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Deployment von Sharepoint-Enwicklungen

Dieser Blogeintrag stellt eine Deployment-Variante für Sharepoint-Enwicklungen, wie z.B. WebParts oder Workflows, vor. Im Mittelpunkt ste­hen zwei Open-Source-Tools zur Erstellung und zum Deployment von Sharepoint Solutions.

Zuerst werde ich jedoch kurz bei­spiel­haft die manu­elle Vorgehensweise vor­stel­len: Ausgangspunkt ist ein Sharepoint-Workflow, der mit Visual Studio ent­wi­ckelt wurde. Auf dem Entwicklersystem geschieht das Deployment mit­tels des Visual Studio-Plugins voll­au­to­ma­tisch. Soll der Workflow nun auf einem frem­den System deployed wer­den, sind eine Reihe von Schritten not­wen­dig:

  1. Compilieren des Projekts
  2. Kopieren/Installieren der Assembly auf das Zielsystem
  3. Kopieren der Feature-Dateien auf das Zielsystem
  4. Ggf. Deaktivieren/Deinstallieren des vor­han­de­nen Features
  5. Installieren/Aktivieren des Features auf dem Zielsystem
  6. IISRESET

Die ein­zel­nen Schritte las­sen sich durch­aus scrip­ten, aber eine ein­fa­che und ele­gante Deployment-Möglichkeit wird dadurch nicht geschaf­fen. Abhilfe schaf­fen hier zwei Open-Source-Tools: WSPBuilder und SharepointInstaller.

Der WSPBuilder erstellt aus einer vor­ge­ge­be­nen Struktur eine WSP-Datei. Im Wesentlichen müs­sen nur die not­wen­di­gen Dateien in eine Sharepoint-ähnliche Ordnerstruktur (12/…) kopiert und das Programm gestar­tet wer­den. Es kön­nen alle Dateien auto­ma­tisch deployed wer­den, die unter dem 12-Pfad lie­gen müs­sen. Assemblies müs­sen in ein spe­zi­el­les Verzeichnis namens GAC kopiert wer­den, damit Sie auto­ma­tisch in den Assembly Cache deployed wer­den. Der WSPBuilder ist sehr gut per Kommandozeile kon­fi­gu­rier­bar. Sinnvoll ist es, den Namen der Solution (WSPName) sowie den Ausgabepfad selbst fest­zu­le­gen (OutputPath). Letzteres ist ins­be­son­dere für die Nutzung des SharepointInstallers hilf­reich. Die Kommandozeilenoptionen kön­nen mit Hilfe des Parameters /? abge­ru­fen wer­den.

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Die nun vor­han­dene WSP-Datei kann mit dem Sharepoint-eigenen Tool STSADM deployed wer­den. Einfacher ist es aber, den SharepointInstaller zu ver­wen­den. Dieser bie­tet eine Standard-Installationsoberfläche und prüft zudem ob bestimmte Voraussetzungen für die Installation von Sharepoint-Solutions vor­han­den sind. Für die Installation sind drei Dateien not­wen­dig: setup.exe, setup.exe.config und die zuvor erstellte Solution. Alle Parameter für das Setup kön­nen in der config-Datei ein­ge­stellt wer­den. Besonders wich­tig ist die Solution-ID, wel­che der WSPBuilder im glei­chen Verzeichnis wie die Solution ablegt. Genauere Informationen zur Konfiguration ent­hält die Readme-Datei.

Das vor­han­dene Setup-Paket kann nun aus­g­lie­fert und instal­liert wer­den. Es wer­den alle Features akti­viert. Beim Ausliefern eines Updates oder eines Patches kann eben­falls der SharepointInstaller ver­wen­det wer­den. Während der Installation muss hier Repair aus­ge­wählt wer­den.

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