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CCD09: Interview mit Prof. Joachim Niemeier

Joachim NiemeierAm 29. Oktober 2009 wird in Frankfurt am Main der Confluence Community Day 2009 stattfinden. Im Vorfeld haben wir ein Interview mit unserem Gastredner, Prof. Dr. Joachim Niemeier geführt. Hr. Niemeier ist Honorarprofessor an der Universität Stuttgart und Executive Consultant bei Centrestage. Er gilt als anerkannter Fachexperte in den Bereichen Unternehmensführung, Web 2.0 und Enterprise 2.0 und schreibt regelmäßig im Centrestage-Blog, in seinem Blog 7 Days and more und via Twitter zu diesen Themen.

Seine Keynote zum Confluence Community Day wird den Titel „Enterprise 2.0 – Sind die Potentiale von Social Software schon ausgereizt?“ tragen.


Dirk Röhrborn:
Herr Niemeier, wir freuen uns auf Ihren Vortrag auf dem Confluence Community Day 2009. Was möchten Sie den Teilnehmern hauptsächlich vermitteln?

Joachim Niemeier:
Das Thema Enterprise 2.0 wird in vielen Unternehmen diskutiert. In einigen Unternehmen wird damit experimentiert und in anderen hat es schon eine breite Akzeptanz gefunden. Aber noch längst nicht sieht jede Führungskraft ein, dass Enterprise 2.0 entscheidend für den Unternehmenserfolg ist. Daher geht es jetzt darum, den Nutzen nachzuweisen und aufzuzeigen, welche echten Probleme man mit Enterprise 2.0 lösen kann.

Bislang stand beim IT-Einsatz in den Unternehmen vor allem die Automation von Transaktionen und die Optimierung von Geschäftsprozessen im Mittelpunkt. Bei Enterprise 2.0 geht es nun vor allem um Kollaboration und Partizipation. Ziel einer erfolgreichen Einführung muss es daher sein, bisher nicht vorhandene Verbindungen im Unternehmen, aber auch mit Kunden und Partnern zu ermöglichen, um „unwahrscheinlich Kommunikation wahrscheinlich“ zu machen und einzelnen Akteuren ein Stimme zu geben. Und wie man das machen kann, dazu möchte ich einige Hinweise in meinem Vortrag geben.

Dirk Röhrborn:
Wie sehen Sie die Bedeutung von Wikis für Unternehmen in den nächsten Jahren?

Joachim Niemeier:
Möglicherweise gibt es kaum ein größeres Unternehmen, das nicht schon mit Wikis experimentiert hat. Aber in vielen Unternehmen geschah das irgendwo tief im Unternehmen versteckt oder erwies sich als „One Hit Wonder“. Ich denke, es ist nicht so entscheidend, ob man ein Wiki nutzt oder nicht, sondern welche Anwendungsfälle man damit im Unternehmen unterstützt. „Wir haben ein Wiki“, diese Aussage hört man zwar oft, mich interessiert aber vielmehr, was man damit macht. Nutzt man ein Wiki für das Informationsmanagement im Unternehmen, oder wird es eher für die Zusammenarbeit in Prozessen bzw. zur Generierung von neuem Wissens genutzt. Das sind drei sehr unterschiedliche Einsatzfelder für Wikis als Technologie, hinter denen sich wiederum eine Vielzahl an möglichen betrieblichen Anwendungsfällen verbergen. Das entscheidende daran ist, dass die Einsatzfelder einen jeweils unterschiedlichen Managementansatz erfordern. Beispiele dazu sind etwa die jeweils passende Einführungsstrategie, der Ansatz zur „Wikisierung“ von Inhalten oder die geeignete Vorgehensweise zum Management der Qualität der Inhalte.

Dirk Röhrborn:
Welche Bedeutung haben Wikis für Sie ganz persönlich?

Joachim Niemeier:
Aufgrund der unterschiedlichen Projekte arbeite ich in einer Vielzahl von Wikis. Was mich nach wie vor beeindruckt ist die Dynamik hinter den Arbeitsprozessen in einem Wiki. Selbst in Unternehmen, die bislang davon ausgegangen sind, dass ihre Mitarbeiter auf einem qualitativ hohen Niveau zusammenarbeiten erlebe ich, dass man erstaunt ist, wie sich die Kollaboration und Kooperation beschleunigt. Ich erfahre aber auch immer wieder persönlich, dass man schon eine gewisse Schwelle überwinden muss, um Informationen in einem Wiki festzuhalten. Daher nutze ich auch gerne „leichtgewichtigere“ Kooperationstechnologien. Aber wenn die Informationen konkreter und die Arbeitsbeziehungen ergebnisorientierter werden kommt man um eine Wiki-Umgebung nicht mehr herum.

Dirk Röhrborn:
Welche Trends sehen Sie, die den Einsatz von Wikis beeinflussen werden?

Joachim Niemeier
Das sind zum einen Trends, die sehr stark mit dem Führungsansatz zusammenhängen. Darunter verstehe ich Themen wie den Abbau von vielfältigen Barrieren bei der internen Kommunikation und Kollaboration in den Unternehmen, eine größere Akzeptanz und Stärkung der informalen Kommunikationswege und –methoden, aber auch die Schaffung von Möglichkeiten zu einem Ad-hoc Austausch von Ideen.
Aber auch der Trend hin zu einer erhöhten Usability von Wikis ist sehr wichtig. Wenn man seinen Mitarbeitern die jeweilige Wiki-Syntax beibringen muss, hat man in vielen Unternehmen schon verloren. Und nicht jeder ist in der Lage, seine Informationen in geeigneter Art und Weise zu strukturieren. Auch das muss man lernen.
Es ist wie immer, es gibt sowohl technisch, als auch organisatorisch und mitarbeiterorientiert zu tun.

Dirk Röhrborn:
Eine Frage zum Schluß: Was erhoffen Sie sich selbst vom Confluence Community Day 2009 mit nachhause zu nehmen?

Joachim Niemeier:
Ich freue mich auf die persönlichen Kontakte und möchte neue Anwendungsfälle, Problemlösungen und offene Fragen kennenlernen.

Dirk Röhrborn:

Vielen Dank für das Gespräch. Wir freuen uns auf Ihren Vortrag auf dem Confluence Community Day.

amiando

It’s time for events: my pre-conference interview with @DirkRoehrborn – http://bit.ly/1ao4pV | #CCD09 #enterprise20 #confluence (in German)
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E20 schon ausgezeizt? Interview mit Keynote Speaker Joachim Niemeier. http://bit.ly/NuApu | Confluence Community Day 29.10.
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[…] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von CommunardoConfluence erwähnt. CommunardoConfluence sagte: E20 schon ausgezeizt? Interview mit Keynote Speaker Joachim Niemeier. http://bit.ly/NuApu | Confluence Community Day 29.10. […]

RT @ccf_team: E20 schon ausgezeizt? Interview mit Keynote Speaker Joachim Niemeier. http://bit.ly/NuApu | Confluence Community Day 29.10.
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E20 schon ausgereizt? Interview mit Keynote Speaker Joachim Niemeier. http://bit.ly/NuApu (via @DirkRoehrborn @ccf_team) #confluence #ccd09
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