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Die European SharePoint Conference zeigt – Der Weg ist der richtige!

Digital Transformation, Machine Learning und hybride IT-Strukturen: Die Trends der European SharePoint Conference (ESPC) in Dublin für Sie zusammengefasst.

Business User, Developer und IT-Pros fanden sich vom 14. bis 16. November in Dublin ein, um sich im Rahmen der größten europäischen Konferenz den Themen SharePoint, Office365 und Azure zu widmen. Die European SharePoint Conference (ESPC) zeichnete sich, wie auch in den Jahren zuvor, durch hervorragende Sprecher aus Redmond (Microsoft) und MVPs aus der ganzen Welt aus. Gern stelle ich Ihnen die von mir vor Ort gesammelten Trends und Schlüsselthemen kurz vor.

Digital Workplace und Digital Transformation

Ein Kernelement des Aufbaus eines digitalen Arbeitsplatzes, das wir bei vielen unserer Kundenprojekte bereits seit Jahren in den Fokus rücken, wurde direkt am ersten Tag in der Keynote vorgestellt. Benjamin Niaulin (MVP) begann die Konferenz  mit dem Thema „Transforming Your Team to Deliver Productivity as a Service“. In seiner Session wurde direkt klar, die Technik allein sorgt noch nicht für die Existenz eines digitalen Arbeitsplatzes, sondern dieser muss von den Mitarbeitern gelebt werden. Um dies zu erreichen muss der grundlegende Gedanke, die Idee des digitalen Arbeitsplatzes an die Mitarbeiter transportiert werden.

Die technische Migration ist bei vielen Unternehmen im Gange oder in der Planung, aber die tatsächliche Transformation kommt oft viel zu kurz oder wird schlichtweg vergessen.

 

Machine Learning und Bots

Begriffe, die im Zusammenhang mit dem grundlegenden Thema Digital Workplace immer wieder fielen, waren Machine Learning und Bots. Wenn es zukünftig darum geht, Arbeitsprozesse zu verbessern und seinen Mitarbeitern eine angenehmere Arbeitsumgebung zu schaffen, wird an diesen beiden Verfahren kein Weg vorbeigehen.

Mit Bots werden heute schon einfache Prozesse wie Software- oder Hardwareanfragen an die interne IT umgesetzt. Dies führt zu einer einfachen und unkomplizierten Beschaffung für die Mitarbeiter. Es kommt aber nicht zu einem unstrukturierten Überwerfen von Bestellungen oder Anfragen an die ausführende Abteilung bzw. das Team. Ebenso werden mit Bots Knowledgecenter und FAQs abgebildet. Der Mitarbeiter fragt – der Bot findet die Antwort.

 

Machine Learning ist derzeit für viele eine Black Box – noch! Trevor Hellebuyck eröffnete seine Session mit dem folgenden Satz:  „Users are a terrible source for metadata, simply because they are lazy“. Als Administrator / IT-Pro besteht unsere Aufgabe darin, den Mitarbeitern das Arbeiten zu erleichtern und Prozesse zu automatisieren, wenn diese zu automatisieren sind. Durch Machine Learning können wir den Mitarbeitern die Arbeiten abnehmen, die ungern gemacht werden, allerdings einen Mehrwert für das Unternehmen bedeuten. Zum Beispiel kann die Bilderdatenbank aus dem Marketingbereich automatisch mit Tags und Schlagworten ausgestattet werden. Also, wieso sollte jemand etwas erledigen müssen, was er ungern macht, im Zweifelsfall sogar eher unzureichend ausführt, wenn diese Aufgabe auch automatisiert erledigt werden kann?

 

Hybride IT-Strukturen gewinnen immer mehr an Stärke

„Was wäre, wenn Sie jedem Mitarbeiter 1000 GB an Speicherplatz zur Verfügung stellen könnten, ohne dabei ihre komplette OnPremise Struktur aufzugeben?“ Gerne stelle ich diese Frage in den Beratungsgesprächen. Warum ich die Frage stelle? Meist ist dies eine Gegenfrage auf „Für was brauche ich Hybrid oder wie kann ich es einsetzen?“. Viele, wenn nicht sogar fast alle, mittelgroßen Unternehmen haben eine Pool an Office365 Lizenzen, verwenden diese aber nicht produktiv. Schade eigentlich, denn mit einem hybriden Szenario können die ersten Schritte in die Cloud gemacht und den Mitarbeitern neue Funktionen zur Verfügung gestellt werden, welche den Business Case unterstützen. Das Teilen von Inhalten ist einer der meist gewünschten Funktionen von Mitarbeitern. Dieser kann jedoch durch komplexe interne Mechanismen leider oft nicht ermöglicht werden.

