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Web 2.0 Ansätze für das betriebliche Wissensmanagement im Überblick

km20tools In den folgenden Artikeln unserer Reihe „Wissensmanagement im Enterprise 2.0“ soll die IT im Mittelpunkt stehen. Es geht darum, mit welchen Lösungsansätzen – oder genauer Softwarelösungen – aus dem Web 2.0 das Wissensmanagement in Unternehmen erfolgreicher unterstützt werden kann.

Wir haben dafür 8 Ansätze identifiziert, die allen Web 2.0 Enthusiasten gut bekannt sein werden, die aber in Unternehmen zumindest teilweise erst langsam bekannt werden und zur Anwendung kommen.

Während die folgenden die Ansätze im Detail die Anwendung der Tools für das betriebliche Wissensmanagement beleuchten werden soll dieser Artikel zunächst einen Überblick gewähren.

Wikis

Wikis erfreuen sich in der Wissensmanagemen-Community zunehmender Beliebtheit. Im Grunde handelt es sich dabei um ein einfaches aber enorm leistungsfähiges Hypertextformat, welches vor allem die kollaborative Erstellung von Dokumentationen i.S.e. Explizierung von Wissen sehr gut ermöglicht. Darüberhinaus werden Wikis zunehmend umfassender eingesetzt, z.B. als Ersatz für ganze Intranet-Portale.

Weblogs

Weblogs sind quasi „webbasierte Tagebücher“, die in Anlehnung an klassische Tagebücher oder Schiffstagebücher im Grunde ein weitere beliebtes Format darstellen. Ausgehend von der recht einfachen Erstellung und Publikation von persönlichen Texten (inklusive Verschlagwortung und Kategorisierung) sind Weblogbeiträge durch einen hohen Grad an Verknüpfung zu anderen Blogbeiträgen, z.B. über Trackbacks, Pingbacks und Hyperlinks sowie u.U. ausführliche Diskussionen der Inhalte durch anderen Nutzer gekennzeichnet. Die Blogosphäre im Internet ist daher durch eine Vielzahl an Fachcommunities gekennzeichnet. Ein Ansatz der auch im Unternehmen funktionieren kann und vor allem eine gute Verbindung der persönlichen mit der Unternehmensperspektive darstellt.

Microblogging

Gerade im Firmenalltag sind kurze, prägnante Formate hilfreich. Ob z.B. Twitter für den Unternehmenseinsatz nutzbar ist wird gerade heiß diskutiert. Gerade bei der Abwicklung von Projekten scheint jedoch diese Form der Dokumentation von Ideen, Problemen und Lösungen oder Ereignissen die Kommunikation sehr gut zu unterstützen. Inwieweit dies z.B. via Projekt-De-Briefing letztlich auch dem Wissensmanagement zu Gute kommen kann, soll zum späteren Zeitpunkt betrachtet werden.

Social Networks

Dass soziale Netzwerke zwischen den Mitarbeitern eines Unternehmens zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für das betriebliche Wissensmanagement gehören ist bekannt. Dafür wurden über Expert Directories oder Yellow Pages immer wieder Lösungen geschaffen, die jedoch in ihrer Wirksamkeit und vor allem Aktualität von Plattformen wie XING, LinkedIn oder Facebook gegenwärtig mehr und mehr in den Schatten gestellt werden. Vielleicht werden derzeitige Unternehmens-Verzeichnisse demnächst durch derartige Werkzeuge abgelöst.

Social Bookmarking & Tagging

Die Sammlung wertvoller Quellen und Dokumente war seit jeher eine wichtige Aktivität beim Aufbau von Wissen. Seit der Verfügbarkeit großer Mengen nutzbarer Inhalte im Internet (und Intranet) und der Ablagemöglichkeit von Dokumenten in Dateisystemen oder Dokumenten Management Systemen wird die strukturierte Verwaltung entsprechender Quellenverzeichnisse (Linklisten, Indexe etc.) immer wichtiger. Dem Tagging, als der einfachen Verschlagwortung (Schlagworte, engl.: Tags) von Inhalten anstelle der Einordnung in komplexe Taxonomien kommt dabei eine immer größere Bedeutung zu. Gerade im teamorientierten Aufbau solcher Verzeichnisse, wie z.B. von del.icio.us u.a. liegt großes Potential für das Wissensmanagement im Unternehmen.

Rich Media Content

Unter dieser Überschrift möchte ich darauf aufmerksam machen, dass die Möglichkeiten der Mediennutzung immer vielfältiger werden. Während bisher gerade in Unternehmen oftmals nur Texte und Präsentationen für die Dokumentation von Wissen verwendet wurden, bieten heutige preiswert oder kostenfrei verfügbare Tools oder Webdienste die Möglichkeit, Audio und Video-Inhalte zu produzieren und für die Vermittlung von Wissen zu benutzen.

Information Pull via RSS

Durch die immer umfassendere Unterstützung durch Webbrowser und PIMs wie z.B. Outlook hat sich das RSS-Protokoll zum Quasi-Standard für personalisierte Informationsversorgung der Nutzer etabliert. Was im Klartext für den Otto-Normalverbraucher kaum verständlicher XML-Code ist, ermöglicht es via RSS-Feedrader (oder z.B. den Google Reader) lesbar gemacht ein einfaches Abbonement interessanter Inhalte z.B. von Weblogs, Social Bookmarks o.ä.

Mash-Ups

Die Schaffung einer einheitlichen und allumfassenden Wissensbasis für das Unternehmen hat sich als Illusion herausgestellt. Vielmehr haben gerade kleine, thematisch eng fokussierte Wissensmanagement-Projekt und Wissensbasen viel schneller einen nachhaltigen Erfolg gezeigt. Im Umkehrschluß ist die Schaffung einer Unternehmenswissensbasis die Kombination der einzelnen Aktivitäten und „Wissensinseln“ von großer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund soll die Anwendung von Mash-Ups näher beleuchtet werden.

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