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Rückblick auf die .NET User Group am 13.12.2012

Am 13.12.2012 gab es im Rahmen der .NET User Group Dresden die Gelegenheit, mehr über HTML 5, CSS 3 und Canvas zu erfah­ren. Gastgeber waren dies­mal wir, durch den Abend führte uns Daniel Grund.

Daniel fing mit einer Übersicht der wesent­li­chen Neuerungen an und ver­tiefte im wei­te­ren Verlauf des Abends einige Punkte. Dazu gehör­ten unter ande­ren:

  • Wegfall von Elementen: HTML 5 fügt nicht nur neue Element hinzu, es fal­len auch alte weg. Dies betrifft u.a. Elemente, die der Formatierung die­nen und durch CSS ersetz­bar sind (cen­ter, big, …) sowie Framesets (frame­set, frame).
  • Lokale Speicherung von Informationen: Web Storage bie­tet meh­rere MB Speicherplatz, was ver­gli­chen mit Cookies mehr Möglichkeiten für Webseiten bie­tet. Der Ansatz Web SQL, wel­cher rela­tio­nale Speicherung von Informationen auf Client-Rechnern erlau­ben sollte, wurde durch das W3C gestar­tet, aber nicht wei­ter ver­folgt.
  • Canvas: Die Zeichenfläche im Web bie­tet die Möglichkeit, ein­zelne Pixel zu mani­pu­lie­ren. Damit wer­den Bildbearbeitung und vor allem Spiele platt­form­über­grei­fend visua­li­sier­bar.
  • Hardwarebeschleunigung: Daniel zeigte beein­dru­ckende 3D-Animationen, die aus dem Browser her­aus aus­ge­führt wur­den. Wir beka­men in einem Live-Coding vor­ge­führt, wie mit Hilfe des Frameworks Three.js 3D-Welten erschafft wer­den kön­nen.
  • Native Videoelemente: Medien kön­nen in ver­schie­de­nen Kodierungen bereit gestellt wer­den, der Browser sucht sich die für ihn pas­sende aus.
  • Bildschirmvielfalt: Inhalte kön­nen an defi­nier­bare Bildschirmauflösungen gebun­den wer­den. Damit ist es mög­lich, sowohl für groß­zol­lige Monitore als auch kleine Mobilgeräte die Darstellung anzu­pas­sen.

HTML 5 könnte das Leben ein­fa­cher und schö­ner machen. Wären da nicht die Altbrowser. Der Plan des W3C sah eine Standardisierung von HTML 5 für frü­hes­tens 2020 vor, bis dahin wäre es ein "Living Standard". Es bestände die Gefahr eines neuen "Browserkriegs". Um dem vor­zu­beu­gen hat das W3C kürz­lich die Pläne ange­passt und strebt nun eine schritt­weise erfol­gende Standardisierung an. Der erste Schritt ist für 2014 geplant.

Wie steht es aktu­ell um die Browserunterstützung? Laut Markforschungsunternehmen Forrester (Stand August '12) ver­wen­den in Europa 83 % der Anwender Browser, die "einen gro­ßen Teil des HTML 5 Feature Sets" unter­stüt­zen. Diesen Anteil sollte man bei Projektentscheidungen im Hinterkopf haben.

Insgesamt war es ein inter­es­san­ter Abend, den ins­be­son­dere die klei­ne­ren Details span­nend mach­ten. Danke!

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