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JIRA 5.0 – Unter der Haube Teil 2

Nach der gestrigen Veröffentlichung von JIRA 5.0 am Tag möchten wir mal einen etwas tieferen Blick hinter die Kulissen werfen. Der folgende Blogbeitrag betrachtet in erster Linie Änderungen und Verbesserung in JIRA, die  für den Endanwender nicht direkt sichtbar oder nutzbar sind. Für Pluginentwickler bieten sich hier jedoch eine ganze Handvoll nützlicher Erweiterungen, bedingt durch Ergänzugnen und Änderungen an den JIRA API’s.

Activity Stream kann jetzt externe Inhalte enthalten

Der in JIRA 4.4 grunderneuerte Activity Stream kann jetzt auch so konfiguriert werden, dass Inhalte externer Anwendungen angezeigt werden. Während es bisher recht einfach möglich war, andere Atlassian Produkte (wie z.B. Confluence) in den Activity Stream mit einfließen zu lassen, wurde die Funktion nun so erweitert, dass auch Drittanwendungen eingebunden werden können. Die Umsetzung ist dabei entweder durch eine REST API Aufruf, oder als Java Methode.

Remote Issue Links

JIRA 5 unterstützt die Erstellung von Links in JIRA Vorgängen zu externen Anwendungen. Durch dieses Feature lässt sich eine JIRA Instanz wesentlich einfacher in eine bestehende IT-Infrastruktur einzubetten. So ist es möglich, aus Drittanwendungen einzelne Links in beliebige bestehende JIRA Vorgänge zu posten. Diese Links können mit einem frei wählbaren Icon, Titel und Beschreibung versehen werden. Auf dem gleichen Weg und in demselben Umfang lassen sich bereits existierende Links aktualisieren.

Remote Issue Links lassen sich wohl über die REST API, als auch über die Klassen „RemoteIssueLinkService“, „RemoteIssueLink“ und „RemoteIssueLinkBuilder“ der Java API erstellen und aktualisieren.

REST API

Die JIRA REST API wurde um die Funktionen erweitert, beliebige Vorgänge zu erstellen, zu bearbeiten und zu aktualisieren. Hierbei können nahezu alle verfügbaren Felder angesprochen und gefüllt werden.

Auch die Möglichkeit, Remote Issue Links zu erstellen kann über die REST API umgesetzt werden.

Stabile Java API

Mit JIRA 5 hat Atlassian zum ersten Mal eine stabile und klar definierte JAVA API eingeführt. Konnten Pluginentwickler bisher beliebige Klassen und Interfaces für Ihre Anwendung nutzen, so wird das in Zukunft nur noch eingeschränkt möglich sein. Diese API ist einheitlich dokumentiert und wird mindestens innerhalb desselben Major Releases gültig bleiben. Dies bedeutet, dass ein für JIRA 5.0 entwickeltes Plugin ohne Anpassungen im Release 5.3 funktionieren wird.

Für Entwickler stellt dies zwar zuerst einmal eine gewisse Umstellung dar, langfristig sinkt der Wartungsaufwand für Plugins allerdings immens. Auf diese Weise wird die Pluginkompatibilität mittelfristig besser sichergestellt sein.

Mit dieser Änderung einhergegangen ist sind Upgrades verschiedener in JIRA genutzter Third-Party Bibliotheken.

 

Release Notes JIRA 5.0

Liste gefixter Bugs

23. Februar 2012

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