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Atlassian Summit aus der Sicht eines Techies

Ich hatte das Glück einer von zwei Vertretern Communardos beim dies­jäh­ri­gen Atlassian Summit zu sein, der welt­wei­ten Konferenz von Atlassian für Partner und Kunden. Hier alles wie­der­zu­ge­ben was ich dort erlebt habe würde den Rahmen die­ses Posts spren­gen. Daher werde ich mich im Folgenden auf die span­nends­ten Neuerungen beschrän­ken.

Zunächst ein paar Informationen zu den Produkten. Das im Zentrum des Ecosystems ste­hende JIRA war­tet vor allem mit Verbesserungen der Usability auf. So wird es z.B. in JIRA 4.4 einen gra­fi­schen Editor für Workflows geben und die Nutzerschnittstelle kommt wesent­lich auf­ge­räum­ter daher. Ähnlich die wich­tigste Neuerung zum zwei­ten gro­ßen Produkt von Atlassian: Confluence 4.0 bekommt einen neuen Editor. Dieser wird nur noch einen Eingabemodus unter­stüt­zen. Dies heißt vor allem kein Wiki-Markup mehr. Dass Wiki-Markup-Fanatiker (zu denen ich mich zäh­len würde) nicht auf die lieb gewon­nen Abkürzungen zur Textformatierungen ver­zich­ten müs­sen, wurde mit­tels eines medi­en­wirk­sa­men Showdown wäh­rend der 1. Keynote bewie­sen. Mich hat's über­zeugt. Weitere Details zum Editor fin­den sich im Post mei­nes Kollegen Sandro Herrmann.

Und dann sind da ja noch die ande­ren, meist unter Development Tools zusam­men­ge­fass­ten Produkte. Dazu zäh­len z.B. Bamboo, Crucible, FishEye und Crowd. Ergänzt wer­den diese durch die im letz­ten Jahr von Atlassian erwor­bene Code-Hosting-Plattform Bitbucket. Damit folgt Atlassian wohl dem Trend zu ver­teil­ter Quellcodeverwaltung. Darüber hin­aus gibt es zu den Entwicklungswerkzeugen wenig Spektakuläres zu ver­mel­den. Vor allem soll zukünf­tig deren Integration mit ein­an­der und mit ande­ren Applikationen wei­ter voran gebracht wer­den. Damit wären wir auch schon bei den tech­no­lo­gi­schen Neuheiten. Über Unified AppLinks (UAL) soll die Integration von Anwendungen in die Atlassian Produktfamilie sowie die Integration der Produkte unter­ein­an­der ver­ein­facht wer­den. Durch die Bereitstellung von ActiveObjects sind Plugin-Entwickler zukünf­tig in der Lage kom­plexe Daten mit­tels nati­vem ORM in der Applikationsdatenbank able­gen kön­nen, ohne diese erst umständ­lich auf Key-Value-Stores, wie Bandana, abbil­den zu müs­sen.

Mein per­sön­li­ches Highlight auf dem Summit war aber die Präsentation von Speakeasy, einer Erweiterung, die es ermög­licht unter Verwendung von HTML, JavaScript und CSS "Miniplugins" zu schrei­ben. Damit soll auch tech­nisch weni­ger ver­sier­ten Nutzern die Möglichkeit gege­ben wer­den kleine Tools zu imple­men­tie­ren, ohne sich gleich mit dem Atlassian-Plugin-Framework aus­ein­an­der­set­zen zu müs­sen. Die neue Funktionalität ist zunächst nur für den Autor des Plugins ver­füg­bar. Andere Nutzer kön­nen diese jedoch für sich akti­vie­ren und sogar auf dem Code bestehen­der Speakeasy-Plugins eigene schrei­ben und somit die Features für ihre Bedürfnisse anpas­sen. Wenn den Verantwortlichen für die Instanz das Ganze zu weit geht, kön­nen sie die Gruppe der Berechtigten ein­schrän­ken (z.B. auf sich selbst ;)).

Weitere Highlights des Summits waren der offi­zi­elle Start der Atlassian University und die Vorstellung der neuen Kommunikationsplattform Answers. Letztere soll dem­nächst die bis­her zu die­sem Zweck exis­tie­ren­den Foren erset­zen.

Überrascht war ich von der Fülle an Angeboten spe­zi­ell für Partner. Diese gehör­ten für mich, als Vertreter eines der 4 Premier Partner Atlassians in Europa, zu den span­nends­ten Erlebnissen. In Vorträgen, Sprechstunden und Events gab es reich­lich Gelegenheit Neuigkeiten zu erfah­ren und mit den ande­ren Partnern in Kontakt zu kom­men.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Summit keine Veranstalter für reine Techies ist. Er rich­tet sich vor allem an Entscheidungsträger und Netzwerker bei Partnern und Kunden. Zwar sind auch tech­ni­sche Themen prä­sent und Vertreter der Developer Relations anwe­send, aber auch in die­sen Bereichen sind die Themen eher stra­te­gi­scher Natur. Ich fand's nicht wei­ter schlimm, wem das Ganze aber zu wenig tech­nisch ist, der ist dann viel­leicht beim AtlasCamp im Herbst bes­ser auf­ge­ho­ben.

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