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Aufwandschätzung

Für die Erstellung eines Angebotes für ein Softwareprojekt oder aber auch für einen Projetkplan ist eine Aufwandschätzung unerläßlich. Dabei wird man bei einer Aufwandschätzung  mit ungenauen Anforderungen konfrontiert und es gilt dennoch diese so genau wie möglich abzuschätzen.

In der Literatur gibt es viele Schätzverfahren, wie COCOMO 2, die Function Point Analyse, proxybasierte Schätzmethoden oder Delphi Methode. Für jede Projektgröße sind die Schätzverfahren mehr oder weniger gut geeignet, da der Aufwand für die Schätzung in Relation zu dem Aufwand des Projektes stellen sollte. Gleichzeitig soll das Schätzverfahren zu nachvollziehbaren Ergebnissen kommen sowie einen Aufwand pro Feature ergeben. Diese Anforderungen halten COCOMO, FP und Proxybasierte Methoden nicht stand. COCOMO und FP sind sehr umfangreiche Schätzverfahren und benötigen wie proxybasierte Methoden ein Arsenal an historischen Daten.

Daher setzen wir bei einer Schätzung auf eine Delphi ähnliche Methode. Dabei schätzen mehrere Personen ein Projekt getrennt . Die Aufgabe des Projektleiters ist es dann, diese Schätzungen zusammenzuführen. Dabei sind ein paar Regeln zu beachten:

  1. Die Schätzung ist unabhängig von den Projektzielen Kosten und Zeit. Es wird nicht auf ein Budget geschätzt, der Projektleiter sollte ein bekanntes Budget niemals an einen Schätzer weiterleiten.
  2. Die Schätzer wissen wie die Anforderungen umgesetzt werden können. Optimalerweise werden Gedanken zu einer technischen Umsetzung notiert.
  3. Unsicherheiten und unklare Anforderungen müssen kommuniziert werden.
  4. Eine Zusammenführung von Schätzungen ist keine Mittelwertbildung. Stattdessen findet eine Diskussion und Vergleich über die technischen Lösungansätze statt.
  5. Es findet eine Vergleich der Schätzung mit den tatsächlichen Aufwänden statt. Ursachen für Abweichungen werden diskutiert, notiert und kommuniziert.

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