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Auf dem Weg zum Digital Workplace #4: Worauf sollten CIOs achten? 6 Schwerpunkte.

Am dies­jäh­ri­gen CeBIT-Dienstag hatte ich die Gelegenheit, einen kur­zen Vortrag zum Panel "Auf dem Weg zum Digital Workplace" auf der CeBIT Social Business Arena 2014 in Halle 6 zu hal­ten. Auf die­sem Wege ist eine Reihe von Blogbeiträgen ent­stan­den, die sich mit die­sem Thema beschäf­tigt. Nachdem der erste Beitrag den "Status quo" beleuch­tet, der zweite eine grobe Vision des 'Digital Workplace' dar­ge­stellt und der dritte inter­es­sante Technologiealternativen vor­ge­stellt hat stellt sich nun die Frage: Worauf soll­ten CIOs auf dem Weg zum Digital Workplace ach­ten?

Auf dem Weg zum Digital Workplace: Worauf sollten CIOs achten?

Um der Vision eines "Digital Workplace" nahe zu kom­men braucht es einen inte­grier­ten und weit­ge­hend naht­lo­sen Zugangs zu Kollegen, Kunden und Partnern im Sinne eines Enterprise Social Networking, Funktionen zur Kontaktaufnahme und Kommunikation über die Möglichkeiten von Unified Communications und eine Bündelung aller für die jewei­lige Aufgabe des Nutzer not­wen­di­gen Nachrichten, von E‑Mail über Chat bis hin zu Workflow-Aktivitäten aus Geschäftsprozessen.

Es liegt auf der Hand, dass eine sol­che Vision nicht mit dem Rollout eines ein­zel­nen Softwareproduktes erreicht wer­den kann, son­dern die Herausforderung viel­mehr im lang­fris­ti­gen Aufbau einer aus ver­schie­de­nen Teilen bestehen­den Gesamtarchitektur liegt. Worauf kommt es dabei an?

#1 Digital Workplace ist kritische Infrastruktur

Schon heute spü­ren wir, dass die Zeit des Ausprobierens im Bereich des Enterprise 2.0 sich dem Ende neigt. Zusammenarbeit über digi­tale Medien wird zum Muss, die Bereitstellung der not­wen­di­gen IT-Infrastruktur zum geschäfts­kri­ti­schen Auftrag. Die Schwerpunktthemen des "Digital Workplace" wer­den zu den Top-Prioritäten für CIOs in den nächs­ten Jahren gehö­ren.

#2 Klare Entscheidung für ein Ökosystem

Um der Vision eines Digital Workplace nahe­zu­kom­men bedarf es der Integrationen viel­fäl­ti­ger Tools und Systeme. Diese wird durch die kon­se­quente Entscheidung für ein bestimm­tes Technologie-Ökoystem mit i.d.R. einem gro­ßen Hersteller als Plattformanbieter erleich­tert. Einheitliche Basistechnologien, Design und Usability Guidelines und Schnittstellenkonzepte erleich­tern dabei die Arbeit der IT-Abteilung und der Endanwender.

#3 Integrationsfähigkeit durch offene Schnittstellen

Auch wenn es im Unternehmen eine füh­rende Technologieplattform gibt, so wird es meist Systeme ande­rer Hersteller geben, die auf­grund von spe­zi­fi­schen Anforderungen bspw. der jewei­li­gen Branche zum Einsatz kom­men oder zu denen durch die Zusammenarbeit mit Lieferanten oder Kunden Schnittstellen ent­ste­hen. Möglichkeiten zur fle­xi­blen Integration auf Basis offe­ner Standards wie bspw. Open Social spie­len dabei künf­tig eine ganz wesent­li­che Rolle.

#4 Adäquate Cloud und Mobile Strategie

Digitale Kommunikation und Zusammenarbeit fin­det immer mehr auf mobi­len Endgeräten statt. Der Aufbau eines Digital Workplace ist daher ohne eine klare Strategie für die Nutzung mobi­ler Endgeräte im Unternehmen nicht vor­stell­bar. Spätestens wenn es an die Zusammenarbeit mit exter­nen Partnern geht stellt sich zudem die Frage nach dem Einsatz von Produkten aus der Cloud. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass mit zuneh­men­der fach­li­cher Reife und mit der Lösung heute noch hin­der­li­cher Sicherheitsfragen gerade im Bereich der digi­ta­len Kommunikation kein Weg an Cloud-Produkten vor­bei gehen wird. Letztlich sind zwei ganz zen­trale Services schon heute ohne die "Cloud" nicht denk­bar: SMTP-Mail-Transport und das World Wide Web!

#5 Pareto-Prinzip beachten (80/20)

Die Vision des digi­ta­len Arbeitsplatzes ist heute noch nicht zu 100% umsetz­bar. Viele Bestandteile sind abhän­gig von umfang­rei­chen Entwicklungsprozessen bei vie­len Herstellern, die eine Zeit von meh­re­ren Jahren in Anspruch neh­men wer­den. Die Beachtung des in der IT so oft zitier­ten Pareto-Prinzips mit sei­ner 80/20 Regel wird dabei zum obers­ten Gebot. Insbesondere ist allen Anwenderunternehmen davon abzu­ra­ten, über die Umsetzung von eige­nen Feature-Ideen in Software zu ver­su­chen, die Produkte der Hersteller zu über­tref­fen. Der Versuch, die Hersteller von Ökosystemen und die Community zu über­ho­len wird regel­mä­ßig schei­tern und zu hohen Pflegeaufwänden bei Softwarereleases füh­ren. Bedachte Investitionen in reife Technologien und Produkte und deren kon­se­quente Einführung füh­ren eher zum erwünsch­ten Ziel.

#6 Usability ist entscheidend für die Akzeptanz

Kommunikation und Zusammenarbeit müs­sen rei­bungs­los funk­tio­nie­ren. Entscheidend dafür ist die Usability der ein­ge­setz­ten Softwareprodukte, die maß­geb­lich durch das User Interface Design, aber auch die beim Endanwender spür­bare Performanz eines Systems bestimmt wird. Gerade im Wettstreit mit der "Schatten-IT", die in Form kos­ten­freier Internetdienste vom Schlage Dropbox, Whatsapp & Co. über die pri­va­ten Endgeräte der Mitarbeiter schon längst in unse­ren Unternehmen Einzug gehal­ten hat, wird die Attraktivität und Benutzbarkeit betrieb­li­cher Systeme letzt­end­lich ent­schei­dend sein. Einheitlichen Design Standards und Bedienphilosophien sollte daher eine hohe Bedeutung bei­gemes­sen wer­den.

Mit die­sem Beitrag endet die Serie zum Thema "Digital Workplace". Wir freuen uns auf die wei­tere Entwicklung in die­sem span­nen­den Segment des IT-Marktes und über den Austausch mit unse­ren Lesern, Kunden und Partnern.

Eine Aufzeichnung von Vortrag und Paneldiskussion ist via Youtube, die Präsentation auf Slideshare zum Nachlesen ver­füg­bar.

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1 Kommentar

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