Beiträge für Juni, 2008

19Jun

… oder der lange Weg zum Glück

Manchmal hat man als Sharepoint-Entwickler das Bedürfnis, sich in einer benutzerdefinierten Liste an das Hinzufügen oder Ändern eines Items anzuhängen und die Aktion abzubrechen und dabei eine nette benutzerdefinierte Fehlermeldung ausgeben. Das sollte eigentlich überhaupt kein Problem sein, man erstellt einfach einen EventReceiver für ItemAdding bzw. ItemUpdating und setzt dort die ErrorMessage sowie die Cancel Property:

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Nun erscheint allerdings leider nicht wie erwartet die benutzerdefinierte Fehlermeldung, sondern stattdessen eine böse Exception (DataFormWebPartException “The data source control failed to execute the insert command”):

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Google verhilft uns zur Erkenntnis, dass dies ein Known Bug in WSS 3.0 ist (wird auch durch WSS 3.0 Service Pack 1 nicht behoben). Der Bug tritt offenbar nur in benutzerdefinierten Listen auf. Für dieses Problem ist ein Hotfix verfügbar. Der zugehörige Knowledge Base Artikel incl. Möglichkeit zum Anfordern des Hotfixes findet sich unter http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;949749

Aber Vorsicht! Nachdem man die Hürde genommen hat, die Mail mit dem Hotfix zu erhalten (Tipp: unter Junk E-Mail nachschauen) und frohgemut den Hotfix installiert hat (wobei man natürlich als gelernter Microsoft-Entwickler auch das iisreset nicht vergessen hat), geht hinterher auf dem Sharepoint Server erstmal gar nichts mehr:

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Abhilfe schafft die Ausführung des Sharepoint Products and Technologies Configuration Wizard. Nach der Ausführung funktioniert nicht nur unser Sharepoint wieder, sondern nun wartet der EventReceiver auch mit unserer benutzerdefinierten Fehlermeldung auf:

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19Jun

Um in Sharepoint anfragen auf eigene ASPX Seiten umzuleiten, besteht die Möglichkeit dies durch die Verwendung eines „IHttpModules“ zu realisieren. Das Modul greift spezifische Anfragen auf definierte Seiten ab und leitet diese auf definierte Seiten um.

Hier der Code, um eine Anfrage auf die CreateWebPage.aspx auf die MyPage.aspx umzuleiten:

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Die Verwendung des IHttpModule, welches durch einen Eintrag in die „web.config“ realisiert wird, kann über ein Feature mit Hilfe des SPWebConfigModification Objektes erreicht werden. Diese Feature setzt und löscht automatisch den notwendigen Eintrag in der „web.config“.

Hier der Beispielcode um das oben gezeigte IHttpModule anzubinden:

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Wichtig: Um auch die “Remove” Methode korrekt ausführen zu können, müssen die Eigenschaften des SPWebConfigModification Objektes richtig gewählt werden.

1. Die Eigenschaft “EnsureChildNote” muss angewandt werden, da mit der EnsureSection eine spätere “Remove” Methode keine Auswirkung liefert.

mod.Type = SPWebConfigModification.SPWebConfigModificationType.EnsureChildNode;

2. Der “mod.Name” muss entsprechend der “mod.Values” angepasst werden. Wird der Name des Objektes willkürlich gewählt, ist die Funktionalität der “Add” Methode gewährleistet, doch wird die Funktionalität der “Remove” Methode kein Resultat liefern.

entryvalue = @”<add name=”"IHttpModule”" type=”"namespace.class, assembly, Version=1.0.0.0, Culture=neutral, PublicKeyToken=…”" />”;

Der Angepasste “mod.Name” muss dann folgend lauten:

entryname = “add[@name='IHttpModule'][@type='namespace.class, assembly, Version=1.0.0.0, Culture=neutral, PublicKeyToken=...]“;

Hier nun noch der Inhalt der “feature.xml”. Zu beachten ist, dass der Scope auf der WebApplication liegen muss.

pic4

Links zum Thema:

http://blogs.technet.com/tatianasv/rss_tag_SharePoint+development.xml

http://msdn.microsoft.com/en-us/library/microsoft.sharepoint.administration.spwebconfigmodification.aspx

http://blog.tedpattison.net/Lists/Posts/Post.aspx?ID=4

MFG Gordon

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02Jun

Wer sich als Java-Entwickler bereits ein wenig mit der Sprache Groovy beschäftigt hat, wird während der Projektarbeit sicher schon einige Verwendungsmöglichkeiten für Groovy-Sprachkonstrukte gefunden haben. In den meisten Fällen betrifft dies eher relativ triviale Funktionen, wie Operationen im Dateisystem oder das Auswerten von Variablen eines Typs. Da aber gerade in der Erstellung von Prototypen die Evaluierung von Kernprozessen im Vordergrund steht, kann die ergänzende Verwendung von Skriptsprachen á la Groovy etwas mehr Geschwindigkeit und Flexibilität in die Entwicklung bringen.

Vorbereitungen

Um das eigene Projekt fit für den Groovy-Code zu machen, muss zunächst einmal die groovy-all-1.5.4.jar in den Build-Path aufgenommen werden. In der Regel findet sich diese Library im Verzeichnis der Groovy-Installation im Ordner \embeddable. Verwendet man Eclipse, so funktioniert das in etwa so ‘Project > Properties > Java Build Path > Libraries > Add External JARs…‘, wobei man es vorziehen sollte die Bibliothek in ein eigenes Projektverzeichnis zu kopieren (/lib) und von dort aus zu verlinken.

Theoretisch könnte es jetzt auch schon losgehen, aber ich denke die Wenigsten wollen beim Programmieren auf lieb gewonnene Features wie z.B Syntax Highlighting verzichten. Es gibt für die gängigsten IDE’s bereits Groovy-Plugins und ein paar Links dazu finden sich am Ende des Beitrages, wer mit Eclipse arbeitet kann mal einen Blick hierauf werfen. Die Plugins an sich sind zwar noch nicht 100% ausgereift und Autocompletion vermisst man stellenweise auch, aber hey - ich habe vor kurzem mit dem vi programmiert, auch das ging ;-)

Der erste Kontakt

Um einen schnellen Einstieg zu bekommen, soll ein kleines Beispielprojekt in Form eines Autohandels den Integrationsprozess veranschaulichen. Nachfolgend findet sich ein Listing zweier Interfaces die als Schnittstelle zur Groovy-Welt dienen.

package de.j2g.interfaces;

public interface ICar {
    public String getMake();
    public String getModel();
    public String getType();
    public double getPrice();
}

package de.j2g.interfaces;

import java.util.ArrayList;

public interface IGarage {
    public ArrayList<ICar> getCars();
}

Nachdem die Struktur steht, geht es an die Implementierung der Groovy-Klassen. In einem separaten Package wird die Klasse Car.groovy erzeugt, welche das Interface ICar implementiert:

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