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Eindrücke vom dotnetpro CCD-Powerday

Was macht eigent­lich einen pro­fes­sio­nel­len Software-Entwickler aus? Mit die­ser Frage star­ten Ralf Westphal und Stefan Lieser gern, wenn sie erklä­ren, worum es bei der Clean-Code-Developer-Initiative eigent­lich geht. Und auch genau mit die­ser Frage star­tete die Keynote des dot­net­pro Powerdays zum Thema CCD, der am 09.03.2010 in München die Einleitung zu einem drei­tä­gi­gen Workshop bot. Und die Antworten aus dem Publikum sind sehr reich­hal­tig: "Man hat Spaß daran, guten Code zu schrei­ben" und "Man hat Erfahrung." hört man aus der einen Richtung, "Jemand ist bereit, einem für ein Programm Geld zu geben" und "Man schreibt Code den andere ver­ste­hen" aus der ande­ren Richtung. Letztenendes ist klar: Dies sind nicht die Kriterien für einen pro­fes­sio­nel­len Softwareentwickler, son­dern Professionalität aus dem Blickwinkel von CCD ist eine Mischung aus Bewusstheit und Prinzipien. Mit viel Witz und meh­ren ver­schenk­ten Mausmatten als Belohnung für inter­es­sante Antworten füh­ren die bei­den durch die Keynote und brin­gen so jedem das Thema näher.

Mit einem klei­nen Ausflug in die Softwarearchitektur und einer Betrachtung von Test Driven Development geht der Tag wei­ter. Klar ist, die bei­den wis­sen was sie rüber­brin­gen wol­len und ver­tre­ten da auch ihre Meinung recht kon­se­quent. Aussagen wie "Wozu brau­che ich einen Debugger – meine Tests zei­gen mir doch, wo der Fehler ist", "Zum Erstellen einer Softwarearchitektur braucht man keine Tools – nur ein Flipchart" sor­gen dafür, dass selbst lang­jäh­rige und erfah­rene Entwickler das Problem mal aus einer ande­ren Richtung betrach­ten – und wenn uns jemand nach einer Software-Architektur für ein Warenwirtschaftssystem gefragt hat, haben wir dann nicht alle mit einem ein­zi­gen "gro­ßen Kreis mit Bubbel in der Mitte" auf dem Flipchartpapier geant­wor­tet?

Nach einem Abstecher in Richtung Event Based Programming mit den Hauptakteuren "Paula Portal", "Anton Adapter", "Frieda Filter" und "Zacharias Zähler" bestand der Nachmittag darin, eine "Brownfield-Anwendung" im Sinne von CCD sau­ber zu machen. Leider musste ich nach der Ermittlung der guten und schlech­ten Eigenschaften der Anwendung die Veranstaltung ver­las­sen, weil sonst mein Flieger ohne mich gestar­tet wäre, aber ich denke das anschlie­ßende Refactoring der Anwendung war auch noch sehr inter­es­sant.

Zusammenfassend: Ja, ich mag diese Art von Stefan und Ralf, wie sie sol­che Veranstaltungen durch­füh­ren, unab­hän­gig davon ob sie kos­ten­frei auf Usergroups sind oder ob sie Workshops durch­füh­ren. Denn so wird man abseits vom täg­li­chen Geschäft dazu ani­miert, mal neue Wege ein­zu­schla­gen oder anders an ein Thema her­an­zu­ge­hen. Schade ist, dass es im Tagungsraum im Untergeschoss kein WLAN oder UMTS gab, denn sonst wären einige der Sprüche der bei­den sicher sofort per Twitter in der vir­tu­el­len Welt gelan­det.

Und der Ausspruch eines Teilnehmers "Ich bin der, der unbe­dingt hier­her wollte, weil es inter­es­sant ist; mein Kollege hätte es aber eigent­lich nötig gehabt, das mal mit­zu­ma­chen." zeigt, dass das Thema durch­aus inter­es­sant ist, aber noch nicht alle die Notwendigkeit gese­hen haben, wirk­lich pro­fes­sio­nell zu arbei­ten.

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