Das Bauen und Ausliefern von normalen und eigenständigen Java Anwendungen die nicht in einem Webcontainer oder Applikationserver laufen sollen kann sich als schwierig erweisen. Die größten Probleme beim Erzeugen der Releases sind dabei die folgenden Punkte:
Das Maven 2 Plugin appassembler zielt auf diesen Anwendungsfall ab und ermöglicht
Die Konfiguration des Plugins ist aber leider nicht ganz so einfach da die Dokumentation eher schlecht ist und ich auch auf Bugs im Plugin selber gestoßen bin.
Im Folgenden ist eine Konfiguration als Beispiel aufgelistet die eine Deamonapplikation erzeugt. Um die Applikation als Dienst betreiben zu können wird vom Plugin der weit verbreitete Java Service Wrapper eingesetzt.
<plugin>
<groupId>org.codehaus.mojo</groupId>
<artifactId>appassembler-maven-plugin</artifactId>
<configuration>
<repositoryLayout>flat</repositoryLayout>
<includeConfigurationDirectoryInClasspath>true</includeConfigurationDirectoryInClasspath>
<target>${project.build.directory}/appassembler</target>
<daemons>
<daemon>
<id>daemon-app</id>
<mainClass>de.communardo.appassembler.Launcher</mainClass>
<commandLineArguments>
<commandLineArgument>start</commandLineArgument>
</commandLineArguments>
<platforms>
<platform>jsw</platform>
</platforms>
<jvmSettings>
<extraArguments>
<extraArgument>-server</extraArgument>
</extraArguments>
<initialMemorySize>64M</initialMemorySize>
<maxMemorySize>512M</maxMemorySize>
<systemProperties>
<systemProperty>property=value</systemProperty>
</systemProperties>
</jvmSettings>
<generatorConfigurations>
<generatorConfiguration>
<generator>jsw</generator>
<includes>
<include>linux-x86-32</include>
<include>linux-x86-64</include>
</includes>
<configuration>
<property>
<name>configuration.directory.in.classpath.first</name>
<value>conf</value>
</property>
<property>
<name>set.default.REPO_DIR</name>
<value>lib</value>
</property>
<property>
<name>wrapper.logfile</name>
<value>logs/wrapper.log</value>
</property>
<property>
<name>wrapper.logfile.maxsize</name>
<value>10m</value>
</property>
<property>
<name>wrapper.logfile.maxfiles</name>
<value>5</value>
</property>
<property>
<name>wrapper.console.title</name>
<value>appassembler application</value>
</property>
<property>
<name>run.as.user.envvar</name>
<value>root</value>
</property>
<property>
<name>wrapper.working.dir</name>
<value>d:\</value>
</property>
<property>
<name>set.default.APP_BASE</name>
<value>d:\</value>
</property>
</configuration>
</generatorConfiguration>
</generatorConfigurations>
</daemon>
</daemons>
</configuration>
<executions>
<execution>
<id>create-release</id>
<goals>
<goal>create-repository</goal>
<goal>generate-daemons</goal>
</goals>
<configuration>
<assembleDirectory>${project.build.directory}/appassembler/jsw/daemon-app</assembleDirectory>
<repoPath>lib</repoPath>
</configuration>
<phase>package</phase>
</execution>
</executions>
</plugin>
| mainClass | Die auszuführende Klasse. |
| commandLineArguments | Parameter die beim Aufruf mit übergeben werden sollen. |
| platforms | Die Liste der Plattformen für die ein Release erzeugt werden soll, hier “jsw” (Java Service Wrapper). |
| jvmSettings | Faßt Konfigurationsparameter für die Java VM zusammen wie z.B. Speichereinstellungen, zusätzliche System Properties die gesetzt werden sollen oder Parameter für den Aufruf der VM |
| includes | Ermöglicht die optionale Definition der Zielumgebungen, hier linux 32 und 64 bit, kann auch weggelassen werden. |
| configuration.directory.in.classpath.first | Legt fest, dass ein bestimmtes Verzeichnis mit in den Classpath der VM aufgenommen wird. Darin lassen sich gut Konfigurationsdateien ablegen die von der Applikation beim Betrieb gebraucht werden. |
| set.default.REPO_DIR | Das Verzeichnis in denen sich die Bibliotheken befinden. |
| run.as.user.envvar | Der Nutzer mit dem die Applikation ausgeführt werden soll, wichtig beim Betrieb in Linuxumgebungen. |
| wrapper.xxx | Einstellungen für den Java Service Wrapper wie z.b. das Arbeitsverzeichnis, Anzahl der Logfiles usw. |
| assembleDirectory, repoPath | Diese Parameter konfigurieren das Zielverzeichnis für das zu erstellende Repository. Leider wird bei den Standardwerten das Repository in einem anderen Verzeichnis erzeugt als der Java Service Wrapper, daher ist eine Anpassung nötig. |
| <goals> <goal>create-repository</goal> <goal>generate-daemons</goal> </goals> |
Erzeugt die definierten Deamons und ein Library Repository mit allen Abhängigkeiten des Projekts. |
Am 29. Oktober 2009 wird in Frankfurt am Main der Confluence Community Day 2009 stattfinden. Im Vorfeld haben wir Kurz-Interviews mit den Referenten geführt. Heute nun das Gespräch mit Tino Winkler von Communardo, der einen Vortrag zum Thema “Wie lässt sich ein vollständiger Import von Inhalten mit Metadaten nach Confluence realisieren?” halten wird.
Dirk Röhrborn:
Wir freuen uns auf Deinen Vortrag auf dem Confluence Community Day 2009. Was möchtest Du den Teilnehmern hauptsächlich vermitteln?
Tino Winkler:
Möchte man Daten in eine bestehende Confluence Instanz importieren, steht man vor der Aufgabe nicht nur die entsprechenden Inhalte (Seiten, News, Kommentare) generieren zu müssen, sondern auch deren Metadaten (Autor, Zeitpunkt der Erstellung, …). Ich möchte zeigen, wie dies unter Verwendung der Confluence API realisiert werden kann und dabei auf ein paar Fallstricke hinweisen. Artikel vollständig lesen »
Damit Confluence seinen vollen Funktionsumfang erreichen kann, sollte dem System ein Onlinezugang ermöglicht werden. Dadurch kann unter anderem das Plugin-Repository genutzt werden, mittels welchem die von Atlassian bereitgestellten Plugins bequem auf dem eigenen System installiert und verwaltet werden können. Aber auch zahlreiche Plugins basieren auf einer bestehenden Onlineverbindung. So können zum Beispiel durch das RSS-Feed-Macro sowohl externe als auch innerhalb von Confluence generierte RSS-Feeds auf eigenen Seiten eingebunden werden. Mit dem IM-Presence-Plugin können Confluence-Nutzer ihren Onlinestatus in verschiedenen Instant Messenger – Systemen auf einer Seite anzeigen lassen. Dieses Plugin ist besonders für persönliche Seiten und Blogs interessant.
Wenn Confluence kein direkter Internetzugang ermöglich werden kann (z.B. wenn das System innerhalb eines internen Netzes betrieben wird), besteht die Möglichkeit einen WebProxy anzugeben. Dafür muß im Startscript des Applikationsservers (beispielsweise eine Datei “catalina.bat” im “bin” Verzeichnis eines Tomcat-Applikationsservers) die Variable
JAVA_OPTS
mit dem Parameter
set JAVA_OPTS="-Dhttp.proxyHost=proxy.example.com -Dhttp.proxyPort=3128"
versehen werden.