Microsoft hat auf der ESPC explizit betont, dass das hybride Szenario verfolgt und immer weiter ausgebaut wird. Gründe dafür, Daten im eigenen Rechenzentrum zu halten, wird es immer geben. Allerdings werden neue und verbesserte Funktionen in der Cloud bereitgestellt. Mit Flow und PowerBI existieren bereits Dienste, die die Möglichkeit bieten, mit wenigen Klicks, Prozesse zu erstellen oder Reports für das Management bereitzustellen. Muss ich dafür meine Daten in die Cloud legen um die Dienste zu verwenden? Nein! 

Maarten Eekels (MVP) hat bestätigt, dass mit dem Dienst „On-Premises Data Gateway“ die entsprechenden Daten im eigenen Rechnenzentrum gespeichert bleiben. Jedoch kann die Kraft der Dienste wie Flow und PowerBI verwendet werden.

 

Die On-Premises Entwicklung geht weiter, wie ein Blick auf die RoadMap für 2018 und die neuen Versionen von Exchange, SharePoint und Windows Servers deutlich macht. Vorrangig werden die Funktionen aus der Cloud (Bsp.: Modern Experience) integriert und in die eigenen Rechenzentren gebracht. Aber auch das hybride Angebot wird verbessert und verfeinert. Mit Spannung kann man darauf warten, was Microsoft seinen Kunden ab Mitte 2018 diesbezüglich zur Verfügung stellt.

 

 

Entwicklungen werden wieder mehr, aber im Standard!

Nachdem lange Zeit wenig bis keine Entwicklung in Office365 beraten wurde, werden nun wieder Erweiterungen für die Firmen interessant. Durch das SharePoint Framework (SPfx) und das PnP Netzwerk können Anpassungen an der Office365 Plattform vorgenommen werden, ohne dabei den Standard zu verlassen.

Mit SPfx und PnP können Entwickler immer besser, schneller und standardisierter Anpassungen für Kunden vornehmen und somit die Plattform noch genauer an den Business Case des Kunden anpassen. Auch wenn an dieser Stelle noch Vieles offen ist, was sinnvoll bei Kunden eingesetzt werden könnte, werden riesige Schritte gemacht.

Was die ganze Strategie von Microsoft zu mehr Offenheit untermauert, ist die Tatsache, dass auf Standardtechnologien bei der Entwicklung gesetzt wird. Jeder Entwickler mit HTML, CSS und JavaScript Erfahrung kann somit für Office365 Anwendungen entwickeln. Diese Tatsache macht die Plattform noch attraktiver und wird dafür sorgen, dass immer mehr klassische Webentwickler auf Microsoft setzen.

Auch in Punkto Design wird Microsoft immer mehr Freiheiten zulassen. Durch die Erweiterungen des SPfx ist es schon jetzt möglich, Anpassungen vorzunehmen. Erste kleinere Schritte hin zu mehr Freiheit sind also klar zu erkennen, werden aber zukünftig noch größer werden.

Beezy und Valo als Intranet / Extranet Solution nominiert

Als Partner von Beezy und Valo sind wir natürlich besonders stolz darauf, dass beide Lösungen in der Kategorie Beste Intranet / Extranet nominiert wurden. Neben weiteren Mit-Wettbewerbern konnte sich am Ende Valo erfolgreich durchsetzen und den Titel mit nach Hause nehmen. Allein die Existenz der Kategorie zeigt, dass fertige Lösungen für viele Unternehmen ein gangbarer Weg sind, um schnell mit einem Intranet-Projekt zu starten. Sie vertrauen somit auf die bestehenden Erfahrungen des Herstellers, aber v.a. auch auf die Erfahrungen anderer Kunden. Wichtiges Kriterium ist und bleibt jedoch die Antwort auf die Frage, ob es tatsächlich die richtige Lösung ist, mit dem der Business Case unterstützt wird. Jede Lösung hat ihre Stärken und Schwächen. Hier gilt es, sich zu fragen „Kann die Stärke mich als Unternehmen stärken“.

Persönliches Fazit

Drei tolle Tage angefüllt mit spannenden Vorträgen und Gesprächen liegen hinter mir. Der Austausch mit Kollegen aus der ganzen Welt sind immer eine Bereicherung. In ihnen entwickeln sich viele neue Ansichten, aber sie offenbaren auch die Ähnlichkeiten. Die momentane Ausrichtung der Beratung und des Digital Workplace wurden untermauert. Die in unseren Kundenprojekten mit hoher Priorität verfolgte Frage nach der richtigen Transformation, erlangte auch auf der ESPC die ihr zustehende Aufmerksamkeit, was uns als erfahrene Berater und Entwickler noch einmal bestätigte.

Neben den vielen Vorträgen konnte man in verschiedenen AfterShow Parties Dublin und seine Kultur kennen lernen. In der Guinness Brauerei und der Jamesons Destillerie wurde in gemütlicher Runde das Leben genossen 🙂

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