In einem existierenden Java2 1.4 Projekt sollen generierte XFire-Clientklassen verwendet werden. Der XFire-Codegenerator verwendet JAXB2 und ist damit auf einige Java2 5.0-Features wie Annotations angewiesen. Der Umstieg auf Java2 5.0 ist in dem Projekt keine Option und deshalb habe ich eine Möglichkeit gebraucht, die generierten Klassen mit Java2 1.4 zu verwenden.
Nach ein paar Recherchen habe ich mich für die Verwendung des freien Retrotranslator-Tools entschieden und eine Proof-Of-Concept-Implementierung realisiert. Retrotranslator kann sowohl zur Compile-Zeit als auch zur Laufzeit den Java2 5.0 Bytecode in Java2 1.4 Bytecode umwandeln. Für den eigenen Code habe ich mich für die Umwandlung zur Compilezeit entschieden und für verwendeten Code Dritter für die Umwandlung zur Laufzeit (Just in Time Compilierung).
Nun zur praktischen Umsetzung mit Maven2:
Das POM des Codegenerierungsprojektes sieht folgendermaßen aus:
<project xmlns="http://maven.apache.org/POM/4.0.0"
xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"
xsi:schemaLocation="http://maven.apache.org/POM/4.0.0 http://maven.apache.org/maven-v4_0_0.xsd">
<modelVersion>4.0.0</modelVersion>
<groupId>de.communardo.techblog</groupId>
<artifactId>demoxfiregen</artifactId>
<packaging>jar</packaging>
<version>1.0-SNAPSHOT</version>
<name>Generierter XFire-Code fuer Communardo Techblog</name>
<build>
<plugins>
<plugin>
<artifactId>maven-compiler-plugin</artifactId>
<configuration>
<source>1.5</source>
<target>1.5</target>
</configuration>
</plugin>
<plugin>
<groupId>org.codehaus.mojo</groupId>
<artifactId>xfire-maven-plugin</artifactId>
<version>1.0-SNAPSHOT</version>
<executions>
<execution>
<goals>
<goal>wsgen</goal>
</goals>
</execution>
</executions>
<configuration>
<package>
de.communardo.techblog.services
</package>
<profile />
<binding />
<outputDirectory>
${project.build.directory}/generated-sources/xfire
</outputDirectory>
<wsdls>
<wsdl>
${basedir}/src/main/resources/TechblogDemoService.wsdl
</wsdl>
</wsdls>
</configuration>
</plugin>
<plugin>
<groupId>org.codehaus.mojo</groupId>
<artifactId>retrotranslator-maven-plugin</artifactId>
<executions>
<execution>
<phase>package</phase>
<goals>
<goal>translate-project</goal>
</goals>
<configuration>
<classifier>jdk14</classifier>
<attach>true</attach>
<embed>net.sf.retrotranslator</embed>
</configuration>
</execution>
</executions>
</plugin>
</plugins>
</build>
<dependencies>
<dependency>
<groupId>org.codehaus.xfire</groupId>
<artifactId>xfire-jaxb2</artifactId>
<version>1.2.5</version>
</dependency>
</dependencies>
</project>
Der erste Plugin-Aufruf setzt die Java-Version auf 1.5, der Zweite generiert den Java-Code aus einer WSDL und der dritte generiert in der package-Phase von Maven ein Java2 1.4 kompatibles JAR-Archiv mit dem Classifier jdk14. Mit
mvn install
wird alles gebaut und ins lokale Maven-Repository installiert.
