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Microblogging im Unternehmen. Anwendung in IT Projekten.

Meistens wird das Thema Micro-Blogging a’la Twitter mit der Möglichkeit in Verbindung gebracht, kurze, per­sön­li­che Informationen zu blog­gen, um auf die­sem Weg Bekannte, Verwandte, Interessierte oder Freunden zu benach­rich­ti­gen. Nun stellt sich die span­nende Frage, ob man den Micro-Blogging Ansatz auf Unternehmen sinn­voll über­tra­gen kann.

Nimmt man zum Beispiel IT Projekte unter die Lupe, so stimmt sicher jeder zu, wenn man behaup­tet, dass Kommunikation in IT Projekten eine große Rolle spielt. Eher die Regel als die Ausnahme ist es, dass die Projektmitarbeiter an ver­schie­de­nen Standorten an der Entwicklung von Softwareprojekten arbei­ten.

Bisher domi­niert hier das immer vol­ler wer­dende E‑Mail Postfach die Kommunikationslandschaft. Doch moder­nere Formen der Kommunikation, ins­be­son­dere Blogging und Micro-Blogging kön­nen einen Teil unse­rer Kommunikation sinn­vol­ler ent­ge­gen­neh­men und ver­tei­len, als das E‑Mails kön­nen.

Doch wo lie­gen die Probleme die­ser Kommunikation und wie kön­nen die neuen Kommunikationswege zu einer Verbesserung füh­ren. Beginnen muss man damit, dass die Ablage der Mails kor­rekt sor­tiert in den Postfächern der Mitarbeiter orga­ni­siert ist. Wie über­gibt man in einer sol­chen Situation einer Person, die neu in das Projekt kommt, die bis­he­rige Kommunikation inklu­sive wich­ti­ger Informationen, womög­lich auch Themenbezogen? Das damit ver­bun­dene Standardvorgehen ist im bes­ten Fall die Freigabe des E‑Mail Postfaches für Andere, wesent­lich häu­fi­ger ist der Informationsstand direkt abhän­gig vom Zeitpunkt des Projekteintrittes, ohne dass der "Neue" die Möglichkeit erhält, die Historie des Projektes zu ergrün­den. Aus die­sem Grund kann es schnell pas­sie­ren, dass wich­tige Informationen nicht wei­ter­ge­reicht wer­den bzw. für die Zukunft im Postfach eines Einzelnen sicher ver­wahrt wer­den.

Ein zwei­tes Problem stellt auch die Art der Informationsverteilung dar. Hier muss sich jeder, der eine Information inner­halb des Projektteams ver­sen­den möchte, der Frage stel­len, für wen denn diese Informationen eigent­lich rele­vant oder inter­es­sant sind. Diese Entscheidung muss auch abhän­gig von der Art der zu ver­sen­den­den Information jeder­zeit neu getrof­fen wer­den. Alle, die schon ein­mal an einem Projekt mit­ge­ar­bei­tet haben, bei dem meh­rere Abteilungen für ver­schie­dene Aufgaben invol­viert sind, wer­den die­ses Problem ken­nen. Fragen der Art "Wer gehört eigent­lich jetzt zum Projekt?" oder "Wurde das Team in einer ande­ren Abteilung/an einem ande­ren Standort um eine Person ver­grö­ßert, an die ich meine Mail auch sen­den muss?" tre­ten dann rela­tiv schnell auf und sind in der Regel nur zeit­in­ten­siv zu beant­wor­ten.

Aus der Schilderung der Probleme her­aus muss man sich schon die Frage stel­len, ob die aktu­el­len Kommunikationsformen in Projekten durch Web 2.0 Anwendungen wie Blogs oder Micro-Blogs unter­stützt oder aber teil­weise auch abge­löst wer­den kön­nen?

Am Beispiel des communote Micro-Blogging Servers soll dies Potential auf­ge­zeigt wer­den.

Kollektiver Kommunikationsspeicher

Nutzt man für einen Teil der Projektkommunikation (Kurznachrichten, Notizen, Hinweise, Statusinformationen) ein Microblogging System, so wer­den diese Informationen zen­tral abge­legt. Jeder Projektmitarbeiter hat so ein­fach und schnell die Möglichkeit, die kom­mu­ni­zier­ten Informationen ein­zu­se­hen und darin zu recher­chie­ren. Auch für Mitarbeiter, die spä­ter in das Projektteam auf­ge­nom­men wer­den, ste­hen diese Informationen aus der Zeit vor ihrer Aufnahme unpro­ble­ma­tisch zur Verfügung.

Projektkommunikation mit communote
Projektkommunikation mit communote

Ebenso vor­teil­haft dürfte sich der Einsatz der Microblogging Beiträge auf den unvor­her­ge­se­he­nen Ausfall von Projektmitgliedern und die damit ver­bun­dene Notwendigkeit, einen schnel­len Ersatz zu fin­den, aus­wir­ken. Wo vor­her gerät­selt wer­den musste, auf wel­chem Stand die Arbeit unter­bro­chen wur­den, las­sen die Eintrage im Microblogging Server Hinweise und Schlüsse auf den Stand und die Fertigstellung der Aufgaben zu.

Zentrale Kommunikation – dezen­trale Verteilung

Setzt man in IT Projekten auf Micro-Blogging, wen­det man sich von der vor­aus­schau­en­den, direk­ten Verteilung der Informationen ab. Dies ist jedoch kein Nachteil, son­dern eine Erleichterung für den­je­ni­gen, der die Informationen bis­her voll­stän­dig und direkt ver­tei­len musste.

Vielmehr liegt es jetzt in der Pflicht aller Projektmitglieder, die für sie wich­ti­gen Kanäle, Autoren und Themen zu abon­nie­ren. Kommen Projektmitglieder in einer belie­bi­gen Abteilung im Projekt neu dazu, abon­nie­ren diese die wich­ti­gen Themen und wer­den ab sofort the­men­be­zo­gen infor­miert.

Diese Beispiele zei­gen, dass Micro-Blogging in IT Projekten das Potential besitzt, die Kommunikation im Team trans­pa­ren­ter, nach­voll­zieh­ba­rer und zen­tral zugreif­bar zu orga­ni­sie­ren.

In einem nächs­ten Beitrag möchte ich der Frage nach­ge­hen, wel­che Anforderungen sich an die Nutzer eines Micro-Blogs stel­len.

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Interessanter Beitrag! Ich sehe aller­dings noch nicht, worin sich in die­sem Beispiel Microblogging und Blogging unter­schei­det. Auch der Screenshot sieht für mich eher nach einem "nor­ma­len" Blog aus. Aber viel­leicht ver­stehe ich "Microblogging" auch zu sehr als "Twitter-ähnlich".

Avatar Dirk Röhrborn

Der Unterschied zum Blogging liegt m.E. im wesent­li­chen darin, dass in einem Microblog eine grö­ßere Anzahl von deut­lich kür­ze­ren Beiträgen in kur­zer Reihenfolge ein­ge­stellt wer­den. Dadurch ist auch die Hemmschwelle viel gerin­ger, Beiträge zu erstel­len. Der Aufwand einen aus­führ­li­chen und gut for­mu­lier­ten Blogbeitrag zu schrei­ben ist eben doch grö­ßer. Gerade unter Projektdruck kön­nen kleine Mikroinhalte eher noch geschrie­ben und damit kom­mu­ni­ziert und dau­er­haft gespei­chert wer­den, als in einem klas­si­schen Blog. Das kann man mit Communote auch ein­fach aus­pro­bie­ren.

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