Communardo Software GmbH, Kleiststraße 10 a, D-01129 Dresden
0800 1 255 255

Web 2.0 Ansätze für das betriebliche Wissensmanagement im Überblick

km20tools In den fol­gen­den Artikeln unse­rer Reihe "Wissensmanagement im Enterprise 2.0" soll die IT im Mittelpunkt ste­hen. Es geht darum, mit wel­chen Lösungsansätzen – oder genauer Softwarelösungen – aus dem Web 2.0 das Wissensmanagement in Unternehmen erfolg­rei­cher unter­stützt wer­den kann.

Wir haben dafür 8 Ansätze iden­ti­fi­ziert, die allen Web 2.0 Enthusiasten gut bekannt sein wer­den, die aber in Unternehmen zumin­dest teil­weise erst lang­sam bekannt wer­den und zur Anwendung kom­men.

Während die fol­gen­den die Ansätze im Detail die Anwendung der Tools für das betrieb­li­che Wissensmanagement beleuch­ten wer­den soll die­ser Artikel zunächst einen Überblick gewäh­ren.

Wikis

Wikis erfreuen sich in der Wissensmanagemen-Community zuneh­men­der Beliebtheit. Im Grunde han­delt es sich dabei um ein ein­fa­ches aber enorm leis­tungs­fä­hi­ges Hypertextformat, wel­ches vor allem die kol­la­bo­ra­tive Erstellung von Dokumentationen i.S.e. Explizierung von Wissen sehr gut ermög­licht. Darüberhinaus wer­den Wikis zuneh­mend umfas­sen­der ein­ge­setzt, z.B. als Ersatz für ganze Intranet-Portale.

Weblogs

Weblogs sind quasi "web­ba­sierte Tagebücher", die in Anlehnung an klas­si­sche Tagebücher oder Schiffstagebücher im Grunde ein wei­tere belieb­tes Format dar­stel­len. Ausgehend von der recht ein­fa­chen Erstellung und Publikation von per­sön­li­chen Texten (inklu­sive Verschlagwortung und Kategorisierung) sind Weblogbeiträge durch einen hohen Grad an Verknüpfung zu ande­ren Blogbeiträgen, z.B. über Trackbacks, Pingbacks und Hyperlinks sowie u.U. aus­führ­li­che Diskussionen der Inhalte durch ande­ren Nutzer gekenn­zeich­net. Die Blogosphäre im Internet ist daher durch eine Vielzahl an Fachcommunities gekenn­zeich­net. Ein Ansatz der auch im Unternehmen funk­tio­nie­ren kann und vor allem eine gute Verbindung der per­sön­li­chen mit der Unternehmensperspektive dar­stellt.

Microblogging

Gerade im Firmenalltag sind kurze, prä­gnante Formate hilf­reich. Ob z.B. Twitter für den Unternehmenseinsatz nutz­bar ist wird gerade heiß dis­ku­tiert. Gerade bei der Abwicklung von Projekten scheint jedoch diese Form der Dokumentation von Ideen, Problemen und Lösungen oder Ereignissen die Kommunikation sehr gut zu unter­stüt­zen. Inwieweit dies z.B. via Projekt-De-Briefing letzt­lich auch dem Wissensmanagement zu Gute kom­men kann, soll zum spä­te­ren Zeitpunkt betrach­tet wer­den.

Social Networks

Dass soziale Netzwerke zwi­schen den Mitarbeitern eines Unternehmens zu den wich­tigs­ten Erfolgsfaktoren für das betrieb­li­che Wissensmanagement gehö­ren ist bekannt. Dafür wur­den über Expert Directories oder Yellow Pages immer wie­der Lösungen geschaf­fen, die jedoch in ihrer Wirksamkeit und vor allem Aktualität von Plattformen wie XING, LinkedIn oder Facebook gegen­wär­tig mehr und mehr in den Schatten gestellt wer­den. Vielleicht wer­den der­zei­tige Unternehmens-Verzeichnisse dem­nächst durch der­ar­tige Werkzeuge abge­löst.

Social Bookmarking & Tagging

Die Sammlung wert­vol­ler Quellen und Dokumente war seit jeher eine wich­tige Aktivität beim Aufbau von Wissen. Seit der Verfügbarkeit gro­ßer Mengen nutz­ba­rer Inhalte im Internet (und Intranet) und der Ablagemöglichkeit von Dokumenten in Dateisystemen oder Dokumenten Management Systemen wird die struk­tu­rierte Verwaltung ent­spre­chen­der Quellenverzeichnisse (Linklisten, Indexe etc.) immer wich­ti­ger. Dem Tagging, als der ein­fa­chen Verschlagwortung (Schlagworte, engl.: Tags) von Inhalten anstelle der Einordnung in kom­plexe Taxonomien kommt dabei eine immer grö­ßere Bedeutung zu. Gerade im team­ori­en­tier­ten Aufbau sol­cher Verzeichnisse, wie z.B. von del.icio.us u.a. liegt gro­ßes Potential für das Wissensmanagement im Unternehmen.

Rich Media Content

Unter die­ser Überschrift möchte ich dar­auf auf­merk­sam machen, dass die Möglichkeiten der Mediennutzung immer viel­fäl­ti­ger wer­den. Während bis­her gerade in Unternehmen oft­mals nur Texte und Präsentationen für die Dokumentation von Wissen ver­wen­det wur­den, bie­ten heu­tige preis­wert oder kos­ten­frei ver­füg­bare Tools oder Webdienste die Möglichkeit, Audio und Video-Inhalte zu pro­du­zie­ren und für die Vermittlung von Wissen zu benut­zen.

Information Pull via RSS

Durch die immer umfas­sen­dere Unterstützung durch Webbrowser und PIMs wie z.B. Outlook hat sich das RSS-Protokoll zum Quasi-Standard für per­so­na­li­sierte Informationsversorgung der Nutzer eta­bliert. Was im Klartext für den Otto-Normalverbraucher kaum ver­ständ­li­cher XML-Code ist, ermög­licht es via RSS-Feedrader (oder z.B. den Google Reader) les­bar gemacht ein ein­fa­ches Abbonement inter­es­san­ter Inhalte z.B. von Weblogs, Social Bookmarks o.ä.

Mash-Ups

Die Schaffung einer ein­heit­li­chen und all­um­fas­sen­den Wissensbasis für das Unternehmen hat sich als Illusion her­aus­ge­stellt. Vielmehr haben gerade kleine, the­ma­tisch eng fokus­sierte Wissensmanagement-Projekt und Wissensbasen viel schnel­ler einen nach­hal­ti­gen Erfolg gezeigt. Im Umkehrschluß ist die Schaffung einer Unternehmenswissensbasis die Kombination der ein­zel­nen Aktivitäten und "Wissensinseln" von gro­ßer Bedeutung. Vor die­sem Hintergrund soll die Anwendung von Mash-Ups näher beleuch­tet wer­den.

Related Posts

Pin It on Pinterest