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JIRA 6.1 – Neues für Großkunden

Mit JIRA 6.1 hat Atlassian neben dem neuen Workflow Designer auch wieder einige ausgewählte Neuerungen mit dediziertem Fokus auf Großkunden entwickelt. Der folgende BlogPost gibt einen Einblick in die neuen Enterprise Features.

Neu in JIRA 6.1 – Änderung des Project-Key

Mit genau 300 Votes belegt JRA-2703 aktuell einen Platz unter den Top 30 der am meisten nachgefragten Änderungen in JIRA. Mit JIRA 6.1 ist es jetzt möglich den Key eines Projektes über die Administration zu ändern. Hier sind allerdings einige Punkte zu beachten:

  • Nach der Umbenennung werden alle Issues im Projekt automatisch neu indiziert – bei großen Projekten sollte eine solche Aktion nach Möglichkeit außerhalb der regulären Arbeitszeiten stattfinden, um zusätzliche Last auf dem System zu vermeiden.
  • Bei der Suche kann auch der alte Key verwendet werden. Hier ist das Verhalten identisch zum Verschieben eines Issues über Projektgrenzen hinweg – alter und neuer Key führen zum Ziel.
  • Der alte Project-Key kann nicht von einem neuen Projekt verwendet werden.
  • Hat ein Projekt einen neuen Key bekommen, so kann es wieder auf seinen alten Key umgestellt werden.

Änderung des Benutzernamens im LDAP

Bisher wurden Umbenennungen von Nutzern im LDAP von JIRA durch das Löschen und Neuanlegen der Nutzer realisiert. Dies funktioniert natürlich nur begrenzt (ein Nutzer kann z.B. nicht gelöscht werden, wenn er bereits Issues erstellt hat, oder aktuell Assignee ist). Des weiteren ist dieses Vorgehen durch die Implementierung von JRA-1549 in JIRA 6 auch nicht mehr notwendig. Mit JIRA 6.1 ist es jetzt möglich das LDAP-Feld für die UUID des Accounts in der Konfiguration des User Directory zu hinterlegen. Damit erkennt JIRA automatisch eine Änderung des Benutzernamens im LDAP und zieht diese Aktion intern nach.

Kennwortrichlinien

Die Antwort von Atlassian, wenn es um Kennwortrichtlinien ging, war immer ein Verweis auf Crowd. Wir waren also relativ positiv überrascht, als dieses Feature nun doch direkt in JIRA seinen Platz gefunden hat. Im Gegensatz zu Crowd, das die Passwortprüfung über ein einzelnen regulären Ausdruck ermöglicht, ist die Konfiguration in JIRA deutlich luxuriöser – aber auch weniger mächtiger.

JIRA 6.1 Password Policy

Grundlegend gibt es vier Modi, die eingestellt werden können:

  • Disabled: keine Prüfung – das ist auch der Standard
  • Basic: mindestens acht Zeichen lang und mindestens zwei verschiedene Zeichentypen (Zahl, Groß-/Kleinschreibung, Sonderzeichen)
  • Secure: mindestens zehn Zeichen lang und mindestens zwei verschiedene Zeichentypen
  • Custom: hier legt der Administrator die Komplexität fest und kann dabei die Länge (min und max), die notwendigen Zeichentypen und Ähnlichkeit zu aktuellem Passwort, Login und Email prüfen.

Wichtig zu beachten: Die eingestellten Kennwortrichlinien gelten übergreifend für alle vorhandenen User Directories. Sollte es ein externes Directory (z.B. Active Directory oder LDAP) geben, was wiederum eigene Richtlinien mitbringt, und JIRA in diesem Directory schreiben dürfen, so sollten die Konfiguration der Kennwortrichtlinien abgestimmt sein.

Im Gegensatz zu der Implementierung in Crowd gibt es in JIRA aktuell keine Möglichkeit einen Passwortwechsel aller x Tage zu forcieren oder Nutzer an der schnellen Rotation zu hindern.

Fazit

Die Enterprise-Features für JIRA kommen! Man merkt, dass es bei Atlassian ein eigenes Entwicklerteam gibt, das sich ausschließlich mit den Bedürfnissen von Großkunden befasst. Brachten 5.1 und 5.2 hauptsächlich Verbesserungen der Performance und beseitigten die 200.000 Issue Grenze, befasst sich die 6er Reihe bisher mit deutlich greifbaren Änderungen (z.B. Ändern von Nutzernamen, Bearbeiten von aktiven Workflowschemes, i18n für Custom Fields).

Falls Sie auf JIRA 6.1 upgraden wollen, können Sie gern unseren Upgrade-Check in Anspruch nehmen. Weitere Informationen zu JIRA 6.1 gibt es natürlich auch bei Atlassian (in Englisch) in den Release Notes zu JIRA 6.1 und im Atlassian Blog.

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