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2. Treffen der Liferay User Group (lugd)

lugdlogo2Am 26.03.2009 fand das zweite Treffen der Liferay User Group in Frankfurt / Main statt.
Es gab drei inter­es­sante Vorträge, die ich kurz vor­stel­len möchte:

Praxisbericht: Mitarbeiter- und Wissensportal auf Basis von Liferay (Andreas Firnau, Michael Bartz, USU AG)

In die­sem Vortrag ging es um ein neues Mitarbeiter – und Wissensportal für eigene Zwecke. Der erste Teil erläu­terte sehr aus­führ­lich wozu so ein Portal benö­tigt wird und wie es ein­ge­führt wer­den muss. Wichtig ist das Management mit ein­zu­be­zie­hen und nicht leer zu star­ten – das war nicht neu. Auch das die Technik bei der Einführung eines Wissensportals nur einen gerin­gen Prozentsatz des Erfolges bei der Einführung dazu bei­tra­gen kann. Im zwei­ten Steil wurde es span­nen­der, da es um die Umsetzung mit Liferay ging.

1. Flop: der Chat funk­tio­niert nicht (USU arbei­tete mit der Version 5.0.1 und war­tet nun auf eine funk­tio­nie­rende Version)
2. Flop: Mailnotification, Freigaben, HTML Editor funk­tio­nie­ren nicht durch­gän­gig gut. (Hier kam gleich der Einwand aus dem Publikum, dass der HTML Editor doch belie­big aus­ge­tauscht wer­den kann)
3. Flop: die Suche fin­det nicht das was man sucht

Es ist nur kon­se­quent das USU ihr eigens Produkt, den Knowledge Miner inte­griert. Dieser durch­sucht auch Inhalte in Notes Datenbanken und andern Quellen und beinhal­tet seman­ti­sche Ansätze. Bisher ist die Suche über ein iframe ein­ge­bun­den, es wird aber bereits an der Entwicklung eines ent­spre­chen­den Portles gearbeitet.

USU hatte aber auch posi­tive Dinge zu berich­ten. So wurde, bis auf die Suche, nur Standardfunktionen ver­wen­det. Diese sind pro­duk­tiv ein­setz­bar! Besonders her­vor­ge­ho­ben wur­den die Journal und AssetPublisher Portlets. Mit die­sen ist es gut mög­lich Strukturen und Vorlagen anzu­le­gen. Auch die Communityfunktionen sind bei dem Wissensportal im Einsatz.

Der zweite Vortag hieß Rapid Portal Development (Ansgar Knipschild, king­me­dia web­so­lu­ti­ons GmbH) In die­sem Vortag wurde dis­ku­tiert, wie die Entwicklung von Software (Portlets) beschleu­nigt wer­den kann. Es wurde das Werkzeug "cilan­der Application Designer" vor­ge­stellt, wel­ches die king­me­dia gemein­sam mit Partner als Open Source stel­len möchte. Dieses Werkzeug ermög­licht ein einem Excel Sheet die Eingabefelder der zukünf­ti­gen Anwendung zu erfas­sen und per Knopfdruck ein HTML Protoyp zu erzeu­gen. Es kön­nen auch Bedingungen und Validierungsregeln erfasst wer­den. Die Ausgabe erfolgt mit­tels XML Dokumenten basie­rend XForms um eine direkte Weiterverarbeitung (mit ent­spre­chen­den Werkzeugen) zu ermög­li­chen. Spannend ist das man so gemein­sam mit der Fachseite schnell und genau Eingabeformulare kon­zep­tio­nie­ren kann. Wer Interesse hat, der solch direkt bei der king­me­dia melden.

Im drit­ten Vortag: Liferay an Bord – Die Portale der Zeppelin AG (Juri Urbainczyk, Agon-Solutions GmbH)
gab es wie­der einen Praxisbericht. Seit 2005 wird bei der Zeppelin AG bereits Liferay ein­ge­setzt. Gestartet wurde mit einem Mitarbeiterportal, wel­ches haupt­säch­lich zum Ziel hat die ver­schie­de­nen exis­tie­ren­den Anwendungen unter einem Eingangtor zu stel­len. Die Integration erfolgte i.d.R: mit IFrame und für Singe Sign On wurde CAS (Central Authentikation Server) ein­ge­setzt. Neben den Singe Sign On wurde auch eine Lösung für das Singe Sign OFF umge­setzt, denn beim abmel­den wird die CAS Session und die Portal Session zer­stört, aber nicht die Anwendungssession. Gelöst wurde das sehr ein­fach, indem in der Logout Seite ver­steckte
IFrame ein­ge­baut sind, die die Logout Seiten der Anwendungen auf­ru­fen. Herr Urbainczyk erklärte auch, warum man sich für Liferay ent­schie­den hat:

– Integrierbarkeit,
– pro­fes­sio­nel­ler Support (wurde aber nie benötigt),
– die Roadmap von Liferay (es gab eine im Gegensatz zu Jetspeed)
– und die vor­han­de­nen Admintools
Für die Entscheidung wurde vorab ein Prototyp ent­wi­ckelt auf Basis der ver­schie­de­nen Portalsoftware.

Auch hier das Fazit: es ist nicht immer alles so ein­fach wie es aus­sieht, aber die Entscheidung für Liferay wird auch heute noch für rich­tig befunden.

Herr Urbainczyk hat auch in der fol­gen­den Diskussion ange­regt Liferay als Application Framework zu ver­wen­den. Man baut seine Anwendung (als Portlet) und bekommt dazu die Nutzerverwaltung, Authentifizierung, Autorisierung und wenn man es benö­tigt auch noch viele andere sinn­volle Tools. 

In den offe­nen Diskussionen habe ich gelernt, dass der Trend ist die klas­si­schen CMS Projekte heute mit Portaltechnologie umzu­set­zen. Es wird ab einen bestimm­ten Punkt immer eine Fremdanwendung inte­griert, wo ein spe­zi­elle Lösung in dem ein­ge­set­zen CMS ent­wick­let wird. Mit Portaltechnologie inves­tiert der Kunde zukunfts­ori­en­tier­ter und bin­det sich nicht zwangs­läu­fig an ein kon­kre­tes Produkt. Es wurde auch dis­ku­tiert das für ein­fa­che Redaktion von Artikeln das Liferay CMS aus­reicht, nur wenn große Redaktionsteams arbei­ten sol­len und viel Workflow benö­tigt wird, dann muss über die Integration eines pro­fes­sio­nel­len CMS nach­ge­dacht wer­den. Aber eine Einbindung eines „Fremd-CMS“ hat bis­her noch kei­ner durchgeführt.

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