automatismen zum Board hinzuzufügen, die beim Statusübergang eines Vorgangs ausgeführt werden. Aktuell sind dort nur 2 Regeln auswählbar, „Einer Person einen Vorgang zuweisen“ und „Vorgangsfeld aktualisieren“, laut Atlassian kommen jedoch bald mehr.

 

SCRUM Sprint eins
Quelle: Atlassian 01/2020

 

2. Die Projektadministration

Auf den ersten Blick erkennbar ist, dass sich die Anzahl der Menüpunkte am linken Rand deutlich verringert hat. Von klassisch circa 16 auf 5. Dies liegt unter anderem daran, dass sich die Menüführung innerhalb der Projektadministration leicht geändert hat. So sind weniger relevante und zum Teil kritische Punkte, wie zum Beispiel „Projekt löschen“, in Untermenüs gewandert. Andererseits wurde die Administration des Projektes selbst deutlich verändert und zum Teil anders gelöst (oder fallen für diesen Projekttyp einfach weg). So wurde zum Beispiel die Art der Nutzerberechtigung über Projekt-Rollen und Permission Scheme stark vereinfacht und auf die 3 Projektrollen „Administrator“, „Member“ und „Viewer“ reduziert und das klassische Berechtigungsschema abgeschafft.

Ähnlich sieht es auch mit den Schemata für Vorgangstypen, Workflows, Bilschirmmasken und Feldern aus. Vorgangstypen und Felder können im Punkt „Vorgangstypen“ unkompliziert mit wenigen Klicks angepasst, neu hinzugefügt oder entfernt werden, ganz ohne die Mitwirkung eines Jira-Admins. Workflows sind aus der Projektadministration verschwunden. Felder werden dabei für jeden Vorgangstyp individuell bestimmt und administriert. Ein gemeinsames Schema kann nicht genutzt werden.

Neu ist der Menüpunkt „Funktionen“ in dem eingestellt werden kann, welche Features im Projekt benutzt werden können.

 

Projektadministration
Quelle: Atlassian 01/2020

 

3. Bildschirmmasken

Wie bereits angedeutet, verfolgt Atlassian hier auch bei den Bildschirmmasken ein anderes Konzept. Die Schemata sind verschwunden, sowie auch die Trennung in „Vorgang erstellen“, „Vorgang bearbeiten“ und „Vorgang anzeigen“. Ist ein Feld für einen Vorgangstyp eingerichtet, ist dieses auch immer zu sehen und kann bearbeitet werden.

Welche Felder benutzt werden können, wird für jeden Vorgangstyp einzeln festgelegt. Ebenso wie eventuelle Standardwerte, können auch neue Felder mit wenigen Klicks erstellt werden.

 

Bildschirmmasken
Quelle: Atlassian 01/2020

 

4. Workflows

Der klassische Workflow eines Vorganges mit grafischer Darstellung am Vorgang, festgelegten Statusübergängen, Folgefunktionen, Bestätigungen und Bedingungen ist verschwunden. Stattdessen werden Status über die gleichnamigen Spalten des Projekt-Boards bestimmt und die im Board hinterlegten Regeln ersetzen manche Folgefunktionen. Statusübergänge sind prinzipiell von allen Status zu jedem anderen möglich.

Wie bei den Feldern und Bildschirmmasken, sind auch hier Schemata verschwunden. Alle Vorgangstypen eines Projektes nutzen dasselbe Board und somit auch denselben Workflow.

Workflows und Boards können nicht einfach mit einem anderen Next-Gen Projekt geteilt werden.

 

5. Die Roadmap

Die Roadmap ist eine übersichtliche grafische Darstellung von Epics auf einer Zeitachse, die zugleich die Möglichkeit bietet, diese direkt dort anzupassen.

Der Gedanke dahinter ist, dass es für moderne Software Teams immer seltener klassisch große, gemeinsame und feste Veröffentlichungsdaten gibt. Stattdessen entwickeln, testen und veröffentlichen mehrere kleinere Teams kontinuierlich Teile der Gesamtlösung. So ist quasi jeden Tag Release Tag.

Das Roadmap-Feature soll es genau für diese Teams einfacher machen, eine individuelle übergeordnete Strategie zu visualisieren und diese mit wenigen Klicks zu teilen. So soll jedem Teammitglied ermöglicht werden ein klares Bild der übergeordneten Strategie zu bekommen und zu sehen, wie die einzelnen Teilaufgaben in dieses hineinpassen.

 

Roadmap
Quelle: Atlassian 01/2020

 


 

Fazit:

Für kleinere Software Teams bietet die Atlassian Cloud eine Alternative zu den klassischen Software-Projekten, die es sich durchaus zu testen lohnt.

Für diejenigen die keine aufwändigen Prozesse und Sonderfunktionen benötigen, bieten die Next-Gen Projekte eine Möglichkeit, schneller ins Projekt zu starten und kleinere Anpassungen direkt selbst vorzunehmen, ohne auf die Unterstützung des Jira-Admins angewiesen zu sein.

 

Überlegen Sie noch, ob die Atlassian Cloud das Richtige für Sie ist?

Vielleicht hilft Ihnen der folgende Artikel bei der Entscheidung:

 

>> Artikel zum Thema „Jira und Confluence – Unterschiede zwischen Cloud und Server“

 

 

Sie sind noch nicht in der Atlassian Cloud, dann könnte Sie unser Serviceangebot interessieren.

 

>> Informationen zur Atlassian Cloud

 

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Marlen Kaiser
Sales

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