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Vorstellung des SpringSource dm Server

Vor einer Woche war es soweit. Die Tore der dies­mal von Frank Anke (Saxonia Systems) gespon­sor­ten 6. Java User Group in Sachsen öff­ne­ten sich und Eberhard Wolff von SpringSource konnte der bis­her größ­ten Teilnehmerschar der JUG Saxony (www.jugsaxony.org) das neue Produkt SpringSource dm Server vorstellen.

Vorstellung dm Server
Vorstellung dm Server

dm Server
In der Veranstaltung betonte Eberhard Wolff die Vorteile des dm Servers, die vor allem durch den Einsatz von OSGI in der Möglichkeit lie­gen, Applikationsmodule zur Laufzeit des Servers zu star­ten, zu stop­pen und aus­zu­wech­seln. Durch den modu­la­ren Aufbau von Applikationen im dm Server ist es mög­lich, Teile der Applikation aus­zu­tau­schen, nicht wie bis­her üblich die gesamte Webapplikation selbst. Der dm Server selbst ent­hält dabei für den Einsatz in Enterprise Applikationen bereits Lösungen für Probleme, die im Einsatz von OSGI autre­ten kön­nen. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von Log4J in meh­re­ren Modulen oder der Einsatz von Hibernate als Datasource.

Durch die Integration des Tomcat WebServers dürfte auch die Migration bestehen­der Applikationen ein Kinderspiel wer­den. Stufenweise ist es mög­lich, im ers­ten Schritt die in der Webapplikation vor­han­de­nen Bibliotheken als OSGI Bundles zu nut­zen und aus dem Deployment der WebApplikation zu ent­fer­nen. Durch die­sen Schritt hat man bereits die Möglichkeit, Bibliotheken aus­zu­tau­schen, ohne den Server neu star­ten zu müs­sen. SpringSource bie­tet zu die­sem Zweck bereits ein Bundle Repository an, das OSGI-fähige OpenSource Bibliotheken aus dem Umfeld von Java und Spring ent­hält. Im zwei­ten Schritt lohnt es sich für sol­che Webapplikationen durch ein Refactoring geeig­nete Module her­aus­zu­lö­sen und als OSGI Bundles zu deployen. Die Modularität der Applikationen und damit deren Wartbarkeit dürfte sich so wesent­lich verbessern.

Ausblick
Neben der funk­tio­na­len Vorstellung des Servers, der die Brücke zwi­schen der Technologie OSGI und dem WebFramework Spring schließt, über­zeug­ten auch die Themen, die in die Entwicklung des dmServers 2.0 ein­ge­flos­sen sind. Hier sind vor allem die Integration des Applikationsgedanken über Plan Files in den OSGI  Container oder das Clonen von Bibliotheken zu nen­nen, mit dem der gleich­zei­tige Betrieb von Bibliotheken mit unter­schied­li­chen Abhängigkeiten mög­lich wird. Eberhard Wolff regte auch am Beispiel des Werkzeuges Bundlor, dass für das Management der Abhängigkeiten und die Erzeugung von OSGI Manifesten genutzt wer­den kann, den Austausch und Feedback über den Blog von SpringSource an.

Fazit
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Konzept des dm Servers über­zeu­gend vor­ge­stellt wurde. Alle, die bis­her den Tomcat Webserver ein­set­zen, kön­nen mit gerin­gen Migrationsaufwänden auf den dm Server wech­seln und schritt­weise die Vorteile aus­nut­zen. Auch in neuen Projekten sollte der Einsatz des dm Servers erwo­gen wer­den, da die Möglichkeiten zur Modularisierung von Applikationen erheb­lich ver­bes­sert werden.

In die­sem Sinne: Viel Spass beim Ausprobieren. Jeder ist natü­rich herz­lich will­kom­men, seine Erfahrungen hier als Kommentar zu posten.

Übrigens: Der Spring Source dm Server steht ab sofort in der Version 2.0 M1 zum Download zur Verfügung.

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