Im Java2 1.4-Projekt wird das generierte JAR in den Dependencies so referenziert:
<dependency>
<groupId>de.communardo.techblog</groupId>
<artifactId>demoxfiregen</artifactId>
<version>1.0-SNAPSHOT</version>
<classifier>jdk14</classifier>
</dependency>
Um alle Abhängigkeiten, die von XFire und den JAXB2-Klassen benötigt werden zu erfüllen und den Retrotranslator Just-In-Time-Compiler (JIT) vefügbar zu machen, wurden noch folgende Dependencies in das Ziel-POM eingetragen:
<dependency>
<groupId>net.sf.retrotranslator</groupId>
<artifactId>retrotranslator-transformer</artifactId>
<version>1.2.1</version>
</dependency>
<dependency>
<groupId>javax.xml.parsers</groupId>
<artifactId>jaxp-api</artifactId>
<version>1.4</version>
</dependency>
<dependency>
<groupId>com.sun.org.apache</groupId>
<artifactId>jaxp-ri</artifactId>
<version>1.4</version>
</dependency>
<dependency>
<groupId>xerces</groupId>
<artifactId>xercesImpl</artifactId>
<version>2.8.1</version>
</dependency>
Damit das Ganze dann zur Laufzeit funktioniert muss beim Start der Applikation der Retrotranslator JIT genutzt werden, das geschieht in dem man die JVM-Kommandozeile folgendermaßen aufbaut:
java <JVM-Parameter> net.sf.retrotranslator.transformer.JITRetrotranslator <Main-Klasse> <Anwendungsparameter>
Als Ergänzung zu dem Beitrag “XFire-WebService-Client mit Maven2 generieren” möchte ich heute noch eine Implementierung für den Service vorstellen, damit man das Beispiel aus dem ersten Beitrag lokal nachvollziehen kann.
Die Implementierung benutzt den XFireServer, der auf Jetty basiert und damit recht leichtgewichtig ist. Bei Interesse werde ich in einem weiteren Beitrag noch die Integration mit Tomcat und Spring beschreiben.
Als Basis für dieses Beispiel dient die WSDL und der generierte Java-Code aus dem ersten Artikel. Die benötigten Dateien befinden sich in der Datei xfirefun-service.zip. Die Implementierung liefert angeforderte Dateien aus und benutzt die JaxbServiceFactory für die eigentliche Servicegenerierung.
In einem aktuellen Projekt gab es die Erforderniss mehrere WebServices für ein Portal bereitzustellen. Da das Spring-Framework und Maven 2 zur Verfügung standen und ich mich etwas tiefergehend mit den Möglichkeiten des WebService-Frameworks XFire beschäftigen wollte, habe ich mich für eine Realisierung damit entschieden.
Heute stelle ich kurz vor, wie man mit Maven 2 und dem XFire-Plugin aus einer WSDL-Datei einen WebService-Client generieren und dann z.B. in einer Testklasse nutzen kann.
Zuerst benötigt man einmal eine WSDL-Beschreibung eines WebService, dafür stelle ich ein kleines Beispiel (xfirefun.wsdl) bereit, es kann aber prinzipiell eine beliebige valide WSDL-Datei genutzt werden.
Alle Dateien die zum Nachvollziehen dieser kurzen Anleitung benötigt werden, liegen in der Zip-Datei xfirefun.zip.
Für den Build mit Maven 2 das XFire-Maven-Plugin benötigt und konfiguriert. Der entsprechende Abschnitt in der pom.xml sieht folgendermaßen aus:
...
<build>
...
<plugins>
...
<plugin>
<groupId>org.codehaus.mojo</groupId>
<artifactId>xfire-maven-plugin</artifactId>
<version>1.0-SNAPSHOT</version>
<executions>
<execution>
<goals>
<goal>wsgen</goal>
</goals>
</execution>
</executions>
<configuration>
<package>de.communardo.ws.xfirefun</package>
<profile></profile>
<binding></binding>
<outputDirectory>${project.build.directory}/generated-sources/client</outputDirectory>
<wsdls>
<wsdl>${basedir}/src/main/wsdl/xfirefun.wsdl</wsdl>
</wsdls>
</configuration>
<plugin>
...
</plugins>
...
</build>
...
Wenn man nun mvn install aufruft, generiert Maven im Verzeichnis target/client die Webservice-Endpoint- und Datentypklassen. Die eine eigene Clientklasse (XfireFunClientTest.java) dann einfach folgendermaßen nutzen kann:
...
// Client erzeugen
FunClient client = new FunClient();
// Endpoint festlegen und SOAP-Proxy holen
Fun fun = client.getFun(endpoint);
// Request-Objekt erzeugen und befuellen
FunRequest request = new FunRequest();
request.setFileName(filename);
// Remotezugriff absetzen
try {
FunResponse response = fun.getFile(request);
FileOutputStream fos = new FileOutputStream(response.getFileName());
fos.write(response.getData());
} catch (Exception e) {
e.printStackTrace(System.err);
}
...
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