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Reality 2.0: Einstieg in Social Networking im Unternehmen

IMG_2181Meine zweite Session auf der Enterprise 2.0 Conference behandelt Social Networking in Unternehmen. Mike Gotta [Twitter] [Blog] [LinkedIn] ist Analyst bei der Burton Group.

Hinweis: Die folgenden Notizen sind als Mitschrift der Session entsanden und repräsentieren daher nicht direkt meine eigene Meinung.

Unabhängig vom Titel der Session ging es nicht allein um das Thema „Networking“, sondern auch um Collaboration und Knowledge Management. Insbesondere werden diese Begriffe in der Praxis letztlich auch sehr austauschbar bzw. ungenau eingesetzt. Mike Gotta stellt die Ergebnisse einer Feldstudie in diesem Umfeld unter 65 Firmen vor. Hier die Zusammenfassung der Ergebnisse:

  • Die meisten Befragten nehmen an, hinter ihren Wettbewerbern im Rückstand zu sein.
  • Nur wenige Organisationen haben eine firmenweite Nutzung beschlossen.
  • Selbst diejenigen, die eine strategische Entscheidung zur Einführung getroffen haben, sind noch in frühen Phasen der Einführung.
  • Die größten Herausforderungen sind nicht-technologisch und vor allem auch unabhängig von der Auswahl des Softwareanbieters.

Folgende Themen wurden von den Befragten kaum benannt: Identitätsmanagement und die Kombination von Social Networking mit Unternehmenssuche.  Als Ziele für den Einsatz von Social Networking Tools wurden folgende Punkte häufig benannt:

  • Kontakte zwischen Mitarbeitern herstellen
  • Sichtbar machen, was das Unternehmen weiß
  • Zusammenarbeit verbessern
  • Mitarbeiter an Innovationsprozessen beteiligen

Große Herausforderungen sind der Generationenwechsel (derzeit nur 30% aus der Generation Y (Youth, Jugend) in Unternehmen, in 2010 ca. 50%)  und (zu) hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Technologie. Interessanterweise, sind strategische Personalentwicklungsinitiativen (Talent Management, Weiterbildung) häufig Treiber von Social Networking Projekten in Unternehmen.

Wie kann der Erfolg von Social Networks gemessen werden? Webstatistiken sind nicht ausreichend! Metriken sollten sich an den Zielen der Organisation ausrichten. Viele Metriken sind allerdings sehr subjektiv. Mike Gotta empfiehlt eher, Erfolgsgeschichten zu verbreiten („Tell stories“), als zu viel Aufwand in die Messungen zu investieren. Doch wie erreicht man ausreichend Unterstützung für solche Projekte?

  • Social Networking sollte relevant für das Unternehmen sein
  • Multiple Einsatzfelder sind notwendig
  • Mehrere Sponsoren suchen
  • Unterstützung hiner den Kulissen suchen
  • Champions finden und unterstützen
  • Grass-roots Aktivisten ermutigen und unterstützen
  • Pragmatismus gegenüber ROI und Erfolgsmessung
  • Langfristige Perspektive einnehmen
  • (Erfolgs-)Geschichten aus dem realen Leben erzählen

Auch in dieser Session wird wieder viel über die Barrieren gesprochen, inbesondere wurden bestehende Organisationsstrukturen benannt, die Social Networking Initiativen oft behindern. Dies betrifft sowohl offizielle Berichtswege als auch im Organigramm nicht sichtbare Team- und Prozessstrukturen. Die Angst vor dem Kontrollverlust ist auch hier ein wiederkehrendes Problem.

Was sind die Empfehlungen?

  • Hören Sie auf Ihre Nutzer. „Die Beschwerden sind eigentlich Anforderungen.“
  • Nutzerrichtlinien sind aus Risikomanagement-Perspektive sehr wichtig, also sollten die Personal-, Rechts- und Sicherheitsabteilungen frühzeitig eingebunden sein.
  • Kümmern Sie sich um die Sicherheit der Systeme, um den Verlust vertraulicher Informationen zu vermeiden.
  • Überlegen Sie gut, welche Auswertungsmöglichkeiten (Statistiken, Social Network Analyse) an geboten werden sollten. Diese können in den Händen von Endnutzern auch zu Mißbrauch führen.

Eine Social Networking Site sollte folgende Bestandteile haben:

  • Nutzerprofile
  • „Social Graph“, also Beziehungen zwischen Nutzern
  • „Relation Controls“
  • Präsenzinformation und Aktivitätsströme
  • Werkzeuge für Zusammenarbeit (z.B. Wikis)
  • Applikations-Dienste

Mein Fazit: Mike Gotta hat in seinem Vortrag die Einführung von Social Media Technologien aus der Perspektive des Social Networkings betrachtet. Dabei wurde deutlich:

  • Die Begriffe Social Software, Social Networking usw. wurden leider sehr ungenau verwendet.
  • Social Networking im engeren Sinne ist inhaltlich ein wesentlicher Anwendungsfall,
  • Entsprechende Funktionalitäten sollten Bestandteile einer Enterprise 2.0 Plattform sein, zumindest in großen Unternehmen
  • Viele der genannten Erfahrungen und Empfehlungen sind auf andere Bereiche übertragbar.
  • Jedes Unternehmen hat ganz spezifische Bedingungen, die berücksichtigt werden sollten.

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