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IBM Connections 4.0 - Upgrade (Migration) von 3.0.1 - Teil2

Beim Upgrade von IBM Connections muss eine Menge beach­tet und erle­digt wer­den. Leider bie­tet IBM kei­nen Installer der auto­ma­tisch alle betrof­fe­nen Daten anpasst. Wichtige Teile wie das Update der Datenbanken kön­nen mit­tels eines Wizards abge­deckt wer­den, in vie­len Bereichen ist jedoch Handarbeit gefragt. Doch nun erst ein­mal der grobe Überblick über die nöti­gen Schritte:

  1. Einrichten einer Wartungsarbeiten-Seite
  2. Sicherung der Daten und Anpassungen
  3. Update des WebSphere Application Servers
  4. Aktualisierung der Datenbanken
  5. Entfernung der bestehen­den Installation
  6. Installation von IBM Connections 4.0
  7. Nacharbeiten zur Installation
 
Zur Verdeutlichung der ver­wen­de­ten Installationen soll die aktu­elle Situation kurz auf­ge­zeigt wer­den. Als Grundlage die­nen 2 Windows Server 2008 R2. Auf einem Server ist die DB2-Datenbank instal­liert, die die Daten für Connections bereit­hält. Auf dem zwei­ten und mehr betrof­fe­nen Server befin­det sich der IBM HTTP Server 7.0, der WebSphere Application Server 7.0.0.11 (Network Deployment) mit IBM Connections 3.0.1.1 mit Medium Deployment (3 Cluster mit je einen loka­len Anwendungsserver mit je 3–4 Anwendungen). Eine Freigabe für den Shared-Content ist nicht eingerichtet.
 
Die Punkte 1–5 wur­den bereits im ers­ten Teil beschrie­ben. Nachfolgend sol­len nun die rest­li­chen Punkte erklärt werden.
 
Installation von IBM Connections 4.0
Nachdem die Daten gesi­chert, Datenbanken migriert und die bestehende Installation ent­fernt wur­den, kann nun mit der neuen Installation begon­nen wer­den. Die Installation star­tet man mit Hilfe des IBM Installation Manager. In die­sem Beispiel wer­den alle Anwendungen instal­liert, obwohl kein Cognos Business Intelligence Server zur Verfügung steht.
Ansonsten wird der Installer größ­ten­teils mit Standard-Werten oder den Werten, die bereits bei Connections 3.0.1 ver­wen­det wur­den, durch geklickt.
 
Bei der Validierung kann geprüft wer­den, ob alle Datenbanken dem neuen Schema entsprechen.
 
Nach der erfolg­rei­chen Installation müs­sen die Knoten voll­stän­dig neu syn­chro­ni­siert und der DeploymentManager neu gestar­tet werden.
 
Weitere Informationen zum Theme Installation von IBM Connections 4.0 fin­den Sie im IBM Connections Wiki.
 
Nacharbeiten zur Installation
Zu den wich­tigs­ten Aufgaben der Nacharbeiten zählt die Migration des bestehen Daten, sofern sie nicht bereits durch das Datenbank-Update gesche­hen sind. 
Zunächst muss Such- und Statistik-Daten aus dem loka­len und frei­ge­ge­be­nen Daten-Verzeichnis ent­fernt wer­den. Folgende Verzeichnisse müs­sen ent­fernt werden:
  • lokal /news/search/index
  • lokal /profiles/cache
  • lokal /search/backup
  • lokal /search/index
  • frei­ge­ge­ben /activities/statistics
  • frei­ge­ge­ben /communities/statistics
  • frei­ge­ge­ben /messageStores
  • frei­ge­ge­ben /news/search/indexReplication
  • frei­ge­ge­ben /profiles/statistics
  • frei­ge­ge­ben /search/dictionary
  • frei­ge­ge­ben /search/stellent/dcs/oiexport/exporter
 
Der nächste Schritt ist der Import der Artefakte. Das zuvor gesi­cherte Migrations-Verzeichnis der Connections 3.0.1 ‑Installation muss nun in das Installationsverzeichnis von Connections 4.0 kopiert wer­den. Anschließend muss der Importvorgang mit fol­gen­dem Befehl gestar­tet werden:
 
migration.bat lc-import -DDMUserid=<admin> -DDMPassword=<password>
Wichtig ist das der Befehl mit dem Wert "Return Value: 0" been­det wird. Dies zeigt an, dass Import erfolg­reich war.
 
Letzter wich­ti­ger Schritt der Migration ist die Übernahme der Customizations. Dies ist lei­der sehr stark davon abhän­gig, an wel­cher Stelle Sie Anpassungen vor­ge­nom­men haben, sodass hier kein allgemein-gültiger Vorschlag unter­brei­tet wer­den kann. Auf jeden fall muss geprüft wer­den, wel­che Anpassungen über­nom­men wer­den kön­nen. Weiter Informationen im Wiki.
 
Zum Abschluss der Neu-Installation müs­sen die Standard-Post-Install Tasks durch­ge­führt wer­den. Diese sind hier nun im Überblick aufgeführt:
  • Proxy Konfiguration ergän­zen (optio­nal)
  • Erstellen der Such-Indizes
  • Synchronisation der Nutzertabellen
  • Re-Installation der Konnektoren (Quickr Connector, …) (optio­nal)
  • Weiterleitungen im HTTP-Server
  • Anpassung der Web-Adressen in der LotusConnections-config

Nicht-Optionale Aufgaben wer­den nun kurz erläutert:

Erstellen der Such-Indizes

Die Such-Indizes wer­den auto­ma­tisch erstellt, nach­dem alle Task über die wsadmin-Konsole mit dem Befehl "SearchService.resetAllTasks()" zurück­ge­setzt und die Server neu gestar­tet wer­den, auf denen Search deployt ist. Weitere Informationen hier.

Synchronisation der Nutzertabellen

Für jede Anwendung muss die Nutzer-Id syn­chro­ni­siert wer­den. Dazu wer­den nach ein­an­der alle Anwendungen in der wsadmin-Konsole initia­li­siert und dann mittels 

application_nameMemberService.syncAllMembersByExtId({"updateOnEmailLoginMatch": "false"})

syn­chro­ni­siert. Weitere Informationen dazu fin­den Sie hier.

Weiterleitungen im HTTP-Server

Im HTTP Server müs­sen Weiterleitungen zu den neuen Anwendungen ein­ge­rich­tet wer­den. Zusätzlich muss eine Regel für den neuen Pfad des Bookmarklets geben, dass sich die­ser nun an einer ande­ren Stelle befin­det. Informationen dazu im IBM Connections Wiki.

Anpassung der Web-Adressen in der LotusConnections-config

Wie nach jeder IBM Connections Installation müs­sen in der LotusConnections-config.xml die Serverpfade der ein­zel­nen Anwendung ergänzt wer­den, damit Verlinkungen inner­halb von Connections kor­rekt funk­tio­nie­ren. Dazu fin­den Sie hier wei­ter Informationen.

Ich hoffe Sie konn­ten Ihr System erfolg­reich auf IBM Connections 4.0 migrie­ren. Welche Vorteile IBM Connections 4.0 mit sich bringt erfah­ren Sie in die­sem Blogbeitrag.

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